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Vollbild | Beitrag vom 16.06.2018

Animationsfilmfestivals "Annecy Festival 2018" Filme wie "Überflieger" verkaufen sich weltweit gut

Tania Reichert-Facilides im Gespräch mit Susanne Burg

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Ein Mädchen und ein Junge sitzen auf einem Doppelbett und gucken einen Zeichentrickfilm auf einem Laptop. (imago/ Science Photo Library)
Der Markt für Animationsfilme wächst laut Tania Reichert-Facilides auch in Deutschland. (imago/ Science Photo Library)

Beim Animationsfilm sind auch europäische Produktionen immer erfolgreicher, sagt die Geschäftsführerin von Animation Germany, Tania Reichert-Facilides. Sie stellte die deutsche Branche beim "Annecy Festival 2018" erstmals mit einem Trailer vor.

Im Rahmen des größten europäischen Animationsfilmfestivals "Annecy Festival 2018" hat die Initiative Animation Germany erstmals die deutsche Branche mit einem Trailer präsentiert, der die Vielfalt der Produktionen zeigt. Anders als der Markt für Kinofilme wächst der Animationszweig und die Geschäftsführerin von Animation Germany, Tania Reichert-Facilides, erklärt diesen Erfolg im Deutschlandfunk Kultur so: "Die Animation eignet sich besonders gut, um auf die Veränderung der Mediendistribution einzugehen."

In der Unterhaltung werde die Welt immer internationaler und Animation funktioniere sehr leicht über Ländergrenzen hinweg. Deshalb gebe es dort ein höheres internationales Auswertungspotential. Schauspieler-Filme hätten es da schwerer, wenn sie nicht auf Hollywood kämen. "Die Animation entspricht sehr der Entwicklung und Distribution von Plattformen wie Netflix, die eben auch internationaler agieren."

Erfolge aus Deutschland sind möglich

Es sei immer noch so, dass in den USA für einen Animationsfilm mindestens das zehnfache Budget zur Verfügung stehe, sagte Reichert-Facilides. Aber auch in Europa werde nachgeholt, wobei es sich fast immer um Koproduktionen handele. Ein Film wie "Überflieger" habe sich weltweit verkauft, komme aber aus Deutschland. Weitere Beispielen seien "Oops! Die Arche ist weg" oder "Luis und die Aliens". Das sei eine positive Entwicklung, die zeige, was für eine Wirtschaftskraft der Animationsfilm habe.  

Lob für volumetrisches Studio in Babelsberg 

Reichert-Facilides lobte auch die technische Infrastruktur in Deutschland, die im Ausland geschätzt werde. Sie hoffe, dass auch das erste volumetrische Studio auf dem Studiogelände in Babelsberg weiter dazu beitrage und lobte das Projekt. Mit Hilfe von 32 Kameras auf einer 360-Grad-Rotunde können Schauspieler oder Objekte dort dreidimensional und lebensecht eingescannt werden. Ihre Hologramme können für 3-D-Filme und für virtuelle Realitäten verwendet werden. "Es ist als Aushängeschild toll", sagte Reichert-Facilides. Es entspreche auch dem deutschen Selbstverständnis. Das Studio werde auch Strukturförderung und Finanzierungsmittel brauchen, wenn es Kinofilme produzieren und international mitmischen soll.   

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