Seit 14:05 Uhr Kompressor

Mittwoch, 13.11.2019
 
Seit 14:05 Uhr Kompressor

100 Jahre Erster Weltkrieg

Seite 2/3
 Französische Soldaten klettern während der Schlacht um die ostfranzösische Stadt Verdun zu einem Angriff aus ihren Schützengräben (Archivfoto von 1916). Bei der Schlacht um Verdun sind von Februar bis Dezember 1916 rund 700.000 Menschen umgekommen. Ausgelöst durch die tödlichen Schüsse auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand durch serbische Nationalisten am 28. Juni 1914 in Sarajevo brach im August 1914 der große Krieg (später als 1. Weltkrieg bezeichnet) aus. Es kämpften die Mittelmächte, bestehend aus Deutschland, Österreich-Ungarn sowie später auch das Osmanische Reich (Türkei) und Bulgarien gegen die Tripelentente, bestehend aus Großbritannien, Frankreich und Russland sowie zahlreichen Bündnispartnern. Die traurige Bilanz des mit der Niederlage der Mittelmächte 1918 beendeten Weltkriegs: rund 8,5 Millionen Gefallene, über 21 Millionen Verwundete und fast 8 Millionen Kriegsgefangene und Vermisste. (picture alliance / AFP)

Erster WeltkriegKümmelschnaps im Schützengraben

Spiele, Rosenkränze, Kümmelschnaps: Fundstücke wie diese geben Archäologen Aufschluss über das Alltagsleben auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs. Die Archäologin Bernadette Schnitzler sagt, besonders aufschlussreich seien die Abfallgruben.

Nachdem am 1. August 1914 durch Kaiser Wilhelm II. die allgemeine Mobilmachung verkündet worden ist, ziehen deutsche Soldaten in den Krieg (Aufnahme vom August 1914). Am 28. Juni 1914 war in Sarajevo der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand durch serbische Nationalisten ermordet worden. In der Folge erklärte Wien am 28. Juli 1914 Serbien den Krieg. Der Konflikt entwickelte aufgrund der europäischen Bündnisverpflichtungen und Generalstabsabmachungen in kurzer Zeit zu einem Weltkrieg. Am 1. August 1914 erfolgte die Kriegserklärung Deutschlands an Rußland, zwei Tage später an Frankreich. (dpa picture alliance)

Erster WeltkriegSchonungslose Analyse der deutschen Schuld

Einhundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs gehen die Deutschen entspannt mit ihrer Schuld am Ersten Weltkrieg um - auch, weil viele Autoren inzwischen die Mitschuld anderer Nationen hervorheben. Jörn Leonhard schaut trotzdem intensiv auf das deutsche Kaiserreich.

Die Zeit nach dem Dritten Reich nimmt in Herberts Buch den größten Raum ein.  (picture alliance / dpa / apa Brandstätter-Verlag)

HistorieDie großen Linien

Es ist ein gewaltiges Werk: Auf fast 1500 Seiten erzählt Ulrich Herbert die Deutsche Geschichte seit 1870. Er tut das souverän und anschaulich - ein hervorragendes Buch.

Französisches Denkmal am Hartmannsweilerkopf in den Südvogesen in Frankreich das im 1. Weltkrieg in den Jahren 1914/15 stark umkämpft war. (dpa picture alliance)

Erster WeltkriegOmas Erlebnisse in Comic-Bildern

Es sind die Eindrücke der kleinen Leute aus dem Ersten Weltkrieg, die die im Elsass geborene Illustratorin Anne Teuf in ihren Zeichnungen darstellt. Vier Jahre hat sie sie ins Netz gestellt, jetzt erscheint der Comic in Buchform.

Die Regisseurin Angela Schanelec (dpa / picture alliance / Jörg Carstensen)

100 Jahre Erster WeltkriegDer Ursprung des Unglücks

In dem Projekt "The Bridges of Sarajevo" haben 13 Regisseure aus ganz Europa zusammengearbeitet, um einen filmischen Beitrag zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zu leisten. Aus Deutschland ist Angela Schanelec mit einer Episode vertreten.

Russische Soldaten sitzen im Schützengraben während des 1. Weltkriegs. (picture alliance / dpa / Foto: Itar-Tass)

GedenkkulturGanz auf Staatslinie

Der 1. Weltkrieg gilt in Russland als "Vergessener Krieg". Zum hundertsten Jahrestag des Ausbruchs entdeckt die Staatsführung ihn neu. Der Bildhauer Andrej Kowaltschuk baut das zentrale Denkmal dafür.

Soldaten der französischen Armee im Ersten Weltkrieg (1914-1918) in einem Schützengraben. (picture-alliance/ dpa)

ErinnerungskulturMit einem Attentat die Welt entzünden

Michael Epkenhans vom Zentrum für Militärgeschichte in Potsdam spricht über "Die Büchse der Pandora" von Jörn Leonhard und Autor Gregor Mayer über sein Buch "Verschwörung in Sarajevo. Triumph und Tod des Attentäters Gavrilo Princip".

Das undatierte Handout zeigt Ludwig Kirchners "Selbstbildnis als Soldat" in der National Portrait Gallery in London. In der National Portrait Gallery in London ist am Donnerstag eine Ausstellung zum 100-jährigen Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs eröffnet worden. Porträtaufnahmen, Gemälde, Fotografien und Filme sollen zeigen, wie der Konflikt über nationale und gesellschaftliche Grenzen hinaus von den Beteiligten erlebt wurde. Die Ausstellung "The Great War In Portraits" läuft bis zum 15. Juni. (National Portrait Gallery / dpa)

KulturZerrissen nach allen Seiten

"Es war Reinigung, Befreiung, was wir empfanden, und eine ungeheure Hoffnung." - Nicht nur Thomas Mann verklärte den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 als "Großen Krieg".

Zeitgenössische Aufnahme von Kaiser Wilhelm II. (.l) mit seinem ältesten Sohn Kronprinz Wilhelm (r.) und dessen Sohn Prinz Wilhelm. (Undatierte Aufnahme). (picture-alliance / dpa)

Erster WeltkriegEine Palette voller Emotionen

Nicht nur Patriotismus, sondern auch Unsicherheit und Desinteresse prägten die Gefühle der Menschen vor Kriegsbeginn. Tillmann Bendikowski zeigt dies anhand der Lebenswelten von fünf Menschen, darunter ein Kaiser, eine Lehrerin und ein Dichter.

GedenkjahrDer Buchmarkt und der Erste Weltkrieg

Runde Jahrestage bieten immer wieder Anlass zu Buchveröffentlichungen. Selten aber gibt es eine derartige Bücherflut wie beim Gedenken an den Ersten Weltkrieg, der vor 100 Jahren ausbrach.

Zeitgenössisches Porträt des deutschen Staatsmanns Otto von Bismarck (1815-1898).  (picture alliance / Bibliographisches Institut & F.A)

GeschichtsbildDrama der doppelt gescheiterten Revolution

Die explosive innenpolitische Lage vor 1914 in Deutschland beschreibt Heiner Karuscheit. Er nennt schlüssige Gründe für den Kriegsausbruch und erklärt so, nüchtern im Stil, das Zusammenspiel deutscher Innen- und Außenpolitik.

Die Künstler Oliver Augst und John Birke (W. Becker)

LIVEHÖRSPIEL IN DER VOLKBÜHNE BERLINAlle Toten 1914

2014 feiert das kollektive Gedenken Hochkonjunktur: Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges jährt sich zum 100. Mal. Im Live-Hörspiel "Alle Toten 1914" wird die Erinnerungs- und Jubiläumskultur auf die Spitze getrieben.

Soldaten der französischen Armee im Ersten Weltkrieg (1914-1918) in einem Schützengraben (picture-alliance/ dpa)

KriegsromanDrastische Szenen

Fünf Schicksalsträger - zerfetzt, verstümmelt oder hingerichtet. In "14" von Jean Echenoz wird der Erste Weltkrieg zum absurden Ballett des Tötens. Dem neuen Roman des Franzosen fehlt aber ein erzählerischer Kern.

Die Schlacht von Verdun steht sinnbildlich für die Schrecken des Ersten Weltkrieges.  (picture alliance / AFP)

Erster WeltkriegDie herbeigesehnte Katastrophe

Viele ahnten, dass ein "Weltenbrand" bevorstand, doch sie wollten es nicht wahrhaben: Die Kriegserklärung kam für sie wie ein Donnerschlag. Dabei kündigte sich der Krieg durchaus an.

Schild im Kulturforum in Berlin: Es ist ein Hinweis auf das Themenjahr "1914. Aufbruch. Weltbruch" (picture alliance / dpa)

MedienkritikWeltkrieg als Kalendergeschichte

In diesem Jahr reden wir viel vom Ersten Weltkrieg, der 1914 begonnen hat. Der Literaturwissenschaftler Ulrich Baron hat Dutzende Neuerscheinungen dazu gelesen und sagt: Bücher und Debatten müssen zur rechten Zeit kommen – und nicht nur zum richtigen Termin.

Die Gedenkstätte in Verdun-Douaumont (dpa / pa / Fellens)

Erster WeltkriegAkt der Aussöhnung, Stein des Anstoßes

Im Beinhaus von Douaumont bei Verdun soll an diesem Wochenende erstmals eine Gedenktafel für einen deutschen Soldaten angebracht werden. Diese Geste gefällt nicht allen Franzosen, manche sprechen von Verrat an den eigenen Gefallenen.

Französische Infanterie auf dem Schlachtfeld von Verdun im 1. Weltkrieg (1914-1918). (picture alliance / AFP)

SachbuchKriegsgeschichte für Schlachten-Fans

Militärhistorie zu erzählen, ohne in die Falle der Kriegsspielbegeisterung zu tappen - das gelingt Olaf Jessen nicht. Seine Verdun-Schilderungen sind kenntnisreich, doch distanziert er sich nur wenig von seinen Quellen.

Historisches Telefon mit Wählscheibe  (dpa / picture alliance / Lehtikuva Pekka Sakki)

Sachhörbuch20 Minuten für den Ersten Weltkrieg

Eine geglückte Verbindung von Unterhaltung und Bildungserlebnis belebt die vernachlässigte Sparte des Sachhörbuchs: Weltgeschichte, Alltagskultur und Wissenschaften auf 23 CDs – verpackt in spannenden Hörspieleinlagen und lehrreichen Expertentexten.

Blick in die Ausstellung "Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme - Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert" im Paul-Löbe-Haus  (Bundesstiftung Aufarbeitung)

Politische Bildung Die Extreme des 20. Jahrhunderts

Im Paul-Löbe-Haus des Bundestages widmet sich eine Plakatausstellung dem Thema "Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme". Auf Schautafeln werden die Dramen des 20. Jahrhunderts dargestellt: Krieg, Massenvernichtung, Diktatur.

Seite 2/3

Ergebnisse der Umfrage

Wofür würden Sie Ihr Leben geben? 20.000 Radiohörer und Internetnutzer haben auf unsere große internationale Umfrage anlässlich des 100. Jahrestags des Ersten Weltkriegs geantwortet.
Die Ergebnisse im Detail

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur