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Tonart | Beitrag vom 29.11.2017

100. Geburtstag der GitarrenlegendeAuf den Schultern von Merle Travis

Andreas Schulz im Gespräch mit Mathias Mauersberger

Gitarrespiel (imago/blickwinkel)
Merle Travis' Techniken sind bis heute relevant. (imago/blickwinkel)

Merle Travis war mit Songs wie "16 Tons" nicht nur ein erfolgreicher Songwriter, der Mann aus Kentucky gilt auch als einer der einflussreichsten US-Gitarristen des 20. Jahrhunderts. Heute wäre Travis 100 Jahre alt geworden.

Travis Spieltechnik holte mit seinem Vielklang an Rhythmen, Akkordfolgen und Melodien aus einer einzigen Gitarre einen Klang heraus, der an eine ganze Band erinnerte. Er war ein Pionier von Spieltechniken wie "Fingerpicking" und "Flatpicking" und entwarf eine der ersten elektrischen Gitarren. Nach ihm ist auch das "Travis-Picking" benannt.

"Travis hat diese Technik zwar erfunden, aber er war nicht der erste, der die Fingerstyle Technik benutzte. Sie war schon lange vorher bei den farbigen Bluesmusikern im Süden der USA geläufig", sagte Andreas Schulz, Chefredakteur der Zeitschrift "Akustik Gitarre" im Deutschlandfunk Kultur.

Travis Spieltechniken seien bis heute relevant, sagte Schulz: "Wer heute Akustik-Gitarre im Fingerpicking-Style spielt, steht immer auf den Schultern von Merle Travis". Diese Technik werde von jeder neuen Gitarristen-Generation immer wiederentdeckt. "Wer jetzt Gitarre spielt und nach den Wurzeln seiner jetzigen Helden sucht, der wird irgendwann auch auf Merle Travis stoßen", sagte Schulz.

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