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Kulturnachrichten

Samstag, 21. November 2020

Alan Rickmans Tagebücher erscheinen als Buch

Die Tagesbücher des verstorbenen britischen Schauspielers Alan Rickman sollen 2022 als Buch erscheinen, wie der "Guardian" berichtet. Rickman hatte mehr als 25 Jahre lang Tagebücher geschrieben mit der Absicht, dass diese veröffentlicht werden. Aus den 27 handgeschriebenen Bänden soll nun ein Buch entstehen. Der Brite war unter anderem aus Filmen wie "Die Hard", "Robin Hood" und "Harry Potter" bekannt. Nach Angaben der Verleger schrieb Rickman in den Tagebüchern über sein Leben als Schauspieler, brachte aber auch Theaterkritiken und Anekdoten vom Set der "Harry Potter"-Filme zu Papier. 2016 starb er mit 69 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Deutscher Theaterpreis "Der Faust" verliehen

Zum 15. Mal wurde am Abend der deutsche Theaterpreis "Der Faust" verliehen. Regie für die diesjährige Online-Veranstaltung führte das Staatstheater Hannover. Mit der Auszeichnung werden herausragende künstlerische Leistungen in acht Kategorien geehrt. Die Regisseurin Ewelina Marciniak erhielt den Theaterpreis für ihre Umsetzung von "Der Boxer" am Thalia Theater Hamburg. An Martin G. Berger ging er für seine Inszenierung der "Ariadne auf Naxos" am Deutschen Nationaltheater Weimar (Regie Musiktheater). In der Kategorie Tanz wurde der Choreograph William Forsythe für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Weitere Preisträger waren: Astrid Meyerfeldt, Schauspiel Köln (Darstellerin/Darsteller Schauspiel); Patrick Zielke, Theater Bremen (Sängerdarstellerin/Sängerdarsteller); Bryan Arias, Hessisches Staatsballett (Choreografie); Lucy Wilke und Pawel Dudus, Tanztendenz München e.V. / Schwere Reiter (Darstellerin/Darsteller Tanz); Antje Pfundtner, Junges Theater Bremen MOKS (Regie Kinder- und Jugendtheater); Markus Selg und Rodrik Biersteker, Volksbühne Berlin (Bühne/Kostüm). Der "Faust"-Theaterpreis wird von der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und dem Deutschen Bühnenverein in Köln vergeben.

Neue bedeutende Teilskelette in Pompeji entdeckt

In der antiken römischen Stadt Pompeji sind die Teilskelette von zwei Männern gefunden worden. Bei ihnen handele es sich vermutlich um einen reichen Mann und seinen Sklaven, die vor dem Ausbruch des Vesuv vor knapp 2000 Jahren geflohen seien, teilte die archäologische Stätte mit. Die Überreste wurden demnach bei Ausgrabungen einer Villa am Stadtrand von Pompeji entdeckt. In der gleichen Gegend war 2017 ein Stall mit den Überresten von drei Pferden gefunden worden. Die beiden Männer waren offenbar vor dem ersten Ascheregen im Jahr 79 nach Christus geflohen, dann einem heftigen Vulkanausbruch am darauffolgenden Tag zum Opfer gefallen. Archäologen vermuten anhand von Knochenuntersuchungen, dass es sich bei einem der Opfer um einen jungen Mann im Alter von 18 bis 25 Jahren handelt, der wie ein Sklave arbeitete. Der andere Mann sei wahrscheinlich etwa 30 bis 40 Jahre alt gewesen. Die Fachleute zeigten sich begeistert, wie viele Details, etwa zu der Kleidung, sie ermitteln konnten. Dies war möglich, weil die Skelette in Hohlräumen unter erstarrter Vulkan-Asche gelegen hätten.

