In Concert 30.11.2020

Alex Miksch beim Festival Glatt&Verkehrt 2020Eine Song-Hommage an die Stadt KremsModeration: Holger Beythien

(©Sascha Osaka; osaka.at)Alex Niksch (Mitte) und Band beim Festivalauftritt in Krems (©Sascha Osaka; osaka.at)

Das wegen der Corona-Pandemie auf fünf Konzerte reduzierte Festival fand seinen Abschluss mit einer Premiere: der österreichische Singer/Songwriter und Bluesmusiker widmete seiner Geburtsstadt Krems das Liederprogramm "Mit ana Toschn voi Krems".

"Mit ana Toschn voi Krems" war Alex Miksch nach Krems gekommen. In jene Stadt, in der er aufgewachsen ist und die ihn, heute in Wien lebend, nie mehr losgelassen hat und die er nun mit neuen Liedern würdigt. Und es wären nicht Songs von Alex Miksch, wenn es "reine" Bluessongs wären. Er bedient sich vielmehr verschiedener Formen von Liedern und macht es seinem Publikum nicht immer leicht, sich ihnen zu nähern. Melodienseeligkeit ist seine Sache nicht, und die hörbare Nähe des Musikers zu Tom Waits kein Zufall: Mit einem Tom Waits-Programm hat sich Alex Miksch in Österreich einen guten Namen gemacht und wurde von der Presse gar "Tom Waits von Wien" genannt. 

Zwischen Obertongesang und Blues

Sechs Alben hat Alex Miksch bislang veröffentlicht - sein aktuelles heißt "Nur a Opfe" (Nur ein Apfel). Darauf kommt auch die Liebe des Musikers zu Zirkus- und Balkanmusik zum Tragen, und letztlich zeigt auch die Zusammenarbeit mit Akkordeon-Legende Otto Lechner die anhaltende Neugier auf neue Sounds und Einflüsse. Schon deswegen wäre eine ausschließliche Fixierung seiner Musik auf den Blues völlig unzureichend. Miksch käme zwar vom "autodidaktischen Blues und Rock’n’Roll", wie er einmal sagte, aber er stellt sich eben auch ganz anderen musikalischen Einflüssen - bis hin zu Obertongesang, Jazz, Folk und Elementen klassischer Musik.

Ein musikalischer Kosmos, den er mit seiner Band vor allem live bis zur Ekstase auszuleben versteht, was man bei dem launigen Premierenkonzert in Krems am 26.07.2020 gut nachhören kann.

Alex Miksch - Gesang, Gitarre
Anna Anderluh - Gesang, Autoharp
Jelena Popržan - Gesang, Bratsche
Philipp Moosbrugger - Bass
David Schweighart - Schlagzeug

Aufzeichnung vom 26.07.2020

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