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Kulturnachrichten

Montag, 31. Mai 2021

"A Quiet Place 2" spielt in den USA Millionen ein

Nach einem katastrophalen Jahr für Amerikas Filmbranche ist der post-apokalyptische Thriller "A Quiet Place 2" überraschend gut in den Kinos gestartet. Der Blockbuster mit Emily Blunt spielte in den USA am Wochenende 48 Millionen Dollar ein, wie das renommierte Branchenportal "Box Office Mojo" berichtete. Ein Rekord in der Pandemie und nah an der Summe, die der erste Teil des Blockbusters erzielt hatte. In Hollywood wurde das als Zeichen für das Comeback des Kinos gewertet. Der Start von "A Quiet Place 2" war wegen der Pandemie mehrfach verschoben worden. Aber inzwischen gelten in vielen US-Kinos nur noch geringe Einschränkungen. Die größten Ketten des Landes erlauben es geimpften Besuchern seit dem Wochenende sogar, die Masken abzunehmen.

Unabhängiges russisches Nachrichtenportal gibt auf

Unter politischem Druck stellt eines der ältesten unabhängigen Nachrichtenportale Russlands seine Arbeit ein. "newsru.com" teilte mit, große Werbekunden hätten sich zurückgezogen. Nach 21 Jahren könne sich die Seite nun nicht mehr länger finanzieren. Man stelle die Arbeit aus wirtschaftlichen Gründen ein, aber hervorgerufen wurden diese durch die politische Situation in Russland, so die Redaktion. Seit dem Jahr 2000 informierte newsru.com über Themen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Das ursprünglich als Webseite der Fernsehgesellschaft NTW gegründete Portal wurde auch von vielen Journalistenkollegen als ausgewogenes Leitmedium geschätzt. Zuletzt erreichte newsru.com laut eigenen Angaben drei Millionen Menschen pro Monat.

Kultur-Verbände fordern Freilassung von Protassewitch

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und andere Einrichtungen haben per Petition die sofortige Freilassung des belarussischen Regimekritiker Roman Protassewitsch gefordert. Die Entführung des Bloggers und seiner Partnerin sei ein unfassbarer Eingriff in das Leben zweier junger Menschen und ein schwerer Verstoß gegen die Freiheit des Wortes, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Skipis, in Frankfurt. Unterstützt wird die Petition unter anderem vom PEN-Zentrum Deutschland, der Bildungsstätte Anne Frank und dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di. Die belarussischen Behörden hatten vor einer Woche einen Jet der Fluggesellschaft Ryanair zur Landung gebracht und den Regimekritiker Protassewitsch und dessen Partnerin Sofia Sapega festgenommen.

Volksgruppen in Namibia gegen Abkommen

Ein Verband von Häuptlingen der Volksgruppen der Herero und Nama hat ein von Deutschland vorgeschlagenes Abkommen abgelehnt. Die Bundesregierung wollte damit die Verbrechen der deutschen Kolonialmacht vor mehr als 100 Jahren im heutigen Namibia als Völkermord anerkennen. Die Häuptlinge fordern, dass die geplante Unterzeichnungszeremonie zwischen Deutschland und Namibia verschoben wird. Die von der Bundesregierung angebotenen Unterstützungszahlungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro über 30 Jahre seien inakzeptabel. Zwar begrüße der Rat der Häuptlinge die Anerkennung des Völkermords durch die Bundesregierung. Die Reparationsfrage müsse jedoch neu verhandelt werden. Der Rat der Häuptlinge ist eine von der namibischen Regierung anerkannte Institution.

Bayern resituiert Wopfner-Gemälde

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben das Gemälde "Fischerboote bei Frauenchiemsee" von Joseph Wopfner an die Erbengemeinschaft zurückgegeben. Wie die Sammlungen in München mitteilten, ist die Restitution bereits im Dezember 2019 geschehen. Eine persönliche Übergabe fand auf Wunsch der Erben pandemiebedingt nicht statt. Das Gemälde gehörte einst dem Nürnberger Spielwarenfabrikanten und Kunstsammler Abraham Adelsberger, der es gegen einen Kredit an seinen Schwiegersohn abgab. Dieser verkaufte es während der Juden-Verfolgung durch die Nazis wahrschenlich notgedrungen. 1942 wurde es für die NSDAP-Parteikanzlei erworben, nach dem Krieg ging es bayerisches Eigentum und damit in den Besitz der Staatsgemäldesammlungen über.

