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Fazit / Archiv | Beitrag vom 09.09.2008

"33 aufregende Jahre"

Stroemfeld-Verleger KD Wolff über den Abschluss der bahnbrechenden Hölderlin-Gesamtausgabe

KD Wolff im Gespräch mit Dieter Kassel

Aufgeschlagenes Buch mit Lesebrille (Deutschlandradio / Bettina Straub)
Aufgeschlagenes Buch mit Lesebrille (Deutschlandradio / Bettina Straub)

Was vor 33 Jahren begann, geht in diesen Tagen zu Ende. 1975 wurde der erste Band der Frankfurter Hölderlin-Ausgabe vorgestellt. Nun wird der 20. und letzte Band ausgeliefert. Über drei Jahrzehnte Arbeit und finanzielle Krisen sind überstanden, sagt der erleichterte Verleger Karl Dieter Wolff vom Stroemfeld Verlag.

Dieter Kassel: Sind Sie jetzt stolz und glücklich?

KD Wolff: Vor allem erleichtert! Scheitern konnte man immer! Es gab Auseinandersetzungen unter den Herausgebern, zwischen uns mit den Herausgebern, Geldprobleme – Roter Stern ging pleite, man musste mit dem Namen, den wir von Hölderlin bekommen haben, wieder neu auferstehen. Also es waren schon 33 aufregende Jahre!

Kassel: Der Verlag Roter Stern war einmal ein radikallinker Verlag, Sie selber waren mal Vorsitzender des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS). Wie passt Hölderlin zu '68?

Wolff: Ganz besonders gut! Hölderlin war ja ein Revolutionär, nicht nur politisch, sondern auch dichterisch. Und er hat auch eine Revolution miterlebt, die scheitern musste. Wir fühlten uns ihm sehr nahe, und das taten ja viele. (…)

Kassel: Was bekommt man alles in der Gesamtausgabe?

Wolff: Das wichtigste: Man bekommt alle Handschriften von Hölderlin im Faksimile und dazu Umschriften, dass man die Handschriften auch lesen kann. So eine Edition hat es vorher noch nie gegeben.

Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 9.2.09 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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