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Kompressor | Beitrag vom 13.09.2019

Anne Imhof: "Faust"Von Venedig direkt auf die Scheibe

Moderation: Timo Grampes

Auf einem Podest aus Glas stehen Menschen und blicken in den Raum.  (Imago / NurPhoto / Giacomo Cosua)
Erfolgreich und heiß diskutiert: Die Performance "Faust" von Anne Imhof gewann 2017 den Goldenen Löwen bei der 57. Biennale in Venedig. (Imago / NurPhoto / Giacomo Cosua)

Bei der Biennale in Venedig gewann Anne Imhof 2017 mit ihrer Performance "Faust" den Goldenen Löwen. Die dazugehörige Musik wurde nun auf einem Album zusammengetragen. Ein Einstieg in die Musik der 80er Jahre, sagt unser Kritiker Carsten Probst.

Vor zwei Jahren sorgte die Künstlerin Anne Imhof mit einer Performance für großes Aufsehen. Mit "Faust" gewann sie 2017 den Goldenen Löwen bei der Biennale in Venedig. Nun erscheint ein gleichnamiges Musikalbum von ihr. Es enthält eine Mischung aus Klangkunst und Balladen, die sie für ihre damalige Performance gemeinsam mit ihrem Team erarbeitet hatte.

Die Verbindung mit dem Visuellem ist wichtig

Für den Musikkritiker Carsten Probst gehören Musik und Performance bei Imhof zusammen. Deswegen gebe es zu dem Album auch ein Booklet, in dem fotografisch dokumentiert sei, wie die "Faust"-Performance aufgesehen habe. "Ohne das Visuelle ist die Musik nur ein schwacher und mit unter auch kitschiger Aufguss von immer wieder zitierten Vorbildern aus dem Dunstkreis von Noise und Indie aus den 70er- und 80er-Jahren", resümiert Probst.

Auf eine gewisse Weise funktioniere das Album "Faust" aber schon, räumt Probst ein - "weil man sich etwas Szenisches immer dazu denken kann." Grundsätzlich bestehe die Musik aber aus "hörbaren Zitaten". Imhof sehe sich selbst aber auch gar nicht als Komponistin, sondern als Bildende Künstlerin.

Einflüsse der 80er Jahre vestehen

Das Album sei somit für Leute interessant, die die Performance gesehen hätten, erläutert Probst. Oder auch für Hörer, denen die 80er-Jahre-Musik und ihre Einflüsse nicht bekannt seien: "Ich nenne da immer das Beispiel Rammstein", sagt Pobst. Wer Laibach und deren Auftritte in den 80er Jahren kenne, rezipiere die Musik von Rammstein anders, als derjenige, dem Laibach unbekannt sei.

(rzr)

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