Dienstag, 13.04.2021
 

Kulturnachrichten

Montag, 1. März 2021

Kunstmesse art Karlsruhe wegen Corona abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie muss die Kunstmesse art Karlsruhe in diesem Jahr ausfallen. Aufgrund der fehlenden Öffnungsperspektive für das Messe- und Veranstaltungswesen und der damit verbundenen mangelnden Planungssicherheit, sehe sich die Messe Karlsruhe zu einer Absage der Kunstmesse gezwungen, hieß es in einer Mitteilung. Die internationale Messe, die Kunst der letzten 120 Jahre zeigt, war schon von Februar auf Mai verschoben worden. Nun soll die 18. Ausgabe im Frühjahr 2022 stattfinden. Im Vorjahr - kurz nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland - war die art Karlsruhe noch als einzige Kunstmesse ohne Einschränkungen durchgeführt worden, bevor es danach weltweit Absagen hagelte.

Welt verpflichtet ehemalige NYT-Redakteurin Bari Weiss

Die ehemalige „New York Times"-Redakteurin Bari Weiss schreibt ab sofort als feste Kolumnistin für die Zeitung „Welt". Wie der Medienkonzern Axel Springer mitteilte, werde sich die 36-Jährige vor allem der amerikanischen Politik und politischen Kultur widmen. Weiss hatte die New York Times im vergangenen Juli verlassen. In einem Schreiben an den Herausgeber der Zeitung führte die Journalistin damals aus, sie werde von Kollegen gemobbt, weil sie gegen die linksorientierte "neue Rechtgläubigkeit" in der NYT verstoße.

Steinmeier fordert Regeln für soziale Medien

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Demokratien in der Welt dazu aufgerufen, ihre Errungenschaften auch gegen Angriffe aus dem digitalen Raum wie durch soziale Medien zu verteidigen. Bei der Veranstaltung "Forum Bellevue" forderte er klare Regeln für die Betreiber von Internetplattformen. Die großen Plattformbetreiber hätten Regulierung zum Feind der Freiheit erklärt. Das Gegenteil sei der Fall: Damit Freiheit und Demokratie gewahrt bleiben, brauche es Regeln. Er wies auf die digital befeuerten Angriffe gegen die Demokratie rund um die US-Wahlen auf der einen Seite und die digital vernetzten Demonstrationen für die Demokratie in Russland und Belarus auf der anderen Seite hin.

Museumsbund will schnelle Öffnung

Vor dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Krise fordert der Deutsche Museumsbund fordert, die Museen schnellstmöglich wieder zu öffnen. Bei den aktuellen Überlegungen zur schrittweisen Öffnung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens müsse auch die Rolle der Ausstellungshäuser berücksichtigt werden, erklärte die Vereinigung in Berlin. Museen seien „auch in Zeiten der Pandemie sichere Orte".Gerade ältere und von der Pandemie besonders betroffene Menschen könnten in Museen einen wichtigen Teil ihres Alltags wiedergewinnen. Auch für Kinder und Jugendliche seien die Museen mit ihren informellen Bildungsangeboten ebenso unverzichtbar. Wegen der Corona-Pandemie sind Kultureinrichtungen und damit auch Museen seit November geschlossen.

„Facebook News" startet im Mai in Deutschland

Facebook startet sein Nachrichtenangebot „Facebook News" im Mai auch in Deutschland. Dies teilte das US-Unternehmen mit. Verbreitet werden Nachrichteninhalte einer ganzen Reihe von Medienhäusern. Nach Facebook-Angaben wurden Verträge mit „Spiegel Online", der „FAZ", der Funke Mediengruppe und einer Reihe von Lokalzeitungen, Sportmedien und Modezeitschriften geschlossen. Die Medienhäuser werden dafür bezahlt, dass sie auf „Facebook News" Inhalte verlinken, die bislang nicht auf der Plattform zu sehen waren, wie es weiter hieß. Sie müssen aber nicht eigens für Facebook produziert werden.

