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Interview / Archiv | Beitrag vom 15.04.2019

60 Jahre Memory-SpielEine Herausforderung für jeden

Jens Junge im Gespräch mit Axel Rahmlow

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Eine Seniorin spielt Memory: Zu sehen sind die Hände und Spielkarten. (picture alliance/ dpa/ Silvia Marks)
Ein Spieleklassiker: Vor 60 Jahren (am 15. April 1959) wurde das erste Memory-Spiel verkauft. (picture alliance/ dpa/ Silvia Marks)

1959 wurde das erste Memory durch den Spielwarenhersteller Ravensburger aufgelegt. Mit mehr als 50 Millionen verkauften Exemplaren in über 80 Ländern gilt es als eines der erfolgreichsten Spiele weltweit.

Der große Erfolg von Memory mag auch daran liegen, dass Kinder bei diesem Spiel Erwachsenen oft überlegen sind. "Kinder sind da wirklich im Vorteil", sagt der Spielewissenschaftler Jens Junge. "Die haben ein sehr gutes visuelles Gedächtnis und eine bessere Möglichkeit, ihr Kurzzeitgedächtnis, ihre Merkfähigkeit einzusetzen." Damit ist Memory ein Spiel für jedes Alter – und unterschiedlichste Spieler-Typen.

"Spannend ist ja, dass dieses Spiel ganz unterschiedlich gespielt werden kann: im Familienkreis. Da kommt es darauf an, zusammen Spaß zu haben. Aber wer es bitterernst nimmt, unbedingt gewinnen will, der ist vielleicht auch in der Lage, irgendwann zu einem Turnier zu gehen."

Ursprünge hat das Spiel in Asien

Das Spiel gilt mittlerweile als "Klassiker" wie Schach oder Go, sagt Junge und komme aus Asien. "In Japan ist es mal entwickelt worden. Da heißt es nur übersetzt: Paare." Das Unternehmen Ravensburger habe daraus ein massenmarktfähiges Spiel entwickelt.

Auch von Pädagogen und in Schulen wird das Spiel mittlerweile gerne genutzt – beispielsweise zum Vokabeltraining, bei dem Wort- und Bild-Karte kombiniert werden müssen. (lkn)

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