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Interview | Beitrag vom 08.07.2020

90 Jahre Zahnradbahn zur ZugspitzeGanz oben wartet der "Berg-Ballermann"

Hans Well im Gespräch mit Liane von Billerbeck

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Ausblick von der Reither Spitze auf den Ort Seefeld, die dahinter liegende Hohe Munde bis zum Wettersteingebirge mit Zugspitze  (picture-alliance/picturedesk/Martin Hube)
Der Blick bis zur Zugspitze: Deutschlands höchster Berg zieht Unmengen von Touristen an. (picture-alliance/picturedesk/Martin Hube)

Heute vor 90 Jahren ging die Zahnradbahn zur Zugspitze in Betrieb. Der Ausblick beim Hinauffahren sei grandios, sagt der Kabarettist Hans Well. Oben gehe es dann allerdings zu wie auf dem Rummelplatz - und das meist im Nebel.

Am 8. Juli 1930 ging die zur Zugspitze fahrende Zahnradbahn in Betrieb - seither ermöglicht sie es, den Gipfel von Deutschlands höchstem Berg ohne große Anstrengungen zu besuchen. Jedes Jahr kommen rund 450.000 Touristen auf die Zugspitze.

"Man spricht von einem Berg-Ballermann", berichtet Hans Well, bayerischer Musiker und Kabarettist. Das sei ein "Rummelplatz" - und die Bayern sagten, es gehe dort zu wie auf dem Stachus in der Münchner Innenstadt. Jemand, der gern in die Berge gehe, schrecke das wohl eher ab.

Zugspitzbahn beendet den Lockdown und nimmt am 30.05.2020 den Betrieb wieder auf.  (picture alliance/Martin Hangen)Die Zugspitzbahn bringt jährlich 450.000 Touristen nach oben. (picture alliance/Martin Hangen)

Es sei eine Meisterleistung gewesen, ehemals in zwei Jahren die Zahnradbahn zu bauen, so Well. Zehn Leute hätten die gefährliche Arbeit mit ihrem Leben bezahlt.

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Vor allem die Gondelfahrt mit dem Blick ins Tal sei attraktiv: "Der Weg rauf ist sowieso das Schönste, also der Weg zum Ziel", sagt Well. Der Ausblick hinunter in die Voralpenlandschaft sei gigantisch. Oben gebe es dagegen meist Nebel, Kälte und schlechtes Wetter.

(gem) 

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