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Interview / Archiv | Beitrag vom 12.05.2020

200. Geburtstag von Florence NightingaleVon der Pionierin der modernen Pflege lernen

Johanna Feuchtiger im Gespräch mit Liane von Billerbeck

Eine Malerei zeigt die die Britische Krankenschwester Florence Nightingale, wie sie 1855 im Krankenhaus von Skutari Briefe für verwundete Soldaten des Krimkrieges schreibt. (imago images /Photo12 / Ann Ronan Picture Library)
Menschen wir Florence Nightingale würden auch heute noch gebraucht, meint die Pflegewissenschaftlerin Johanna Feuchtinger. (imago images /Photo12 / Ann Ronan Picture Library)

Sauberkeit, frische Luft und genug zu essen für die Verwundeten: Mit diesen Forderungen sorgte Florence Nightingale in den Lazaretten des Krimkrieges für würdige Verhältnisse. Noch heute orientiert sich die Pflegewissenschaft an ihr.

Florence Nightingale, am 12. März 1820 in Florenz geboren, gilt heute als Begründerin der modernen Pflege. Die britische Regierung überließ ihr während des Krimkrieges die Organisation der Pflege in den Lazaretten. Das war Mitte des 19. Jahrhunderts.

Nightingale hätte eine Vision gehabt, sagt die Freiburger Pflegewissenschaftlerin Johanna Feuchtinger in unserem Programm. Menschen wie sie, die Verantwortung für die Patientenversorgung übernehmen und diese weiterentwickeln, würden auch heute gebraucht.

Verantwortung für die Kranken übernehmen

"Florence Nightingale hat einmal gesagt: 'Wir müssen als Pflegende darauf achten, dass in der Krankenstube Ordnung, Sauberkeit und frische Luft herrschen und dass die Verwundeten ordentlich zu essen haben'", so Feuchtinger.

Nightingale sei über ihre direkten Vorgesetzten hinweg zur Heeresleitung gegangen, um "Dinge einzufordern und für die Verwundeten eine Lazarettorganisation hinzukriegen".

Nightingale arbeitete auch empirisch und wertete Beoachtungen – beispielswiese über Krankheitsverläufe – aus. "Sie war sogar die erste Frau der königlichen statistischen Gesellschaft", so Feuchtinger.

(huc)

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