Kultur-Veranstalter wollen wieder arbeiten

Die Konzert- und Veranstaltungswirtschaft hat angesichts sinkender Inzidenzzahlen die mangelnde Öffnungsperspektive für ihre Branche scharf kritisiert. Der Präsident des zuständigen Bundesverbandes, Jens Michow, sagte im Deutschlandfunk Kultur, die Öffnungen seien Ländersache, er habe aber kein Verständnis dafür, dass sich die Politik gar nicht äußere, wann es weitergehen könne. Gleichzeitig lobte er die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig Holstein, in denen wieder Konzerte stattfinden dürfen und nannte sie vorbildlich. Es gehe einerseits um die Verhältnismäßigkeit, wenn man Grundrechte und die Berufsfreiheit einschränke. "Es geht aber auch darum, dass wenn man das nicht begründen kann und dafür keine Argumente liefert, dass das dann rechtswidrig ist", so Michow. "Und Herr Günther in Schleswig Holstein hat ganz klar erkannt, dass es einen Rechtsanspruch des Veranstalters gibt, veranstalten zu dürfen, wenn man dem nichts entgegenhalten kann. Und man kann dem zurzeit nichts mehr enteggenhalten."

Kinderbuchautorin Angel ist "Lesekünstlerin" 2021

Die Schauspielerin und Kinderbuchautorin Frauke Angel ist "Lesekünstlerin" 2021. Die Interessengruppe Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels würdigt damit Kinderbuchautorinnen und -autoren, deren Lesungen das junge Publikum begeistern. Außerdem vergab die Interessengemeinschaft die Auszeichnung "Ausgezeichnet ausgedacht" für besonderes Leseförder-Engagement. Der Vorlesefrisör und Autor Danny Beuerbach erhielt die Auszeichnung für seine Aktion "Book a look and read my Book", mit der er Kinder zum Vorlesen animiert. Er lässt Kinder während des Haareschneidens vorlesen und gibt für die Leseleistung Rabatt auf einen Schnitt. Die Preisverleihung fand in der Kinderbuchhandlung Serifee in Leipzig als Teil von "Leipzig liest extra" statt.

In Hamburg wird die Elbphilharmonie wiedereröffnet

In Hamburg werden heute Abend der Konzertsaal der Elbphilharmonie und die Laeiszhalle nach der coronabedingten Pause wiedereröffnet. In der Elbphilharmonie steht das Abschlusskonzert der Trilogie "Song of America: A Celebration of Black Music" auf dem Programm. In der Laeiszhalle startet Chefdirigent Sylvain Cambreling mit einem Mozart-Programm. Konzertbesucher müssen einen negativen Coronatest oder ihren Impfpass vorlegen. Es besteht Maskenpflicht, auch am Platz während des Konzerts. Außerdem wird nur rund ein Drittel der Plätze belegt.

Kunstsammlung von Udo Walz wird teilweise versteigert

Sieben Monate nach dem Tod von Udo Walz sollen knapp 200 Stücke aus der Kunstsammlung des Berliner Promi-Friseurs versteigert werden. Darunter sind laut BILD-Zeitung etwa eine Porzellan-Skulptur des US-Künstlers Jeff Koons und eine Figur des spanischen Künstlers Salvador Dalí. Die Auktion ist für den 19. Juni geplant; ein Teil der Erlöse soll an ein Kinderhospiz gehen.

Gemälde von Maler Heckel an Erben zurückgegeben

Die Karlsruher Kunsthalle hat ein Gemälde des Expressionisten Erich Heckel an die Erben des jüdischen Vorbesitzers zurückgegeben. Nach der Einschätzung von Experten handelt es sich bei dem Werk um NS-Raubkunst. Das 1913 gemalte Bild "Geschwister" sei vergangene Woche in die USA geschickt worden, teilte ein Sprecher des baden-württembergischen Kunstministeriums in Stuttgart mit.
Nach früheren Angaben soll das Ölgemälde entsprechend dem Willen der Erben im Virginia Museum of Fine Arts in Richmond weiterhin öffentlich zu sehen sein.
Die von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden eingesetzte Kommission für NS-Raubgut hatte mitgeteilt, es sei von einem NS-verfolgungsbedingten Entzug auszugehen. Das Gemälde befand sich demnach bis 1934 im Besitz des Historikers Max Fischer. Die Nationalsozialisten verfolgten den Mann jüdischer Abstammung. 1935 verließ er Deutschland, ein Jahr später emigrierte er in die USA.