Traditionsreicher Wissenschaftsverlag verkauft

Der internationale Wissenschaftsverlag Brill kauft sämtliche Inhalte der Vandenhoeck & Ruprecht Verlage, wie boersenblatt.online berichtet. Der Sitz des 1735 gegründeten Traditionsverlags bleibe in Göttingen. Der niederländische Brill Verlag ist einer der führenden internationalen Wissenschaftsverlage in den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften sowie internationales Recht. Vandenhoeck & Ruprecht genießt vor allem in den Geisteswissenschaften, Theologie und Geschichte einen guten, internationalen Ruf. Vorgenommen hat sich Brill den Angaben zufolge unter anderem die Digitalisierung der V&R-Inhalte, Umsatzsteigerung in den internationalen Bibliotheksmärkten sowie den Ausbau des Open-Access-Modells.

China-Korrespondenten beklagen Arbeitsbedingungen

Ausländische Journalisten in China klagen über eine zunehmende Behinderung ihrer Arbeit. Bei einer Befragung des Auslandskorrespondentenclubs gab das dritte Jahr in Folge kein einziger China-Korrespondent an, dass sich seine Arbeitsbedingungen verbessert hätten. Im Gegenteil: Chinesische Behörden hätten ihre Bemühungen, die Arbeit ausländischer Reporter zu vereiteln, "dramatisch verstärkt". So seien auch Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie als Vorwand genutzt worden, um die Arbeit von Journalisten weiter erschweren oder ihnen die Einreise gleich ganz zu verwehren. Zudem hätten mindestens 18 Journalisten von drei US-Medien in der ersten Jahreshälfte 2020 das Land verlassen müssen.

Musikrat will mehr Präsenzbetrieb für Musikhochschulen

Die schrittweise Rückkehr in den Präsenzbetrieb an den Musikhochschulen fordern der Deutsche Musikrat und die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen von den Bildungsministern der Länder. In einer Mitteilung heißt es, die Studierenden müssten seit zwei Semestern auf wesentlich Bereiche ihrer Ausbildung verzichten, darunter Ensemble- und Orchesterspiel, Projektarbeit und Auftrittserfahrung. Die Rückkehr zum Präsenzbetrieb soll mit dem Einsatz von Schnelltests, einer Steigerung der Impfaktivität sowie der Bereitstellung von größeren Räumlichkeiten möglich werden. Derzeit sind an den 24 staatlichen deutschen Musikhochschulen etwa 17.000 Personen eingeschrieben. 20 Prozent von ihnen erwägen den Angaben zufolge derzeit einen Abbruch ihres Studiums.

Golden Globes sind verliehen worden

In den USA sind die bedeutendsten Filmpreise nach den Oscars verliehen worden: die Golden Globes. Ausgezeichnet wurden unter anderem das Road-Movie "Nomadland" von Regisseurin Chloé Zhao als bestes Filmdrama. Die Filmemacherin chinesischer Abstammung gewann auch als zweite Frau in der Geschichte der Globes in der Preiskategorie beste Regie. Sacha Baron Cohen bekam den Preis für die beste Filmkomödie für seine Satire "Borat Subsequnet Moviefilm". Die zwölfjährige Deutsche Helena Zengel ging dagegen leer aus. Sie war in der Sparte "Beste Nebendarstellerin" für den Western "Neues aus der Welt" nominiert. Diese Auszeichnung ging an Jodie Foster. Auch für die deutsche Serie "Unorthodox" gab es keinen Golden Globe.

Die Berlinale startet mit digitalem Festivalteil

Die diesjährige Berlinale beginnt am Montag mit einem digitalen Branchentreff. Die Filme sind zunächst nur für Fachleute und Journalisten abrufbar. Am Freitag wird bekanntgegeben, welcher Film den Goldenen Bären als wichtigste Auszeichnung bekommt. Im Wettbewerb sind 15 Produktionen, darunter das Regiedebüt "Nebenan" von Schauspieler Daniel Brühl, die Literaturverfilmung "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" von Dominik Graf und der Film "Petite Maman" der Französin Céline Sciamma. Im Juni soll ein öffentliches Berlinale-Festival mit Filmvorführungen fürs Publikum folgen. Auch die Auszeichnungen sollen erst im Sommer verliehen werden.

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