Feature, vom 23.01.2021, 18:05 Uhr

Alleinsein als wachsende BelastungEinsamkeit: Leben mit einem Stigma

Eine Frau steht alleine vor einem See, mit dem Rücken zur Kamera. (EyeEm / Nathan Francis Tee)
Einsame erleben ihr Dasein oft als Stigma. (EyeEm / Nathan Francis Tee)

Neben Individualisierung und Digitalisierung führen in den westlichen Gesellschaften steigende Arbeitsbelastung, das Alleinerziehen von Kindern, Alter und Armut zur Vereinzelung. Die Einsamen erleben ihr Dasein als Stigma und täuschen aus Scham vor, sozial integriert zu sein. Nicht nur in Deutschland.

Großbritannien reagierte auf die Entwicklungen mit der Einsetzung einer Ministerin für Einsamkeit und der Gründung der Aktionsgruppe Einsamkeit. In Deutschland wird bislang eher auf Initiativen auf kommunaler Ebene gesetzt. Doch selbst wenn das Problem inzwischen erkannt ist, bleibt eine Umkehr dieser gesellschaftlichen Tendenz schwierig. Die aktuelle Corona-Pandemie verstärkt die Einsamkeit zwar, könnte aber auch eine Chance sein, die Einsamen von ihrem Stigma zu befreien.


Einsamkeit: Leben mit einem Stigma
Von Egon Koch
Regie: Matthias Kapohl
Mit: Lou Strenger, Andreas Laurenz Meier, Sigrid Burkholder und Markus Bachmann
Ton: Gerd Nesgen
Produktion: WDR 2020
Länge: 53'


Egon Koch, geboren 1955 in Bühl/Baden, schreibt Romane, Hörspiele und macht Radiofeatures. Seine Sendungen wurden auf mehreren Festivals aufgeführt. 2013 erhielt er den RIAS Radiopreis für "Im Kampf gegen die Öl-Lobby" (WDR 2012), 2015 den Diakonie Journalistenpreis für "Der brennt! Das Fanal des Kaveh Yazdani" (WDR 2015) und den Karibik Journalistenpreis für "Voodoo der Rückkehr" (SWR 2015). Zuletzt: "Wo geht’s lang? Vom Orientieren und Verirren" (SWR 2020).

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