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Studio 9 | Beitrag vom 13.08.2014

70 Jahre Warschauer Aufstand"Bin ich ein Mörder geworden?"

Über die quälenden Erinnerungen eines ehemaligen Wehrmachtsoldaten

Moderation: Jürgen König

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Das Bild zeigt das Denkmal für den Warschauer Aufstand in Warschau, im Vordergrund ein Blumenbeet. (dpa / picture alliance / Wolfgang Frotscher)
Denkmal für den Warschauer Aufstand. Bei der Niederschlagung brachten die Nazis bis zu 200.000 polnische Zivilisten um (dpa / picture alliance / Wolfgang Frotscher)

Der 13. August ist ein traumatischer Tag für Polen: Heute vor 70 Jahren begannen die Nationalsozialisten, den Warschauer Aufstand niederzuschlagen. Ein ehemaliger Wehrmachtsoldat erinnert sich der Verbrechen, die wohl auch er beging.

"Ich frage mich - und das frage ich immer, immer: Bin ich ein Mörder geworden oder nicht?" Sein Leben lang quälen den ehemaligen Wehrmachtsoldaten Harald Kaiser seine Erinnerungen an den Warschauer Aufstand. Am 13. August 1944 war Kaiser unter den ersten deutschen Spezialeinheiten, die in die Stadt einmarschierten, um diesen Aufstand niederzuschlagen. Seine erste Aufgabe: Häuser mitsamt den zuvor von SS-Leuten erschossenen Bewohnern "in Flammen zu schießen".

Kaiser schildert, wie er, ohne in die Zimmer zu schauen, seine zwei Flammenwerfer leermachte.

Das ist nun 70 Jahre her. Die Schilderungen Harald Kaisers fand unsere Redakteurin Margarete Wohlan im Archiv: Sie stammen aus einem Feature von 1983.

Jürgen König schaut mit Margarete Wohlan zurück: in unserer Sendung "Studio 9" am 13. August 2014, um 6:10 Uhr.

Mehr zum Thema:

Zweiter Weltkrieg - "Wir müssen diese Geschichte erzählen" (Deutschlandradio Kultur, Interview, 01.08.2014)
70 Jahre Warschauer Aufstand - Der aufbegehrende Nachbar (Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 30.07.2014)
Aufarbeitung - Neuer Versuch über Hitlers Vernichtungspolitik (Deutschlandradio Kultur, Fazit, 29.07.2014)

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