Ungeimpfte sollen für ein Konzert 1.000 Dollar zahlen

Im US-Bundesstaat Florida will ein Konzertveranstalter von nicht gegen Corona geimpfte Besuchern 1.000 Dollar für ein Ticket verlangen. Vollständig Geimpfte sollen dagegen nur 18 Dollar zahlen. Der Veranstalter betonte, es gehe bei dem "Rabatt" nicht darum, den Menschen vorzuschreiben, sich impfen zu lassen. Falls jemand ungeimpft kommen wolle, werde er viele Gäste abschrecken und müsse die Differenz zahlen, sagte er zur Begründung. Die unterschiedliche Preisgestaltung sei ein Fall von Diskriminierung, erklärte eine Sprecherin von Floridas Gouverneur DeSantis. Der Republikaner hatte kürzlich ein Gesetz unterschrieben, das es Geschäften, Behörden, Schulen und Universitäten verbietet, von ihren Kunden, Schülern oder Studenten eine Impfung zu verlangen. Das Gesetz gilt ab 1.Juli. Das Konzert soll aber bereits am 26.Juni stattfinden.

Dresdner Musikfestspielpreis für John Adams

Der US-amerikanische Komponist und Dirigent John Adams hat den Preis der Dresdner Musikfestspiele für sein Lebenswerk erhalten. Seine Kompositionen zählten weltweit zu den meistgespielten zeitgenössischen Stücken, erklärten die Musikfestspiele zur Begründung. Sie spiegelten häufig bedeutende politische Fragen wider. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Adams gehört neben Steve Reich und Phillip Glass zu den bekanntesten Vertretern der Minimal Music. Bekannt wurde er unter anderem mit der Oper "Nixon in China". Adams erhielt den Preis im Rahmen eines im Netz gestreamten Konzerts. Er kündigte an, so bald wie möglich selbst nach Dresden kommen zu wollen.

Veranstalter in Leipzig zufrieden mit Buchmesse-Ersatz

Das Lesefest "Leipzig liest extra" ist nach vier Tagen zu Ende gegangen. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden mit der Resonanz und der Ausstrahlung der mehr als 400 Veranstaltungen an rund 80 Orten, davon rund 100 mit Publikum. Buchmesse-Direktor Oliver Zille sagte, das Lesefest habe nach 15 Monaten Pandemie "Türen in die Freiheit aufgestoßen". Autoren und Besucher seien vor Euphorie über ein Wiedersehen "geradezu durch die Räumlichkeiten der Veranstaltungsorte geschwebt", fügte Zille hinzu. Die Literatur habe endlich wieder ihre verdiente Bühne bekommen. Das Lesefest "Leipzig liest extra" war am Donnerstag als Ersatz für die Leipziger Buchmesse gestartet worden, die nach 2020 pandemiebedingt erneut ausgefallen war.

Bundessieger von "Jugend forscht" gekürt

Deutschlands beste Nachwuchswissenschaftler sind im Wettbewerb "Jugend forscht" ausgezeichnet worden. Leonard Münchenbach und Leo Neff, zwei 17-jährige Schüler aus Baden Würtemberg, setzten sich im Fachgebiet Physik mit einer Untersuchung über das Flugverhalten von Konfetti durch. Sie fanden eine Formel dafür, wie schnell Papierstreifen im freien Fall rotieren. Marik Müller aus Brandenburg gewann im Bereich Biologie. Er erfand eine Methode, um das Antibiotikum Florfenicol nach der Anwendung zu inaktivieren. So lasse sich das Risiko von Resitenzen reduzieren. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ehrte die Sieger in einer Online-Veranstaltung. 169 junge Talente hatten sich mit 113 Projekten beteiligt.

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