Alte Musik 

Gilles BinchoisDer Vater der Fröhlichkeit

Gemälde von Gilles Binchois, (ca. 1400 20. September 1460). Binchois war einer der berühmtesten Komponisten des frühen 15. Jahrhunderts. Jahrhunderts. Seine Werke wurden häufiger zitiert, entlehnt und als Quellenmaterial verwendet, als die jedes anderen Komponisten seiner Zeit. (imago images / United Archives International)

Er war einer der großen franko-flämischen Komponisten der Renaissance. Seine weltlichen Chansons waren so frech und anziehend, dass er als "Vater der Fröhlichkeit" bezeichnet wurde. Doch auch seine kirchlichen Werke waren vielfältig und eine Entdeckung wert.

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Komponisten Gottlieb Muffat und Georg Friedrich HändelMusikalische Fernbeziehung

Eine Weltkarte aus Notationszeichen. (mago images / Shotshop)

Muffat und Händel waren über 1500 km voneinander getrennt, dabei musikalisch so nah. Was der eine komponierte, griff sich der andere für eigene Projekte. Obwohl sie einander nie begegneten, entstand auf Distanz eine ganz eigene Werkverquickung.

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Juliane Laake: Musik von William Young für Viola da gambaWelten auf sieben Saiten

Die Musikerin steht in Abendkleidung und offenem schwarzen, langem Haar mit ihrem Instrument vor rotem Hintergrund und schaut in die Kamera. (Juliane Laake / Juliane Menzel)

William Young gehörte 1650 zu den berühmtesten Virtuosen. Der Engländer hatte die Gambe auf dem europäischen Festland mit seinem Spiel beliebt gemacht. Juliane Laake, Könnerin des celloartigen Instrumentes mit sieben Saiten, stellt ihn und seine Werke vor.

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Martin Luther: sein Weihnachtschoral "Gelobet seist du, Jesu Christ"Ein neues Lied

Eine idealisierte Zeichnung zeigt Luther im Kreise seiner Familie vor einem großen Weihnachtsbaum voller Kerzen. (imago images / agefotostock)

Ein großes Anliegen des Reformators Martin Luther bestand darin, den Gottesdienst mit deutschsprachigen Gesängen zu bereichern. Auch in der Weihnachtszeit brauchte es passende Gesänge. Und so schrieb er auch "Gelobet seist du, Jesu Christ".

Universum JSB (24) - Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian BachFrohlocket - Der schönste Klau der Musikgeschichte

Mitglieder des Thomanerchores stehen in der Altarnische der Thomaskirche und singen mit Inbrunst. (picture alliance / ZB / Waltraud Grubitzsch)

Leipzig, Weihnachten 1734. Johann Sebastian Bach komponierte sein weltberühmtes Weihnachtsoratorium. Dabei kopierte Bach sich selbst: er klaubte aus drei prächtigen Huldigungsmusiken große Ausschnitte zusammen, textete neu und kreierte so ein Meisterwerk.

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Concerto Criminale: Herzog Vincenzo Gonzaga I. von MantuaDer mit dem Degen spricht - der Arbeitgeber von Monteverdi

Großaufnahme eines verzierten Griffes einer historischen Schnittwaffe. (imago images / Eibner-Pressefoto / Deutzmann)

22 Jahre wirkte Claudio Monteverdi am Hof von Mantua unter dem skrupellosen Herzog Vincenzo Gonzaga I. Der soll seinen verhassten Musik- und Hauslehrer Critchton ermordet haben. So ist es sicher kein Zufall, dass Monteverdi 1608 vorzeitig um Entlassung bat.

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Vielfalt und Verwirrung der barocken Klang-RedeAuch die Musik kennt Dialekte

Auf einem Gemälde von Bartholomeus van der Helst um 1668 ist ein Mann vor Seekulisse zu sehen, der mit einem Zeigefinger auf sein Ohr weist. (imago images / Everett Collection / HISL042 EC260)

In dieser Sendung wird aufgeblättert, wie sich der Sprachraum, in dem sich ein Komponist bewegte, auf sein "Taktgefühl" auswirkte. Vor allem in der Barockzeit gab es unzählige Dialekte. Und diese spiegeln sich in der Musik - eine Hör-Sprachreise in die Musik.

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Musik am Hof Maximilians I., des letzten Ritters Die reisende Kapelle

Gemälde eines Mannes, dessen schulterlanges, graues, gewelltes Haar unter einem großkrempeligen Hut fällt und mit einem wertvollen Mantel samt reichlichen Schmuckes trägt. (imago images / UIG / World History Archive )

Kaiser Maximilian I. gilt als letzte Ritter. Er war Förderer der Wissenschaften und der Künste, Humanist, prunkliebender Renaissance-Mensch. Und er unterhielt eine der glanzvollsten Hofkapellen seiner Zeit, die seinen Ruhm durch ihre Kunst mehrten.

