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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 23.11.2018

Abfall-Europameister DeutschlandWohin mit dem Müll?

Moderation: Gerhard Schröder

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Eine Mülldeponie bei Köln (imago / Felix Jason )
Eine Mülldeponie bei Köln (imago / Felix Jason )

Die Deutschen produzieren immer mehr Müll. Und das Recycling stößt an Grenzen, die Müllverbrennungsanlagen auch, und den Abfall einfach zu exportieren wird schwieriger. Ersticken wir in unserem Müll - oder schaffen wir es, ernst zu machen mit der Abfallvermeidung?

Deutschland ist Europameister - zumindest beim Verpackungsmüll: 220 Kilo Abfall für die gelbe Tonne produziert jeder Bundesbürger im Jahr. Zwar werden angeblich zwei Drittel dieses Mülls recycelt, auch das wäre Spitze in Europa, doch Fachleute halten diese Zahl für zu hoch gegriffen. Ein Großteil vor allem der Plastikabfälle landet stattdessen in Müllverbrennungsanlagen, auf Deponien oder wird einfach ins Ausland exportiert. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Aber China, bisher der Hauptabnehmer für exportierten Abfall aus den Industriestaaten, will nicht länger der Mülleimer der Welt sein. Die Pekinger Regierung hat die Einfuhr von Plastikmüll bereits drastisch reduziert, zum Jahreswechsel soll u. a. für Elektroschrott das gleiche gelten.

Und was machen wir nun mit unserem Müll? Andere Länder suchen, die ihn uns abnehmen? Mehr recyceln - aber wie? Oder unseren Wirtschafts- und Lebensstil umstellen, hin zu weniger Einwegverpackungen, mehr Produkten mit längerer Lebensdauer, Änderung unseres Konsumverhaltens? Und was bringt dabei das neue Verpackungsgesetz, das im Januar in Kraft tritt?

Darüber diskutieren:
Michael Thews (SPD), stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses im Bundestag
Dr. Thomas Probst, Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung
Prof. Michael Braungart, Hamburger Umweltinstitut
Thomas Fischer, Deutsche Umwelthilfe

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