Feature, vom 10.11.2012, 18:05 Uhr

Am tiefsten ist die Haut

Schrecken und Schönheit einer Oberfläche (Ursendung)
Von Andra Joeckle

Die Haut ist tief? Das Tiefste im Menschen überhaupt? Was steckt hinter der rätselhaften Wahrheit des Philosophen Paul Valéry? Die Haut verrät, was tief im Menschen los ist: In Organen, Herz und Kopf. Sie gibt seinen Lebenswandel preis.

Innenseite einer Hand (Stock.XCHNG - Joao Critis)
Innenseite einer Hand (Stock.XCHNG - Joao Critis)

Gedanklich tief ist sie als Paradox: Sie enthüllt und umhüllt, ist dünn und hornhautdick, verletzlich und elastisch. Gestreichelt erzeugt sie eines der tiefsten Gefühle: Liebe. Kuschelpartygänger streicheln das Liebeshormon Oxytocin frei.

Aber so faszinierend fähig die Haut ist, so viel erkrankt sie auch. Und wer in seiner Haut steckt, steckt fest, weiß der Volksmund so schön, so traurig, so falsch: Haut lässt sich heutzutage züchten.

Regie: Christine Nagel
Produktion: DKultur 2012
Länge: 54"30

Audio-Ausschnitt: "Am tiefsten ist die Haut"

Andra Joeckle, geboren 1967 in Freiburg i.Br., lebt als Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin. Zuletzt: 'Eine Stadtschreiberin ist interessanter als eine Bohrmaschine' (DKultur 2011).

 

Audio Links:

Audio-Ausschnitt: "Am tiefsten ist die Haut"

 

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