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François Couperin: Entstehung der "Einschiffung nach Kythira" für TasteninstrumenteZarte Klänge für eine Liebesinsel

Altertümliche Skulptur im National Museum in Athen, die eine nakte Venus, einen kleinen beflügelten Knaben und einen gehörnten Satyr zeigt. (imago images / United Archives International / Topfoto)

Am Anfang stand ein Lustspiel, das den Maler Jean-Antoine Watteau animierte, um 1715 drei Bilder zum Liebessujet um die Insel Kythira, die Insel der Aphrodite zu malen. Diese wiederum inspirierten den Komponisten François Couperin zu zarten Klängen.

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Universum JSB (23) - Den Virtuosenruhm in Leipzig erneuern"Clavier-Übungen"- nichts für Anfänger, nur für Könner

Auszug aus einer idealisierten Illustration, auf der Bach mit Perücke am Cembalo spielend zu sehen ist. (imago images / United Archives)

Um seinen Ruhm als Tastenmeister zu festigen, veröffentlichte Johann Sebastian Bach 1731 sein Opus Eins: den ersten Teil seiner "Clavier-Übungen". Darin 6 Partiten mit französischen Tanzsätzen, die sich aber nur an Virtuosen richteten, so wie er einer war.

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Barocker Kapellmeister Philipp Heinrich Erlebach in RudolstadtEin Ostfriese in Thüringen

Ein gelber Barockbau mit Turm in den Hügeln von Thüringen über eine Wiese hinweg betrachtet. (imago images / Steve Bauerschmidt)

Geboren in Ostfriesland, gelangte Philipp Heinrich Erlebach bereits als junger Mann an den Hof des Grafen von Schwarzburg-Rudolstadt. Er blieb ein Leben lang und komponierte festlich-feierliche Werke - besondere Barock-Juwelen.

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Orientstimmung bei Francois CouperinSonate "La Sultane"

Eine junge Frau in orientalischem Gewand sitzt stickend einer andenen Frau auf großen Kissen gegenüber.  (imago images / United Archives)

Woher dieser Titel "La Sultane"? Vielleicht zielt es auf die "schwüle Stimmung" dieser Musik ab, die sich wie ein Gespinst aus Verzierungsketten ins Ohr webt? Ist das musikalische Verführung und damit die Stimmung des Serail?

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Kaspar Förster, ein barockes "Wunder aller Bassisten"Musikalischer Kosmopolit aus Danzig

Blick auf das Hafengelände mit historischem Kran und alten Häusern, die sich allesam im Wasser spiegeln. (imago images / Panthermedia / Ale Anton)

Kaspar Förster, 1616 in Danzig geboren, war ein Erfolgsmensch: Mit 16 Jahren kam er seiner schönen Stimme wegen an den Warschauer Königshof, wo ihn der Kapellmeister Marco Scacchi unterrichtete. Sein Talent zeigte sich auch in seinen Kompositionen.

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Galuppi & GoldoniDie Geburt der modernen Opera buffa

Figuren der Commedia dell arte haben sich in ihren typischen Kostümen und mit ihren Masken zu einem Tanz zusammen gefunden. (imago images / Photo12 / Ann Ronan Picture Library / ARP17A06360)

Anfang 1749 trafen sich in Venedig zwei Legenden zu einer Arbeitsbesprechung – der erfolgreiche Opernkomponist Baldassare Galuppi und der beliebte Komödiendichter Carlo Goldoni. Gemeinsam stellen sie die komische Oper neu auf - mit durchschlagendem Erfolg.

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Girolamo Frescobaldi und seine Freunde Einheit von Architektur und Musik im barocken Rom

Blick in eine oval gestaltete Kuppel einer barocken Kirche. (imago images / imagebroker)

Girolamo Frescobaldi galt als bester Organist um 1600. Europäische Musiker pilgerten zu ihm, da er mit bis dahin unbekannten Affekten arbeitete. Seine Werke fügen sich als musikalische Begleitung der neuen Bauten in Rom ein - ein barockes Gesamtkonzept.

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Monteverdis Madrigal-Revolution Immer Ärger mit den Alten

Der Komponsit auf einem Gemälde von 1620 von Domenico Fetti. An seinen hageren Gesichtszügen mit Bart ist zu sehen, dass Monteverdi unermüdlich arbeitete. (imago images / United Archives International)

Claudio Monteverdi startete im 16. Jahrhundert seine musikalische Karriere mit traditionellen Madrigalen. Aber schließlich brach er mit den Regeln, was Kritiker auf den Plan rief - und jede Menge Fans, auch Jahrhunderte später.

