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Kulturnachrichten

Donnerstag, 14. Februar 2019

10 Jahre Kultur-Freiwilligendienst "Kulturweit"

4000 junge Menschen haben teilgenommen

Der Freiwilligendienst "Kulturweit" der Deutschen Unesco-Kommission feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Seit 2009 hätten fast 4000 junge Menschen an dem internationalen Programm teilgenommen, teilte die Organisation in Bonn mit. Im Rahmen des Freiwilligen Soziales Jahres hätten sie weltweit in Schulen, Kultureinrichtungen, Naturerbestätten und nationalen Unesco-Kommissionen mitgearbeitet. Das Jubiläum soll mit einem Festakt und einer Zukunftswerkstatt am 12. und 13. September in Berlin begangen werden. Das Projekt "Kulturweit" wird in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt durchgeführt. Partner sind unter anderen der Deutsche Akademische Austauschdienst, das Goethe-Institut und die Deutsche Welle Akademie.

Neue Direktorin am Literaturarchiv Marbach

Sandra Richter heute offiziell in ihr Amt eingeführt

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) ist für seine neue Direktorin Sandra Richter ein multimedial und international ausgerichteter Lernort. Es sollte öffentliches Forschungsarchiv und "dialogischer Thinktank für Literatur und Geistesgeschichte" sein, sagte Richter vor Journalisten in der Schillerstadt. Die 45-jährige Literaturwissenschaftlerin ist Nachfolgerin des langjährigen DLA-Chefs Ulrich Raulff. Neues Projekt des DLA ist ein "Science Data Center". Hier sollen künftig digitale Texte und Materialien aus dem Internet - etwa literarische Webseiten oder Blogs - archiviert und dauerhaft erhalten werden. Das DLA Marbach wurde 1955 in der Geburtsstadt Friedrich Schillers gegründet. Zur Institution gehören das Archiv mit Beständen von 1750 bis zur Gegenwart, das Schiller-Nationalmuseum, das Literaturmuseum der Moderne (LiMo) sowie das Collegienhaus. Träger ist die Deutsche Schillergesellschaft.

Hörbuchpreis für Christoph Maria Herbst

Der Gewinner der neuen Kategorie "Bester Podcast" wird noch bekanntgegeben

Der Schauspieler Christoph Maria Herbst bekommt den Deutschen Hörbuchpreis. Er erhalte die Auszeichnung in der Kategorie "Beste Unterhaltung" für seine Interpretation des Romans "Die Hungrigen und die Satten" von Timur Vermes. Das teilt der WDR mit. Für das "Beste Hörspiel" wird die Berliner Regisseurin Judith Lorentz für ihre Adaption des Romans "Unterleuten" von Juli Zeh geehrt. Gewinner in der Kategorie "Bestes Kinderhörbuch" ist Schauspieler Stefan Kaminski mit seiner Lesung des Buches "Kannawoniwasein! Manchmal muss man einfach verduften" von Martin Muser. Der Deutsche Hörbuchpreis ist in jeder Kategorie mit 3.333 Euro dotiert.

Buchgroßhändler KNV insolvent

Entsprechenden Gerüchte hatte es schon länger gegeben

Der Buch- und Mediengroßhändler Koch, Neff & Volckmar (KNV-Gruppe) mit gut 1900 Mitarbeitern hat Insolvenz beim Amtsgericht Stuttgart angemeldet. Als Grund nannte das Familienunternehmen überraschend gescheiterte Investorengespräche. Das brachte den Großhändler, der Bindeglied zwischen Verlagen und Buchhandlungen ist und zuletzt rund 590 000 Titel ständig am Lager hatte, in die schwierige Finanzlage. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde nach Angaben des Amtsgericht noch nicht bestellt. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren bei Erfurt mit Millionenaufwand ein Logistikzentrum aufgebaut.

