Seit 13:05 Uhr Bücherherbst 2019

Samstag, 19.10.2019
 
Seit 13:05 Uhr Bücherherbst 2019

Literatur / Archiv | Beitrag vom 19.05.2009

"Alles andere als kein Held"

Die Wiederentdeckung des Schriftstellers Rudolf Lorenzen

Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Podcast abonnieren
Füllfederhalter auf Notizblock (Stock.XCHNG / Christy Thompson)
Füllfederhalter auf Notizblock (Stock.XCHNG / Christy Thompson)

Im Jahr 1959, als Heinrich Bölls "Billard um halb zehn" und Günter Grass' "Die Blechtrommel" erschienen, lag auch der Erstlingsroman "Alles andere als ein Held" in den Schaufenstern der Buchhandlungen.

Autor Rudolf Lorenzen erzählt darin atmosphärisch genau und in hinterhältig harmlosem Ton, wie ein Schiffsmaklerlehrling mit einer Strategie von passiver Verweigerung Nationalsozialismus und Krieg übersteht. Ein weitgehend autobiographischer Roman, doch über Durchschnittsdeutsche und Opportunisten wollte damals niemand etwas lesen.

Mit seinem nüchternen und ironischen Blick auf seine Zeit und sich selbst ist Rudolf Lorenzen im deutschen Literaturbetrieb ein Außenseiter geblieben. Dabei schrieb der Publizist Sebastian Haffner 1965: "Ich bin gar nicht sicher, ob 'Alles andere als ein Held' nicht der beste Roman irgendeines heute lebenden deutsch schreibenden Autors ist".

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Literatur

Buchmessen-Gastland NorwegenVom Fjord an die Spree
Ein Portrait des norwegischen Autors Jostein Gaarder. (picture alliance / NTB Scanpix / Lise Åserud )

"Der Traum in uns" steht als Motto über dem Auftritt Norwegens als Gastland der Frankfurter Buchmesse. Von was träumen die Skandinavier? Von der Finanzkrise en miniature, vom Tod und von den Grenzen Russlands. Drei Autorengespräche.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur