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Zeitfragen | Beitrag vom 31.07.2019

100 Jahre Klappholttal auf SyltWo der Wandervogel überlebt hat

Von Hannelore Dauer

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Kiefern im Klappholttal bei Kampen auf Sylt. (imago stock / Werner Hinz)
Das Klappholttal auf Sylt. In der Nähe liegt das von Knud Ahlborn 1919 gegründete Sommerlager. (imago stock / Werner Hinz)

Zwischen List und Kampen auf Sylt liegt die Volkshochschule Klappholttal. 1919 wurde sie als "Nordseelager Klappholttal" gegründet, ein Ferienlager der Wandervogelbewegung. Bis heute hat sie sich etwas von diesem Geist bewahrt.

"Wer etwas über Vater oder über Klappholttal sagen will, der muss sich mit der Jugendbewegung befassen", sagt Thorwald Ahlborn, Sohn von Knud Ahlborn, dem Gründer und langjährigen Leiter von Klappholtal, damals 'Nordseelager Klappholttal', heute Akademie am Meer. Ahlborn war eine wichtige Persönlichkeit der historischen Wandervogel- und Jugendbewegung, Mitorganisator des legendären Jugendtreffens auf dem Hohen Meißner 1913.

Der junge Arzt endeckte Klappholttal auf Sylt im Sommer 1919 zufällig: auf der Fahrt von List nach Kampen musste die Kleinbahn Wasser für die Lokomotive auftanken - in einem verlassenen Dünental, in dem nur ein paar alte Militärbaracken standen. Hier kam Ahlborn die Idee zu einem Ferienlager für die Freideutsche Jugend, eine Gruppierung, die sich auf dem Hohen Meißner zusammengefunden hatte. Ihre Forderungen waren: ein Leben in Naturnähe, in Gemeinschaft, mit kulturellen Aktivitäten. Genau das gilt für Klappholttal noch heute - nach 100 Jahren - dank ständiger Bemühungen um die jeweils zeitgemäße Auslegung der Meißner-Ideale.

Das vollständige Manuskript der Sendung können Sie hier als pdf herunterladen.

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