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Kulturnachrichten

Montag, 1. September 2014

Aachener Friedenspreis für Protestorchester "Lebenslaute"

Preis für den Einsatz gegen Krieg und für den Frieden

Heute Abend um 19 Uhr wird der Aachener Friedenspreis verliehen. Erhalten wird ihn das Protestorchester "Lebenslaute", - Musiker, die in Deutschland verstreut wohnen und nur für ein gemeinsames Konzert im Jahr zusammenkommen. Stören mit Stil ist ihr Motto.
Der Aachener Friedenspreis wurde 1988 als Gegenaktion zum großen Karlspreis von Aachener Bürgern ins Leben gerufen. Mit dem Preis werden Menschen geehrt, die sich "von unten" gegen Krieg und für Frieden und Völkerverständigung einsetzen.

Italienischer Autor Magris erhält lateinamerikanischen Literaturpreis

Preis wird auf Buchmesse in Mexiko verliehen

Der italienische Schriftsteller Claudio Magris (75) wird mit dem FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache ausgezeichnet. «Ich bin sehr glücklich, denn ich bin mir sicher, mein Werk wurde in keiner Sprache so gut angenommen wie im Spanischen», sagte er am Montag am Telefon, nach der Bekanntgabe des Preisträgers.
Der mit 150 000 US-Dollar (etwa 110 000 Euro) dotierte Preis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der lateinamerikanischen Literatur und wird Ende des Jahres auf der Internationalen Buchmesse im mexikanischen Guadalajara verliehen.
Der Germanist Magris erhielt 2009 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Werke des früheren Professors für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Triest wurden in über 20 Sprachen übersetzt. Als sein bekanntestes Buch gilt «Danubio», eine literarische Reise entlang der Donau.

5. Berlin Music Week Festival an neuem Standort

Konzerte, Partys, Konferenzen: Zehntausende Musikfans feiern im Arena Park

Experten diskutieren auf Konferenzen, Newcomer spielen in Kiez-Clubs und Straßenmusiker hoffen auf den Durchbruch. Zur 5. Berlin Music Week (3. bis 7. September) werden wieder Zehntausende Künstler, Branchenvertreter und Musikfans an der Spree erwartet. Unter dem Motto «Music Released» soll es im Konferenzteil um die Veränderung der Musikwirtschaft im Zuge der Digitalisierung und globalen Vernetzung gehen. Höhepunkt und Abschluss bildet am Wochenende das Berlin Festival, bei dem unter anderen Woodkid, Editors, Neneh Cherry, K.I.Z. oder Moderat auf der Bühne stehen. Das Spektakel kehrt dem weitläufigen Tempelhofer Feld den Rücken. In diesem Jahr wird erstmals im Arena-Park gefeiert, wer möchte 48 Stunden nonstop. 2013 hatte die Berlin Music Week nach Angaben der Veranstalter mehr als 40 000 Besucher angezogen.

Blumenthal wird als Direktor des Jüdischen Museums in Berlin verabschiedet

Eines der größten jüdischen Museen in Europa bekommt neuen Direktor

Michael Blumenthal wird am Dienstag als Direktor des Jüdischen Museums Berlin offiziell verabschiedet. Der 88jährige stand seit 1997 an der Spitze des Museums, dessen Gründungsdirektor er war. Unter seiner Leitung entwickelte sich das von Daniel Libeskind entworfene Haus zu einem der größten jüdischen Museen Europas. Es hat jährlich 700 000 Besucher. Blumenthals Nachfolger ist der Judaist Peter Schäfer (71). Er lehrte an den Universitäten Tübingen und Köln sowie der Freien Universität Berlin. Von 2005 bis 2013 war der Leibniz-Preisträger Direktor des Studienprogramms Judaistik an der amerikanischen Universität Princeton. Schäfer kündigte an, dass er die Dauerausstellung zur deutsch-jüdischen Geschichte umgestalten wolle. Das Museum werde sich künftig außerdem stärker dem Thema Antisemitismus widmen, sagte er.

