Feature, vom 02.05.2020, 18:05 Uhr

40 Jahre Freie Republik WendlandAusgrabung einer Utopie

Die Republik Freies Wendland (auch Freie Republik Wendland) wurde am 3. Mai 1980 durch eine Initiative der Anti-Atomkraft-Bewegung in der Nähe von Gorleben im Wendland (in Niedersachsen) ausgerufen.  (Imago / Sven Simon)
Die Freie Republik Wendland wurde am 3. Mai 1980 ausgerufen. (Imago / Sven Simon)

Der Archäologe Attila Dészi gräbt im Wendland nach Spuren der Vergangenheit. Er möchte wissen, was unter der Oberfläche noch übrig ist vom Geist des Widerstands vor 40 Jahren, als 800 Menschen für einen Monat lang in der von der Anti-Atomkraft-Bewegung ausgerufenen Freien Republik Wendland lebten. Die Autorin Rosa Hannah Ziegler begleitet den Archäologen und nimmt seine Arbeit zum Anlass für die Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte. Sie ist im Wendland aufgewachsen und befragt ihre Familie, weggezogene Zeitzeugen sowie Anhänger der jungen Widerstandsbewegungen vor Ort. Wie lebt der Geist von damals heute weiter? Und wie tief muss man heute nach der Utopie graben?

Fotos aus der ZeitAus dem Film „Der Traum von einer Sache“ (1981)Aus dem Film „Der Traum von einer Sache“ (1981)Aus dem Film „Der Traum von einer Sache“ (1981)Aus dem Film „Der Traum von einer Sache“ (1981)


Ursendung
Ausgrabung einer Utopie
40 Jahre Freie Republik Wendland
Von Rosa Hannah Ziegler
Regie: die Autorin
Mit: Veronika Bachfischer und Gilles Chevalier
Ton: Christian Bader
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
Länge: 54'27

(Foto: Heinz Jürgen Sibbel) (Foto: Heinz Jürgen Sibbel)


Rosa Hannah Ziegler, geboren 1982, studierte Regie an der Kunsthochschule für audiovisuelle Medien in Köln. Sie lebt als Filmemacherin und Autorin in Berlin. Für den Dokumentarfilm "Du warst mein Leben" (ZDF/3sat 2017) erhielt sie den Grimme-Preis 2018 und für ihren Dokumentarfilm "Cigaretta mon Amour – Portrait meines Vaters" (2006) den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold. Zuletzt: "Familienleben" (Deutschlandfunk Kultur 2019), "Was sagt mir Eleonore" (Deutschlandfunk Kultur 2017).

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