Seit 15:05 Uhr Tonart

Donnerstag, 22.08.2019
 
Seit 15:05 Uhr Tonart

Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 21.02.2018

Afrikas größter Internet-MarktNigeria reizt ausländische Investoren

Alexander Göbel im Gespräch mit Andre Zantow

Beitrag hören Podcast abonnieren
Eine neu gebaute Straße vom Flughafen führt am 02.11.2012 ins Zentrum von Abuja in Nigeria. ( picture-alliance/ dpa / Michael Kappeler)
Nigeria - Blick auf die Hauptstadt Abuja ( picture-alliance/ dpa / Michael Kappeler)

Nigeria ist attraktiv. Millionen Dollar Risikokapital von Investoren fließen an junge IT-Unternehmer im Land. Der englischsprachige Markt mit 180 Millionen Einwohnern und den meisten Internetnutzern Afrikas lockt. Dabei fehlt es nicht nur am Strom.

Rund 367 Millionen US-Dollar Risikokapital flossen 2016 an afrikanische Start-ups. Mehr als 80 Prozent davon an drei Länder: Nigeria (30 Prozent), Südafrika (26 Prozent) und Kenia (25 Prozent). Diese Zahlen hat der US-Risikokapital-Analyst Partech Ventures vorgelegt. Ein deutliches Wachstum um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt, welche Position Nigeria unter den 55 afrikanischen Ländern einnimmt.

Die heimischen IT-Unternehmer kämpfen zwar weiterhin mit Wucherzinsen, Stromausfällen und teuren Mieten in Lagos und Abuja, schaffen es aber trotzdem verstärkt ausländische Investoren anzuziehen abseits von der Erdöl-Industrie. Das liegt auch an den "jungen, hungrigen Digital-Natives", erklärt Nordwestafrika-Korrespondent Alexander Göbel. Weitere Hintergründe im Interview.

"Man denkt bei Nigeria immer an Boko Haram, an Terror im Norden, aber das ist einfach die in Westafrika meistentwickelte Region, die man sich vorstellen kann. Das ist höchstens vergleichbar mit Südafrika. Wer den englischsprachigen Markt abschöpfen will, der kommt um Nigeria nicht herum."

Eine Karte Nigerias mit der Verteilung der Bevölkerung nach Religionen, herausgehoben der Teil des Landes, der von den Anschlägen Boko Harams besonders betroffen ist.  ; Hochformat 90 x 135 mm; Grafik: J. Reschke, Redaktion: A. Eickelkamp (dpa )Der grün markierte Landesteil ist mehrheitlich muslimisch geprägt, der lilafarbene christlich, der orangefarbene durch beide Religionsgruppen. Die rot-schraffierte Fläche im Nordosten ist von den Anschlägen Boko Harams besonders betroffen. (dpa )

Mehr zum Thema

Start-up-Paradies Kenia - Mit Laptop, Moral und Risikokapital
(Deutschlandfunk Kultur, Weltzeit, 21.02.2018)

Bildung in Nigeria - Der Schlüssel zum Glück
(Deutschlandfunk Kultur, Weltzeit, 02.10.2017)

Traumhochzeit in Lagos
(Deutschlandfunk Kultur, Weltzeit, 22.02.2006)

Weltzeit

DigitalisierungEstland setzt auf eine Zukunft ohne Papier
Blick in eine Ausstellungshalle, in der Schriftzeichen und Grafiken zu sehen sind. (picture alliance / AP Photo / David Keyton)

Estlands Regierung arbeitet papierlos. Bürger gehen ins Netz statt aufs Amt. Gewählt wird per Mausklick. Praktisch. Der Nachteil: Hacker können die Verwaltung lahm legen und Daten der Bürger ergattern. Ist der E-Staat wirklich ein Vorbild für Deutschland?Mehr

Zellulose aus ChileUnser Papier schädigt ihre Umwelt
Blick auf die Zellulose-Fabrik in Nueva Aldea, Chile.  (imago / William Henry)

Kaffeebecher, Internetbestellungen, Werbeprospekte - Industrieländer verbrauchen immer mehr Papier. Davon profitiert ein Unternehmen aus Chile, das gerade zum zweitgrößten Zellulose-Produzenten der Welt aufsteigt. Mit Folgen für die Umwelt.Mehr

Syriens OppositionDer letzte Widerstand gegen Assad
Soldat der oppositionellen Rebellengruppe "Jaysh al-Izza" in Idlib. (picture alliance / dpa / APA / ZUMA Wire / Mouneb Taim)

Machthaber Assad hat dank der Hilfe aus Moskau und Teheran weite Teile Syriens wieder unter seiner Kontrolle. Die Bilanz im neunten Kriegsjahr: 300.000 Tote, Millionen auf der Flucht und eine kaum noch auffindbare Opposition. Eine Suche.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur