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Sonntag, 17.11.2019
 
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50 Jahre 68er

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Japanische Studenten werfen am 1.8.1968 Steine auf Fahrzeuge der Polizei am Eingang des Flughafens in Tokio (dpa / UPI)

1968 für Japan und VietnamSchlagstock und "Uncle Ho" siegten

Dass Japan heute so konservativ ist, hat auch mit der Niederlage der linken 68er-Bewegung zu tun. Dagegen ist 1968 in Vietnam ein Wendepunkt zu Gunsten der bis heute regierenden Kommunisten. Zwei asiatische Länder - wir erzählen ihre 68er-Geschichten.

Der Buchladen "Schwarze Risse" in Berlin Kreuzberg (Mai 2016).   (imago / Steinach)

Linker BuchhandelTotgesagte leben länger

Nach der Studentenrevolte 1968 entstanden viele linke Buchhandlungen. Sie verstanden sich als Avantgarde der Republik und waren damit gar nicht so weit entfernt vom Standesbewusstsein ihrer bürgerlichen Kollegen, die stolz waren, es mit einer geistigen Ware zu tun zu haben.

Gretchen Dutschke bei einer Lesung am 14.1.2018 im Club Gretchen in Berlin (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)

Gretchen Dutschke im GesprächStolz auf die 68er

Sie erlebte die Studentenbewegung an der Seite Rudi Dutschkes. Nach dessen Tod ging Gretchen Dutschke zurück in ihre Heimat USA, um der Traurigkeit zu entkommen. Ihr Buch "Worauf wir stolz sein dürfen" ist dem geistigen Erbe ihres Mannes gewidmet – 50 Jahre nach 1968.

Am 29. März 1968 protestierten rund 500 Menschen in Kiel gegen den Krieg in Vietnam. Zu der Demonstration hatte die "Kampagne für Demokratie und Abrüstung" aufgerufen. (dpa)

Die Sprache der 68erAls mündige Bürger sich emanzipierten

Begriffe der 68er-Bewegung wie direkte Demokratie, mündiger Bürger oder der Gang durch die Institutionen prägen unser Bewusstsein bis heute. Aktuell haben vor allem das konservative und rechte Spektrum die 68er-Begriffe für sich entdeckt.

Teilnehmer der mit dem studentischen Vietnamkongress verbundenen Demonstration in Berlin am 17.2.1968 tragen Bilder von Ho-Chi-Min, Che Guevara und Rosa Luxemburg. (dpa / picture alliance / Klaus Rose)

Think global, act localWas uns die 68er voraus haben

"Kühnes und entschiedenes Handeln" gegen den Krieg forderte Rudi Dutschke vor 50 Jahren auf dem Vietnamkongress - die Initialzündung der Studentenbewegung. Was ist vom revolutionären Elan geblieben? Und was können wir von den 68ern lernen?

Sieben- bis achttausend Menschen nahmen am 18. Februar 1968 in Berlin an der Vietnam-Demonstration teil. Mit unzähligen großen Porträts u.a. von Che Guevara, Ho Tschi Minh, Lenin, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zogen die Demonstranten vom Kurfürstendamm zur Deutschen Oper, wo eine Kundgebung gegen den Krieg der Amerikaner in Vietnam mit mehreren Rednern stattfand. Die Formation des Protestmarsches wurde von SDS-Chefideologe Rudi Dutschke organisiert. (picture-alliance / dpa / Giehr)

West-Berlin 1968 Der Rausch der Revolution

West-Berlin 1968: Studierende demonstrieren massenhaft gegen die bestehenden Verhältnisse, und sie träumen von einer Revolution. Und einige von ihnen wollen eine Räterepublik ausrufen. Woran scheiterten die Aktivisten und was wurde aus ihren Träumen und Ideen?

Sieben- bis achttausend Menschen nahmen am 18. Februar 1968 in Berlin an der Vietnam-Demonstration teil. Mit unzähligen großen Porträts u.a. von Che Guevara, Ho Tschi Minh, Lenin, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zogen die Demonstranten vom Kurfürstendamm zur Deutschen Oper, wo eine Kundgebung gegen den Krieg der Amerikaner in Vietnam mit mehreren Rednern stattfand. Die Formation des Protestmarsches wurde von SDS-Chefideologe Rudi Dutschke organisiert. (picture-alliance / dpa / Giehr)

50 Jahre 68er-BewegungKein Ende der Faszination?

Rebellen, Hippies und Straßenkämpfer der 68er: Keine Generation habe sich derart in die jüngere Zeitgeschichte eingegraben wie sie, meint der Journalist Reinhard Mohr. Dass zum Jubiläum politisch wirksame Gesellschaftskritik eher von rechts komme, gehöre zur Ironie der Geschichte.

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Der Soundtrack einer Generation

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Wohnen und SchreibenWie wir leben wollen
Zelte stehen auf einem kleinen Grünstreifen vor einer Häuserwand. Das Grafitti verweist auf die steigenden Mietpreise in Berlin. (AFP/ David Gannon)

Früher ließen steigende Brotpreise Gesellschaften auseinanderbrechen. Heute sind es Mieten. Sie steigen nicht nur in Szenevierteln und nicht nur für Reiche, sondern überall. Wie wollen wir leben?, fragen sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller.Mehr

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Netz-IkonenWenn Protestbilder viral gehen
Die Aktivistin Leshia Evans stellt sich im Juli 2016 der Polizei entgegen. In Baton Rouge, im US-Bundesstaat Louisiana, war es zu heftigen Protesten gegen Polizeigewalt gegen Afroamerikaner gekommen. (World Press Photo/AP Photo/Jonathan Bachmann/Thomson Reuters)

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