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Samstag, 07.12.2019
 
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Alte Musik

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11.12.2019, 21:30 Uhr Alte Musik
Die verkaufte Braut
Margarete von Österreich als Förderin der Musik am Hof von Mecheln
Von Georg Beck
Margarete von Österreich (1480- 1530), Tochter des späteren Kaisers Maximilian I., ist eine der prominentesten verkauften Bräute europäischer Machtpolitik. Dreimal wird sie als Heiratsobjekt zwangsvermählt. Zuerst als Dreijährige dem dreizehnjährigen Karl VIII. von Frankreich angetraut, der sie verstößt. Daraufhin verschachert sie der Vater nach Spanien. Doch Juan, der einzige Sohn von Isabella und Ferdinand, stirbt noch im Hochzeitsjahr. Eine gemeinsame Tochter lebt nur wenige Tage, die Mutter schwebt lange zwischen Leben und Tod. Als auch die dritte Zweckheirat wieder mit dem Tod des Ehemannes, Herzog Philibert II. von Savoyen, endet, will sich Margarete aus dem offenen Fenster in den Burggraben stürzen. Der Selbstmordversuch wird vereitelt, doch lehnt sie nun jede weiteren Angebote ab, wird religiös und widmet sich ab 1507 bis zu ihrem Tod als erfolgreiche Regentin am flandrischen Hof von Mecheln vor allem den schönen Künsten. In der Musik ihres Hofkomponisten Pierre de la Rue und in den Chansons von Josquin des Prez hört sie ihre Melancholie, in der Klage der Selbstmörderin Dido aus Vergils ‚Aeneis‘ ihr eigenes Schicksal.
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