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Literatur / Archiv | Beitrag vom 25.11.2017

350. Geburtstag von Jonathan SwiftDer schärfste Satiriker seiner Zeit

Von Markus Metz und Georg Seeßlen

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Zeitgenössisches Porträt des irisch-englischen Schriftstellers Jonathan Swift (1667-1745) (picture alliance / dpa)
Zeitgenössisches Porträt des irisch-englischen Schriftstellers Jonathan Swift (1667-1745) (picture alliance / dpa)

Mit "Gullivers Reisen" wurde Jonathan Swift bekannt. Ursprünglich war das Jugendbuch allerdings eine Abrechnung mit der englischen Gesellschaft. Manche von Swifts Satiren erregten solches Aufsehen, dass die englische Regierung ein Kopfgeld auf ihn aussetzte. Markus Metz und Georg Seeßlen erinnern an einen leidenschaftlichen Aufklärer.

Jonathan Swift war einer der begabtesten und schärfsten Satiriker seiner Zeit. Sein Roman "Gullivers Reisen", erschienen 1726, gilt als Klassiker der Jugendliteratur, ist in seiner ursprünglichen Form aber eine beißende Satire auf die englische Gesellschaft. Swifts Leben als Emporkömmling, sein gescheitertes politisches Engagement und seine prekären ökonomischen Lebensumstände schärften seinen Blick auf die sozialen Strukturen in Irland, das die Engländer regierten.

Überbevölkerung? Einfach Babys essen!

In seiner bekanntesten Satire "A Modest Proposal" schlägt Swift vor, irische Babys zur Beseitigung von Überbevölkerung, Armut und Kriminalität als Nahrungsmittel zu nutzen. Manche seiner Satiren, die er unter Pseudonymen wie "A Dissenter" veröffentlichte, erregten solches Aufsehen, dass die englische Regierung eine Belohnung aussetzte, um des Verfassers habhaft zu werden. Zum 350. Geburtstag haben wir dem leidenschaftlichen Aufklärer unser Literatur-Feature gewidmet. Das Manuskript finden Sie hier. Einen wie Swift kann jede Gesellschaft gut gebrauchen. 

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