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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 11.10.2016

Aldi, Edeka, Lidl und ReweWie Supermärkte die Lebensmittelbranche aufmischen

Moderation: Gerhard Schröder

EDEKA Filiale in Essen.  (picture alliance / dpa / Revierfoto)
Die Nummer eins im deutschen Lebensmittelhandel: Edeka (picture alliance / dpa / Revierfoto)

Es sind vier große Supermarktketten, die die Lebensmittelbranche in Deutschland kontrollieren: Aldi, Edeka, Lidl und Rewe. Sie diktieren Herstellern und Kunden ihre Regeln, und auch der Konkurrenzkampf untereinander wird mit harten Bandagen geführt.

Die Großen Vier
Der Aufstieg von Aldi, Edeka, Lidl und Rewe

Von Jörg Marksteiner

Der Lebensmittelmarkt in Deutschland ist stark konzentriert: 85 Prozent des Umsatzes fließen in die Kassen von Aldi, Edeka, Lidl und Rewe. Seit 2006 ist Edeka – gemessen am Umsatz - die Nummer eins im deutschen Lebensmittelhandel. Der Sprung an die Spitze gelang mit Großübernahmen. Zuerst gab es noch den Segen des Kartellamts. Mittlerweile sieht es das etwas anders, doch Edekas Macht wird trotzdem weiter wachsen. Direkt dahinter kommen Aldi und Lidl: Sie sind mit einer aggressiven Niedrigpreisstrategie erfolgreich - so sehr wie nirgendwo sonst in Europa. 

Nur billig reicht nicht
Warum Aldi und Lidl jetzt auch schick sein wollen

Von Michael Watzke

"Die Regale haben sich geändert. Niedriger. Alles ist edler geworden. Die Gegenstände sind jetzt nicht mehr in so Schachteln wie bisher. Die Gänge sind breiter. Kundenfreundlicher. Nur das Personal ist das gleiche."

Aldi und Lidl machen jetzt auf edel, nur billig reicht ihnen nicht mehr. Denn wer im hart umkämpften Discounter-Markt noch Marktanteile dazu gewinnen will, muss mehr bieten als niedrige Preise. Denn die Kunden in Deutschland sind anspruchsvoller geworden – auch am unteren Ende der Einkommensklassen. 

Bauernopfer
Wie die großen Supermarktketten den Milchpreis drücken

Von Alexandra Gerlach 

Landwirt Marko Schlunke ist einer von 72.000 Milchbauern in Deutschland. Er verkauft seine Milch an Großmolkerei Sachsenmilch Müller, die zur Müller-Gruppe gehört, und er sagt:

"Wir haben da überhaupt keinen Handlungsspielraum, mit unserem Abnehmer zu verhandeln."

27 Cent bekomme er pro Liter, doch wie sich der Preis zusammensetzt, dazu will Sachsenmilch nichts sagen. Dabei sind sowohl Landwirte, als auch die Molkereien von ihren Abnehmern abhängig, den großen Lebensmittelketten. Und die drücken kräftig auf die Preise - im Namen der Kunden. 

(inh)

Mehr zum Thema

Zukunft des Handels - Beim Shoppen zählt das Erlebnis
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 07.10.2016)

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(Deutschlandradio Kultur, Länderreport, 01.09.2016)

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