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Konzert / Archiv | Beitrag vom 28.01.2016

25 Jahre Kammersymphonie BerlinBaba Yaga aus Anatolien

Live aus dem Kammermusiksaal der Philharmonie

Der Bağlama-Virtuose und Komponist Erdal Akkaya (Website Erdal Akkaya)
Der Bağlama-Virtuose und Komponist Erdal Akkaya (Website Erdal Akkaya)

Tragik, geballte Lebensfreude, Auseinandersetzung mit Geschichte: Die Kammersymphonie Berlin feiert mit ihrem Gast Erdal Akkaya und ihrem Künstlerischen Leiter Jürgen Bruns in der Konzertreihe "Toleranz" zu ihrem 25-jährigen Bestehen die Unterschiede und das Verbindende unserer Kulturen, mit Musik aus Berlin, Wien und Anatolien.

Quasi so alt wie die wiedervereinigte Bundeshauptstadt ist die Kammersymphonie Berlin, ein Ensemble, in dem freischaffende Musiker und Mitglieder der Berliner Orchester mitspielen. Mit einem Blick in die Romantik, die klassische Moderne und in die Gegenwart begeht das Kammerorchester jetzt sein Jubiläum. Dabei gibt es Musik, die Geschichten erzählt und die voller Liebe steckt - zum Leben, zur Natur, zur Musik selbst und zur Heimat, wie auch immer diese definiert wird.

Lokalkolorit bringen zwei Ouvertüren (die eigentlich Sinfonische Dichtungen sind) von Felix Mendelssohn Bartholdy ins Programm, denn dieser Komponist hat viele Jahre in seiner quasi Heimatstadt Berlin verbracht, zu der er allerdings ein zwiespältiges Verhältnis pflegte. Der preußische Verwaltungsapparat machte ihm das Leben oft sehr schwer, selbst als er Königlicher Hofkapellmeister geworden war. Künstlerisches Sehnsuchtsland war für ihn mehrfach England - davon kündet zum Beispiel seine "Hebriden"-Ouvertüre.

Einen sicheren Hafen in England fand der jüdische Wiener Komponist Egon Wellesz knapp 200 Jahre später. Von ihm spielt die Kammersymphonie Berlin die Musik für Streichorchester op. 91.

Aus unserer Gegenwart stammen die anderen zwei Beiträge des Jubiläumskonzerts: Der Baglama-Virtuose Erdal Akkaya hat anatolische Musik für sein Lauteninstrument und Orchester komponiert und arrangiert. Außerdem erklingt erstmals im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin eine Tanzsuite des slowenischen Komponisten Marko Mihevc, die einem größeren Opernprojekt mit dem Titel "Baba Jaga" entlehnt ist.

 

Live aus dem Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

"Die Hebriden" - Ouvertüre für Orchester op. 26

 

Erdal Akkaya

Anatolische Traditionals (Deutsche Erstaufführung)

 

ca. 20:55 Uhr Konzertpause, darin: "25 Jahre Kammersymphonie Berlin - ein Rückblick" - Mitglieder des Orchesters im Gespräch, außerdem sprechen Erdal Akkaya und Marco Mihevc über ihre Werke

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

"Das Märchen von der schönen Melusine" - Ouvertüre für Orchester op. 32

 

Egon Wellesz

Musik für Streichorchester op. 91

 

Marco Mihevc

Tanzsuite aus "Baba Jaga" (Uraufführung)

 

Erdal Akkaya, Bağlama und Gesang

Kammersymphonie Berlin

Leitung: Jürgen Bruns

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