Tom Buhrow sichert Fortbestand aller vier WDR-Klangkörper zu

Keine radikalen Einschnitte geplant

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) will trotz massiver Sparzwänge seine beiden Orchester, seine Big Band und seinen Chor behalten. WDR-Intendant Tom Buhrow stellte am Montag in Köln klar, dass radikale Einschnitte bei den vier Klangkörpern nicht geplant seien. Im Juni hatte Buhrow die Streichung von 500 Stellen angekündigt, weil es im Etat des Senders von 2016 an eine jährliche Lücke von 100 Millionen Euro gebe. Am Montag sagte der ehemalige "Tagesthemen" -Moderator, die Klangkörper würden von den Einsparungen zwar nicht ausgenommen, sollten aber "möglichst schonend" behandelt werden.

Lindenbergs Ex-Leibwächter: Bruch mit Udo ist "große Wunde"

Heute erscheint Biografie des Ex-Bodyguards

Udo Lindenbergs ehemaliger Leibwächter Eddy Kante (54) hofft auf eine Versöhnung mit dem Altrocker. "Der Bruch mit Udo ist eine große Wunde in meinem Herzen", sagte Kante der "Bild am Sonntag". "Udo ist doch mein Lebensfreund. Ich wäre glücklich, wenn er wieder anrufen und sagen würde: Komm, wir fahren wie früher mit meinem Porsche durch die Nacht", sagte Kante, der mehr als drei Jahrzehnte Bodyguard und wichtiger Vertrauter des Panikrockers war. Seit November 2013 gehen die beiden Männer getrennte Wege. Hintergrund des Zerwürfnisses soll die Autobiografie von Kante sein, die heute offiziell in Berlin vorgestellt wird.

DDR-Grafiker Werner Klemke als Juden-Helfer in neuem Film

Die niederländische Filmemacherin Annet Betsalel hat eine Doku über den DDR-Grafiker Werner Klemke gedreht.

Klemkes Kater auf den Titelbildern des «Magazins» war zu DDR-Zeiten
eine kleine Berühmtheit. Werner Klemke (1917-1994) war ein bekannter Illustrator, Buchgestalter und Professor. Weniger bekannt ist, dass der Tischlersohn aus Berlin-Weißensee im Zweiten Weltkrieg in Holland Juden geholfen hat, indem er Dokumente fälschte - so erzählt es ein neuer Film. Die niederländische Filmemacherin
Annet Betsalel (58) würde ihre Doku «Treffpunkt Erasmus» gerne auf
der Berlinale im Februar 2015 präsentieren. Auf die Geschichte sei sie durch Archivmaterial aus einer holländischen Synagoge gekommen. Unter den Dokumenten habe sich eine Bestätigung gefunden, dass Klemke maßgeblich an der Rettung einer jüdischen Familie beteiligt gewesen sei.

Große Baselitz-Ausstellung in München

«Damals, dazwischen und heute» - das Haus der Kunst präsentiert Georg Baselitz-Arbeiten aus 50 Jahren

Im Mittelpunkt der Ausstellung (19. September bis 1. Februar 2015) stehen wiederkehrende Motive und Themen seiner Arbeiten wie die Figur und der Adler, die Doppelfigur sowie das Porträt. Auch die neueren Werkgruppen der «Schwarzen Bilder» sowie der monumentalen Bronzeskulpturen sollen beleuchtet werden. Der 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz bei Dresden geborene Baselitz wuchs in der DDR auf. An der Kunstakademie Ostberlin wurde er wegen «gesellschaftlicher Unreife» suspendiert, worauf er sich an der Westberliner Akademie bewarb. 1958 zog der Künstler nach Westberlin und schloss dort 1962 sein Studium ab. In dieser Zeit legte er sich auch seinen Künstlernamen zu. Baselitz Markenzeichen sind seine auf dem Kopf stehenden Bilder.

Weimarer Appell Prominente fordern Hilfe für Bibliotheken und Archive

Mehr Geld für den Erhalt alter Dokumente und Bücher

Modedesigner Karl Lagerfeld, Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt und auch Verlegerin Friede Springer unterzeichneten die Erklärung. Originale der kulturellen und wissenschaftlichen Überlieferung müssten genauso gesichert werden wie Baudenkmäler, heißt es in dem Aufruf. Getragen wird der Appell, der im Internet mitunterzeichnet werden kann, von der «Allianz schriftliches Kulturgut erhalten». Ihr gehören zwölf große Bibliotheken und Archive in Deutschland an. Seit dem Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek 2004 ruft der Zusammenschluss jedes Jahr zu einem Nationalen Aktionstag für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts auf.

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