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Universum JSB (22) – Johann Sebastian Bach und das Collegium musicumCoffee und Kantaten

Eier mit handgemalten Portraits von Johann Sebastian Bach und des Liessgen aus der Kaffekantate, die eine Kaffeetasse vornehm vor sich hält. (imago images / Eckehard Schulz)

Leipzig um 1730: Bach ist ein Musikstar. Er bespielt die beiden Hauptkirchen der Stadt mit frommen Kantaten. Nach dem Kirchendienst wechselt er ins Kaffeehaus, zu den Bühnen, auf denen er mit seinem Ensemble Collegium Musicum die Stadt amüsiert.

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Walther von der Vogelweide: Minnesänger und kritischer Geist "Ich saz ûf eime steine"

Die Zeichnung zeigt einen Mann mit langem blauen Mantel, der auf einem Stein sitzend sinniert, neben ihm ein Schwert in die Erde gerammt. (imago images / Leemage)

Walther von der Vogelweide gilt heute als der bedeutendste deutschsprachige Dichter des Mittelalters. Berühmt seine Minnelieder, in der die Spielformen der Liebe auskostet. Wechselte er aber das Fach Richtung Politik, konnte er sehr unbequem dichten.

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Faustina Bordoni - Ein europäisches KünstlerinnenlebenDie Lieblingssängerin Händels

Eine Figurengruppe aus Porzellan zeigt eine barock gekleidete Frau neben einem Flügel sitzend, das Instrument wird von einem Fuchs gespielt. (imago images / Artokoloro)

Faustina Bordoni war eine der größten Sängerinnen ihrer Zeit. In London komponierte Händel Rollen auf ihre geläufige Stimme. Als Ehegattin des Starkomponisten Hasse sang sie weiter. Gemeinsam glänzten sie auf italienischen Bühnen und am Dresdner Hof.

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Ein Concerto CriminaleDer kopflose Joseph Haydn

Ein Mann mit struppiger Frisur hält den Schädel des Komponisten über einen Sarg, in dem die restlichen Gebeine lagern. Der Mann ist von vielen Menschen und Reportern umringt. (Getty Images / Bettmann)

Im Oktober 1820 ließ Fürst Esterházy den Leichnam Joseph Haydns exhumieren, um die vom Komponisten gewünschte Beisetzung in Eisenstadt zu vollziehen. Doch Haydns Kopf fehlte. Wie der verschwand und erst viel später wieder auftauchte, ist ein echter Krimi.

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Der Komponist Carlo Gesualdo - Anarchia cromatica Komponist mit blutigen Händen

Ein Stich zeigt drei Gesichtszüge eines Mannes unterschiedlichen Alters. (Getty Image / DeAgostini)

Das Leben Carlo Gesualdos kreiste in tragischer Weise um Liebe und Leidenschaft, Gewalt, Schmerz und Tod. Er ist wohl der einzige Komponist, der seine Berühmtheit nicht zuletzt auch dem Mord an seiner Ehefrau und deren Liebhaber 1590 zu verdanken hat.

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Die Psalmensammlung des Kaufmanns Burckhard Großman16 Mal Gott gedankt

Etliche Kerzen brennen bei leichter Zugluft in einer Kirche. (imago images / Peter Langer)

Der Grund, warum der Kaufmann Großman insgesamt 16 Komponisten mit der Vertonung des 116. Psalms, dem Dank für Errettung, beauftragte, liegt im Dunkel der Geschichte. Seine Sammlung ließ er opulent drucken - darunter auch die Vertonung von Heinrich Schütz.

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Archiv / Alte Musik 

Opella Musica mit KantatenwerkenWiederentdeckung: Johann Kuhnau

Eine historische Abbildung der Thomaskirche in einer graphischen Bearbeitung, bei der die Dächer der Kirche und der umstehenden Häuser rot markiert sind. (cpo / Graphik deutschlandradio)

Johann Kuhnau war Thomaskantor, bevor Johann Sebastian Bach das Amt in seiner Nachfolge antrat. Die Fußstapfen waren groß: er galt als hervorragender Komponist und blitzgescheiter Universalgelehrter. Seine Werke stellt die Opella Musica vor.

Georg Philipp Telemann Hoffnungsfrohe Kantaten

Auf einer Graphik, die historische Musikinstrumente zeigt, liegt eine CD mit großem Engel auf dem Cover. (deutsche harmonia mundi / Graphik deutschlandradio)

Georg Philipp Telemann war musikalischer Autodidakt. Sein Erfolg strahlte über ganz Europa. Heute stellen wir zwei seiner barocken Kantaten mit dem Bariton Klaus Mertens und dem Ensemble L’Arpa festante vor.

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