Die "Berlinale" wird nicht verschoben

Das Filmfestival "Berlinale" wird nicht verschoben. Denn auch das Frühjahr sei coronabedingt unsicher. Das sagte die Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek im Deutschlandfunk Kultur. Auch eine Verschiebung auf Mai schloss sie aus: "Eine Positionierung nach Cannes wäre für die Berlinale keine Option, weil die gesamte Branche nach Cannes reisen würde und dann nicht nochmal zur Berlinale kommen würde." Sollte das Festival stattfinden können, werde man sich auf Kinovorführungen konzentrieren und keine Empfänge organisieren. Im Falle einer Absage könnten Bereiche des Filmfests wie etwa der Europäische Filmmarkt digital stattfinden. Auf jeden Fall, so Rissenbeek, bleibe die "Berlinale" - sollte sie tatsächlich stattfinden - ein Publikumsfestival und werde nicht auf die Fachwelt reduziert.

Carsten Brosda ist neuer Präsident des Bühnenvereins

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda ist neuer Präsident des Deutschen Bühnenvereins. Das hat der Bühnenverein in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Auf der teilweise digital stattfindenden Jahreshauptversammlung wurde die Wahl des 47-Jährigen verkündet. In den nächsten Jahren wolle Brosda ein stärkeres Bewusstsein für die gesellschaftliche Notwendigkeit von Theatern und Orchestern schaffen und sie vermehrt ins Zentrum kulturpolitischer Aufmerksamkeit rücken. „Kulturorte sind Orte der Sinnsuche und der Erkenntnis und deswegen gerade in Zeiten wie diesen wichtig für unsere freie, offene und demokratische Gesellschaft", sagte Carsten Brosda nach seiner Wahl. Brosda ist Senator für Kultur und Medien in Hamburg und folgt Ulrich Khuon auf den Posten, der nicht wieder für das Amt kandidierte.

New Yorker Gouverneur erhält Internationalen Emmy

Der Gouverneur des US-Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, erhält für seine einst täglichen TV-Briefings zum Coronavirus einen Internationalen Emmy. Dies teilte die International Academy of Television Arts & Sciences mit. Cuomo werde mit dem Founders Award der Akademie geehrt, weil er seine Ansprachen im Fernsehen dazu genutzt habe, um die Öffentlichkeit zu informieren und zu beruhigen, sagte der Präsident der Akademie. Der Preis wird an Personen oder Organisationen vergeben, die kulturelle Grenzen zum Wohl der Menschlichkeit überbrücken würden, hieß es. Vorherige Preisträger des Founders Award sind der frühere US-Vizepräsident Al Gore, die TV-Persönlichkeit Oprah Winfrey und Regisseur Steven Spielberg. Unter den Mitgliedern der Akademie sind Persönlichkeiten aus Medien und der Unterhaltungsbranche aus mehr als 60 Ländern und 500 Unternehmen. Der demokratische Politiker soll die Auszeichnung bei einer live übertragenen Show am Montag präsentiert bekommen.

Olaf Kröck als Intendant der Ruhrfestspiele verlängert

Der Dramaturg Olaf Kröck ist als Intendant der Ruhrfestspiele bis zum 31. Juli 2023 verlängert worden, wie das Internetportal "Nachtkritik.de" berichtet. Kröck, hatte die Leitung des traditionsreichen Festivals im August 2018 von Vorgänger Frank Hoffmann übernommen. Zuvor hatte er ein Jahr lang das Schauspielhaus Bochum interimistisch geleitet. In seiner ersten Spielzeit 2019 präsentierte Kröck unter dem Motto "Poesie und Politik" einen international ausgerichteten Spielplan mit rund 220 Veranstaltungen und Künstlerinnen und Künstlern aus 16 verschiedenen Ländern. Die 2020er Ausgabe des Festivals musste coronabedingt abgesagt werden. Die erneute Entscheidung für Olaf Kröck sei ein Zeichen der Kontinuität in höchst dynamischen Zeiten, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Ruhrfestspiele, Stefan Körzell.

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