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Fazit / Archiv | Beitrag vom 18.02.2013

Alter Rittersaal in neuem Glanz

Nach 300 Jahren wird der Riesensaal des Residenzschlosses wiedereröffnet

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Blick in die Rüstkammer in Dresden im wiedererstandenen Riesensaal des Residenzschlosses
Blick in die Rüstkammer in Dresden im wiedererstandenen Riesensaal des Residenzschlosses

Im fast 60 Meter langen Riesensaal im Dresdner Residenzschloss tanzte vor 300 Jahren der Adel und speiste an langen Tafeln bei rauschenden Festen. Dann aber kam August III. und machte aus Raum viele kleine Gemächer. Die sind jetzt in sieben Jahren Restaurierung wieder entfernt worden - morgen wird der Riesensaal als solcher wiedereröffnet.

Dass August III. den Saal aufgeteilt hatte, gehe auf dessen Frau zurück, sagt Dirk Syndram, Direktor der Rüstkammer, die sich nun in dem Saal befindet:

"Er hatte vor allem eine sehr katholische Frau, eine Erzherzogin von Österreich, geheiratet. Und die brauchte unbedingt neben ihren Wohngemächern, die gleich neben dem Riesensaal angeordnet waren, eine Kapelle. Also musste erst mal die Kapelle rein."

Hinzu kam, dass das Paar zwölf Kinder hatte, "und die mussten alle untergebracht werden", erläutert Syndram. Schweren Herzens habe man sich daher entschlossen, den großen Riesensaal in kleinere Appartments umzubauen.

Der Wunsch nach einer Rekonstruktion dieses Raumes bestehe schon seit Jahrzehnten. "Man wünschte sich ein bisschen dieses alte Dresden der Zeit vor 1700 wieder zurück", so Syndram. Der frühbarocke Saal sei mit vielen Gemälden von der Stadt Dresden ausgeschmückt gewesen, die allerdings nicht mehr freigelegt werden konnten:

"Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es dort nur noch ein großes Loch; keine Gemälde mehr, keine Wand mehr – nichts war mehr da."

Die "fürstliche Pracht" werde nun mit Harnischen und Turnierwaffen dargestellt, die von nun am im Riesensaal ausgestellt werden.

Sie können das vollständige Gespräch mit Dirk Syndram mindestens bis zum 18.07.2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören. MP3-Audio

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