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Literatur / Archiv | Beitrag vom 19.05.2009

"Alles andere als kein Held"

Die Wiederentdeckung des Schriftstellers Rudolf Lorenzen

Von Markus Metz und Georg Seeßlen

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Füllfederhalter auf Notizblock (Stock.XCHNG / Christy Thompson)
Füllfederhalter auf Notizblock (Stock.XCHNG / Christy Thompson)

Im Jahr 1959, als Heinrich Bölls "Billard um halb zehn" und Günter Grass' "Die Blechtrommel" erschienen, lag auch der Erstlingsroman "Alles andere als ein Held" in den Schaufenstern der Buchhandlungen.

Autor Rudolf Lorenzen erzählt darin atmosphärisch genau und in hinterhältig harmlosem Ton, wie ein Schiffsmaklerlehrling mit einer Strategie von passiver Verweigerung Nationalsozialismus und Krieg übersteht. Ein weitgehend autobiographischer Roman, doch über Durchschnittsdeutsche und Opportunisten wollte damals niemand etwas lesen.

Mit seinem nüchternen und ironischen Blick auf seine Zeit und sich selbst ist Rudolf Lorenzen im deutschen Literaturbetrieb ein Außenseiter geblieben. Dabei schrieb der Publizist Sebastian Haffner 1965: "Ich bin gar nicht sicher, ob 'Alles andere als ein Held' nicht der beste Roman irgendeines heute lebenden deutsch schreibenden Autors ist".

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