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Konzert / Archiv | Beitrag vom 05.04.2018

Andrei Ioniţă beim MDR SinfonieorchesterSchostakowitsch gewichtig

Aufzeichnung aus dem Gewandhaus zu Leipzig

(ORF/ Marco Borrelli)
Der Cellist Andrei Ioniţă, hier als Solist beim ORF Radio-Symphonieorchester Wien (ORF/ Marco Borrelli)

Schostakowitsch pur bot das MDR Sinfonieorchester mit zwei illustren Gästen - der 24 Jahre alte Cellist Andrei Ioniţă spielte das erste Cellokonzert, Dmitry Liss dirigierte die zehnte Sinfonie.

Ungebrochen ist die Attraktivität der Musik dieses Komponisten - auch die ganz junge Generation fühlt sich der existentiellen Kraft und ehrlichen Verzagtheit der Werke von Dmitrij Schostakowitsch verbunden. Der vielfach ausgezeichnete junge Cellist Andrei Ioniţă (vor 24 Jahren in Bukarest geboren, seit vielen Jahren in Berlin wohnhaft, wo er sein Spiel im Meister-Studium bei Jens-Peter Maintz vervollkommnet) spielt mit klarem Bewusstsein für die Hinter- und Abgründe dieser Musik das erste Cellokonzert von Schostakowitsch. Am Palmsonntag war er im Leipziger Gewandhaus beim MDR Sinfonieorchester zu Gast.

Das Rundfunkorchester der sächsischen Musikmetropole hatte sich einen bestens geschulten Dirigenten für ein reines Schostakowitsch-Programm eingeladen - den 58 Jahre alten Dmitry Liss. Er wurde unter anderem als Assistent von Dmitrij Kitajenko ausgebildet und hat sich seit 1995 der kulturellen Arbeit an der Kontinentalgrenze Russlands gewidmet, nämlich als Chefdirigent beim Ural Sinfonieorchester in Jekaterinburg in der Region Swerdlowsk. Dieses Orchester hat einen hervorragenden Ruf und geht unter Leitung von Dmitry Liss auch regelmäßig international auf Tournee.

Gewandhaus zu Leipzig
Aufzeichnung vom 25. März 2018

Dmitrij Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107
Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

Andrei Ioniţă, Violoncello
MDR Sinfonieorchester
Leitung: Dmitry Liss

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