Seit 08:50 Uhr Buchkritik
Freitag, 14.05.2021
 
Seit 08:50 Uhr Buchkritik

Vollbild | Beitrag vom 18.05.2019

72. Festival de CannesKillerpflanzen, Niedriglöhner und bewaffneter Widerstand

Moderation Patrick Wellinski & Susanne Burg

An der Uferpromenade in Cannes wird auf dem 72. Filmfest abends eine restaurierte Fassung der französischen Komödie "La Cite de la Peur" (Fear City) (1994) gezeigt. (Olivier MORIN / AFP)
An der nächtlichen Promenade von Cannes wird eine restaurierte Fassung der französischen Komödie "La Cite de la Peur" (1994) gezeigt. (Olivier MORIN / AFP)

Apokalypse und andere Zerfallsprozesse, darum geht es in vielen Filme, die bisher in Cannes gezeigt wurden. Ein Kino, das den Finger in die Wunden der Gegenwart legt. Vor Ort haben wir unter anderm mit Martin Monk und Yolande Zaubermann gesprochen.

Für viele jungen Regisseure ist Cannes eine uneinnehmbare Festung aber die meisten träumen davon, einmal ihr Werk hier zeigen zu können. Martin Monk wird das dieses Jahr gelingen. Er zeigt in der renommierten Reihe "Cinefondation" seinen Kurzfilm "Favoriten", den er mit der Filmuniversität Konrad Wolf in Berlin Babelsberg gedreht hat. Uns erzählt er von seinem Adrenalinpegel vor der Filmpremiere und auch wie die Geschichte einer jungen Tramperin, die ihren Vater sucht, entstanden ist.

Wir sprachen mit Yolande Zaubermann, eine der anerkanntesten Dokumentarfilmemacherinnen Europas. Die Regisseurin ist dieses Jahr in Cannes die Jurypräsidentin der Dokumentarfilmjury. Ihr aktueller Film "M" gewann in Locarno den großen Preis der Jury und handelt von der Homophobie im ultraorthodxen Judentum. Uns verrät sie, wie sie an solchen Projekten arbeite und was sie am Dokumentarfilm fasziniert.

Das Rennen um die Goldene Palme ist dieses Jahr eine Konfrontation: Alt gegen Jung. Während Altmeister wie Ken Loach und Pedro Almodovar weiter ihr Können unter Beweis stellen, versuchen sich Debütanten wie Mati Diop oder Ladj Ly an wilden Genrefahrten und mysteriösen Geistergeschichten. Und die Österreicherin Jessica Hausner züchtet in "Little Joe" eine Pflanze, die mit ihren Pollen reines Glück versprühen soll.

Gemeinsam mit Anke Leweke streiten wir über die ersten Bilder des Festivals und vertiefen die Debatten und Themen der ersten Festivaltage.

Mehr zum Thema

Filmfestival in Cannes - Erst rausgeputzt, dann angefressen
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 14.05.2019)

Filmfestspiele in Cannes - Zu wenig Frauen, zu viele alte Männer
(Deutschlandfunk Kultur, Interview, 14.05.2019)

Cannes: Die Wettbewerbsfilme - Große Filmemacher, wenig Neuentdeckungen
(Deutschlandfunk Kultur, Interview, 18.04.2019)

Rang I

Jonathan Meese"Beuys ohne Polit-Beuys ist geil!"
Jonathan Meese in Bewegung zwischen seinen Leinenwänden. (Jana Edisonga)

Anlässlich des 100. Geburtstags von Joseph Beuys veranstaltet Jonathan Meese in Wien eine Theaterparty. Bei dieser soll der Künstler Beuys gefeiert werden, nicht jedoch der Politiker. Die beiden Bereiche müsse man trennen, findet Meese.Mehr

weitere Beiträge

Fazit

Eskalation im Nahen OstenHoffen auf die Vernünftigen
Raketen werden von Gaza-Stadt, die von der palästinensischen Hamas-Bewegung kontrolliert wird, am 12. Mai 2021 in Richtung Israel abgefeuert (AFP / Mahmud Hams)

Die Hamas und die israelische Armee beschießen sich weiter gegenseitig mit Bomben. In einigen Städten Israels eskaliert die Gewalt. Der deutsch-israelische Autor Ahmad Mansour hofft, dass die „vernünftigen Menschen“ es schaffen, den Hass zu besiegen.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

DC-Horror-Reihe von Joe HillDas Gruseln ist zurück
Szene aus dem Comic "Daphne Byrne" von Joe Hill. Frauen stehen in einem Raum und unterhalten sich.   (Panini Verlag)

Unter dem Pseudonym Joe Hill veröffentlicht Stephen Kings Sohn Joseph Romane und Comicserien. Der Panini Verlag bringt die von ihm kuratierten "Hill House"-Comics heraus. Im Neuesten, „Daphne Byrne – Besessen“, ist eine Portion Horror garantiert.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur