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Sonntag, 18.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 21. Januar 2018

Abschied von Cranberries-Sängerin O'Riordan

Beerdigung findet am Dienstag statt

Tausende von Menschen haben im irischen Limerick von der kürzlich gestorbenen Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan Abschied genommen. Der Sarg der Frontfrau der irischen Rockband war in einer Kirche in der Hafenstadt aufgebahrt. Die Menschen warteten in Schlangen vor dem Gotteshaus. O'Riordans Mutter und sechs Geschwister waren in der Kirche anwesend, wie der irische Sender RTÉ berichtete. Am Dienstag wird die Sängerin in ihrem Geburtsort Ballybricken bei Limerick neben ihrem Vater beerdigt. O'Riordan, die zeitweise unter psychischen Problemen litt, war vor einer Woche überraschend im Alter von 46 Jahren in einem Londoner Hotelzimmer gestorben. Die Todesursache ist noch nicht bekannt gegeben worden. Der größte Hit der Sängerin war "Zombie", in dem es um den jahrzehntelangen blutigen Nordirlandkonflikt ging.

Hedi Slimane wird Chef von Modelabel Céline

Slimane folgt auf die britische Designerin Phoebe Philo

Der französische Designer und Fotograf Hedi Slimane wird ab Februar die kreative Leitung des Modehauses Céline übernehmen. Dies kündigte der Luxus-Konzern LVMH, zu dem Céline gehört, an. Der 49-jährige Slimane hatte von 2012-2016 die kreative Leitung des Modehauses Yves Saint Laurent inne, zuvor war er von 2000 bis 2007 Chefdesigner bei Dior Homme. Er folgt bei Celine auf die britische Designerin Phoebe Philo. Unter Slimane soll das Label, das bislang vor allem für Damenmode und Leder-Accessoires bekannt ist, auch eine Herren- und Couturekollektion bekommen. Ein Parfüm werde es ebenfalls geben, so LVMH. Der in Paris geborene Slimane veröffentlichte auch mehrere Fotografie-Bände, für die er Mode oder Rockstars ablichtete.

Bassist Jim Rodford gestorben

Rodford spielte bei "The Kinks" und "The Zombies"

Jim Rodford, Bassist der Bands "The Kinks" und zeitweise "The Zombies", ist nach einem Sturz im Alter von 76 Jahren gestorben. Rod Argent, Mitgründer von "The Zombies", würdigte den britischen Musiker als "großartigen Bassisten", Ray Davies von den "Kinks" twitterte, dass Rodford ein wesentlicher Teil der späteren "Kinks-Jahre" gewesen sei. Jim Rodford spielte seit 1978 bei den "Kinks".

"The Shape of Water" gewinnt PGA-Award

Preis des Produzentenverbands gilt als Gradmesser für den Oscar

Der Fantasyfilm "The Shape of Water - Das Flüstern des Wassers" ist in diesem Jahr mit der wichtigsten Auszeichnung der amerikanischen Film- und TV-Produzentenvereinigung (PGA) geehrt worden. Der Streifen von Regisseur und Produzent Guillermo del Toro wurde als bester Film ausgezeichnet. Die Auszeichnung für den besten Animationsfilm ging an "Coco", einer Produktion von Disney und Pixar. Als beste Dokumentation wurde "Jane" über das Leben der Verhaltensforscherin Jane Gooddall geehrt. Über den Preis für das beste Kinderprogramm durften sich die Produzenten der "Sesamstraße" freuen. Der Preis des Produzentenverbands gilt als wichtiger Gradmesser für den Oscar, der am 4. März verliehen wird.

Can Dündar hat Hamburger Lessingtage eröffnet

9. Ausgabe steht unter dem Motto "Demokratie und ihre aktuelle Gefährdung"

Der im deutschen Exil lebende türkische Journalist, Dokumentarfilmer und Autor Can Dündar hat die Lessingtage des Hamburger Thalia Theaters eröffnet. "Die Grenze verläuft heute nicht zwischen Türken und Deutschen", sagte Dündar vor etwa 1000 Zuhörern im Thalia Theater, "sondern zwischen Türken und Deutschen, die die Demokratie unterstützen und denen, die den Faschismus unterstützen". In einer Welt voller Diktatoren, Extremisten und anderer Verwerfungen reiche es nicht, alle vier Jahre zur Wahl zu gehen und die Dinge national zu sehen. Vielmehr müssten die Bürger sich informieren und sich einmischen können und beides auch tun - nicht zuletzt mittels unabhängiger Medien. Die neunte Ausgabe des Theaterfestivals Lessingtage bietet bis 4. Februar unter dem Motto "Demokratie und ihre aktuelle Gefährdung" Aufführungen aus Frankreich, Griechenland, Ungarn, Polen, Österreich und Berlin sowie Eigenproduktionen des Thalia Theaters. Prominente Interpreten sind etwa Nina Hoss und Joachim Meyerhoff.

documenta bleibt gemeinnützig

Bessere Ausstattung der Kunstschau werde geprüft

Die Weltkunstausstellung documenta wird auch in Zukunft ein gemeinnütziges Unternehmen bleiben. Dies gab Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle bekannt. Es werde zudem geprüft, wie das als gemeinnützige GmbH aufgestellte Unternehmen finanziell, organisatorisch und personell besser ausgestattet werden könne. Geselle ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der documenta gGmbH, Gesellschafter sind die Stadt Kassel und das Land Hessen. Die documenta 14 im vergangenen Jahr hatte einen Gesamtetat von 34 Millionen Euro. Vor allem bedingt durch den zweiten Standort Athen war ein Defizit von voraussichtlich 5,4 Millionen Euro entstanden.

