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Religionen | Beitrag vom 26.05.2019

85 Jahre "Barmer Theologische Erklärung"Bekennen und widerstehen

Jeanette Touissant und Simon Kuntze im Gespräch mit Christopher Ricke

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Eine Skulptur zum Gedenken an die "Barmer Erklärung" in der Fußgängerzone von Wuppertal-Barmen. (imago/epd)
In Wuppertal-Barmen erinnert eine Skulptur an die Erklärung, die dort 1934 in der Gemarker Kirche unterzeichnet wurde. (imago/epd)

Zum 85. Mal jährt sich dieser Tage die Gründung der Bekennenden Kirche, die sich in Opposition zum Nationalsozialismus und den "Deutschen Christen" stellte. Eine Ausstellung in Potsdam hat ihre Geschichte materialreich aufgearbeitet.

Vom 29. bis zum 31. Mai 1934 fand die 1. Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche in Barmen statt. Sie endete mit der "Barmer Theologischen Erklärung". Die letzte These der Erklärung endet mit dem Satz: "Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne die Kirche in menschlicher Selbstherrlichkeit das Wort und Werk des Herrn in den Dienst irgendwelcher eigenmächtig gewählter Wünsche, Zwecke und Pläne stellen." Dies war eine klare Absage an den alleinigen Machtanspruch des Nationalsozialismus, an seinen Rassismus und seinen Antisemitismus.

In der Potsdamer Friedenskirche ist vor einiger Zeit eine Ausstellung zur Bekennenden Kirche gezeigt worden mit dem Titel "Gott mehr gehorchen als den Menschen". Der Pfarrer der Friedenskirche, Simon Kuntze, hat diese Ausstellung gemeinsam mit der Ethnologin Jeanette Toussaint initiiert. Für die Ausstellung haben sie viele veröffentlichte Dokumente, aber auch Manuskripte und Briefe aus Privatarchiven gesichtet.

Christopher Ricke hat mit Jeanette Touissant und Simon Kuntze über die Geschichte der Bekennenden Kirche und die einzelnen Dokumente gesprochen. In der Sendung zu hören sind Ausschnitte aus Briefen, Erklärungen und Predigten von Karl Barth, Otto Dibelius, Martin Niemöller, Helmut Gollwitzer, Elisabeth Schmitz und Agnes von Zahn-Harnack. Gelesen werden sie von Britta Steffenhagen und Florian Lukas.

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