Rapper Fredo Santana ist tot

Musiker wurde 27 Jahre alt

Der US-Rapper Fredo Santana ist tot. Er starb bereits am Freitag in seinem Haus in Los Angeles, wie US-Medien unter Berufung auf seine Familie und die örtlichen Behörden berichteten. Der Musiker wurde 27 Jahre alt, die Todesursache war wahrscheinlich ein Krampfanfall. Der kanadische Musiker Drake äußerte in den sozialen Netzwerken sein Bedauern über den Tod seines Freundes und Kollegen. Erst im Oktober hatte Santana auf Instagram mitgeteilt, dass er wegen Leber- und Nierenversagen behandelt werde.

Brigitte Kowanz mit Lichtkunstpreis ausgezeichnet

Kowanz werde zu Recht als Botschafterin des Lichts bezeichnet

Die Österreicherin Brigitte Kowanz ist mit dem Deutschen Lichtkunstpreis ausgezeichnet worden. Sie freue sich riesig über die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung, sagte Kowanz nach der Verleihung im niedersächsischen Celle. Zentrale Elemente ihrer Arbeit sind Neonlicht und Spiegel. "Licht ist, was man sieht. Licht ist Information. Licht ist Leben", sagte Kowanz. Ihr Schaffen sei herausragend, sagte der Direktor des Kunstmuseums Celle, Robert Simon. Zu Recht werde Kowanz als Botschafterin des Lichts bezeichnet. Der Lichtkunstpreis der Robert-Simon-Kunststiftung wird seit 2014 alle zwei Jahre verliehen. Erster Preisträger war Lichtkunstpionier Otto Piene, 2016 wurde Mischa Kuball ausgezeichnet.

Bibelforscher Joachim Gnilka gestorben

Gnilka lehrte und forschte in München und Münster

Der international renommierte Neutestamentler Joachim Gnilka ist tot. Er starb bereits am Donnerstag im Alter von 89 Jahren in München, wie das Portal "mk-online" via Twitter mitteilte. Der Autor zahlreicher Kommentare zum Neuen Testament lehrte an den Universitäten Münster und München. Gnilka war Mitglied der Päpstlichen Bibelkommission und der Internationalen Bibelkommission. Von Johannes Paul II. wurde er 1992 zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt. Wissenschaftlich widmete er sich vor allem der Paulus- und Jesus-Forschung. Seine Bibelkommentare und sein Buch "Jesus von Nazareth" wurden in viele Sprachen übersetzt. Zu seinen bedeutenden Werken gehört auch ein Kommentar zum Matthäus-Evangelium.

Mehr Geld: Gute Aussichten für Nietzsche-Zentrum

Von 2019 an soll es auf sicheren Füßen stehen

Das Nietzsche-Dokumentationszentrum in Naumburg soll künftig mehr Geld für seine Forschungsarbeit erhalten. Wenn das Finanzministerium zustimme, solle das Haus in diesem Jahr - wie bereits 2017 - mit knapp 95 000 Euro gefördert werden, teilte das Wissenschaftsministerium in Magdeburg mit. Von 2019 an soll es dann dauerhaft auf sicheren Füßen stehen. Dafür sollen im Rahmen der Haushaltsplanung Mittel in Höhe von 142 000 Euro beantragt werden. Zentrumsleiter Ralf Eichberg wolle mehr Mitarbeiter beschäftigen und die Archivarbeit vorantreiben. Zudem soll das Haus mit bunten Veranstaltungen - wie Performance-Abenden oder Theater-Kooperationen- bereits in diesem Jahr für mehr Menschen vor Ort geöffnet werden.

Schauspieler Lars Eidinger: "Das Fernsehen ist tot"

Eidinger kenne keinen, der noch Fernsehen schaut

Für den Berliner Schauspieler Lars Eidinger ist das Fernsehen am Ende. "Ich finde es interessant, dass das Fernsehen tot ist. Das hätte man ja auch vor zehn Jahren noch nicht gedacht", sagte er am Rande des Deutschen Filmballs in München. Der Theater-, Film- und Seriendarsteller ("Babylon Berlin") kenne keinen, der noch Fernsehen schaut. Ein Problem seien die synchronisierten Fassungen - "das will doch keiner sehen", meinte er. Serien seien der neue Film. "Ich glaube, das ist doch tatsächlich ein Wechsel, der weltweit stattfindet. Das Format Film hat sich überholt. Alle orientieren sich eher an Serien - das ist viel interessanter, über einen längeren Zeitraum zu erzählen."

Wildgruber-Preis für Valery Tscheplanowa

Die "Schauspielerin des Jahres" erfinde sich immer wieder neu

Die Schauspielerin Valery Tscheplanowa hat in Hamburg den Ulrich-Wildgruber-Preis erhalten. Die 37-Jährige nahm die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung beim traditionellen Neujahrsempfang im St. Pauli Theater entgegen. Die Laudatio hielt der Maler Mark Lammert. Tscheplanowa spielte im vergangenen Jahr in Berlin in Frank Castorfs letzter großer Volksbühnen-Inszenierung "Faust" und in seiner Adaption von Hugos "Les Misérables" am Berliner Ensemble. Theaterkritiker kürten sie zur "Schauspielerin des Jahres". "Mit Valery Tscheplanowa ehrt die Jury eine junge Künstlerin, die durch ihre schier unendliche Vielfalt ihrer Ausdrucksformen auf der Bühne dem Publikum immer wieder neu begegnet, und sich, stets neugierig bleibend, dabei immer radikal neu erfindet", hieß es in der Begründung.

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