Mülheimer Theatertage: Acht Nominierungen

Dramatikerpreis ist mit 15.000 Euro dotiert

Acht neue Theaterstücke dürfen sich demnächst in Mülheim Hoffnung auf eine der wichtigsten Bühnen-Auszeichnungen machen: Den Dramatikerpreis. Dazu gehören zwei Stücke vom Schauspiel Köln: Wonderland Ave von Sibylle Berg und Schnee Weiss (Die Erfindung der alten Leier) von Elfriede Jelinek. Vom Berliner Ensemble geht Simon Stones "Eine griechische Trilogie" ins Rennen um den mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikerpreis 2019. Außerdem dabei sind:
Wolfram Höll mit "Disko" und Thomas Köck mit "atlas" vom Schauspiel Leipzig, Konstantin Küspert mit "Der Westen" vom ETA Hoffmann Theater Bamberg, vom Schauspielhaus Wien Enis Maci mit "Mitwisser" und Clemens J. Setz vom Schauspiel Stuttgart mit "Die Abweichungen". Dem Auswahlgremium der „Stücke 2019" gehörten Jürgen Berger, Cornelia Fiedler, Stephan Reuter, Christine Wahl und Franz Wille an. Die „Stücke 2019" werden vom 11. bis zum 30. Mai aufgeführt.

Werk von Cittadini kehrt nach Dresden zurück

„Stillleben mit einem Hasen" war seit 1945 vermisst

Das zum Bestand der Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehörende „Stillleben mit einem Hasen" von Pietro Francesco Cittadini kehrt nach Dresden zurück. Das Gemälde war seit 1945 vermisst und in der Lost Art-Datenbank der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste verzeichnet. Es befand sich in georgischem Privatbesitz. Deutsche und Georgische Wissenschaftler konnten anhand von Altersspuren und Schäden nachweisen, dass es sich bei dem Gemälde um das vermisste Werk handelt. Es wird in Anwesenheit des Premierministers von Georgien, Mamuka Bakhtadze, sowie des Präsidenten des Sächsischen Landtages, Matthias Rößler am 18. Februar 2019 erstmals wieder in Dresden präsentiert.

Sir Karl Jenkins: Brexit wird in Katastrophe führen

Komponist sagt, die Menschen seien beim Referendum in die Irre geführt worden

Sir Karl Jenkins, walisischer Komponist, blickt dem Brexit mit großer Sorge entgegen. Er hält ihn für eine desaströse Entscheidung, die auf eine Katastrophe zusteuert. "Die Menschen wurden zum Zeitpunkt des Referendums in die Irre geführt; sie hätten das alles nicht glauben sollen", so Sir Karl, der am Sonntag 75 Jahre alt wird. Der international bekannte Künstler ist der erste walisische Komponist, der von der Queen in den Ritterstand erhoben wurde. Bekannt wurde er vor allem durch die sphärische Hymne "Adiemus", die er 1994 für die Werbung einer Fluggesellschaft komponierte, und seine Friedensmesse "The Armed Man". Seither wurde das Werk mehr als 2500 mal in rund 20 Ländern aufgeführt.

Shortlist für Preis der Leipziger Buchmesse

Der Preis ist mit 60 000 Euro dotiert

Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest. In der Kategorie Belletristik sind das drei Autoren und zwei Autorinnen. Darunter sind Anke Stelling mit „Schäfchen im Trockenen", Matthias Nawrat mit „Der traurige Gast" und Kenah Cusanit mit ihrem Romandebut „Babel". In der Kategorie Sachbuch stehen unter anderem Frank Biess mit „Republik der Angst. Eine andere Geschichte der Bundersrepublik"  und Harald Jähner mit „Wolfszeit" auf der Shortlist. Der mit insgesamt 60 000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird am 21.3. vergeben.

Kulturrat: AfD betreibt "Kulturkampf von rechts"

Kulturelle Einrichtungen in ländlichen Regionen stärker von Rechten bedrängt

Die AFD versucht verstärkt, in die Autonomie des Kunstbereichs einzugreifen, sagt der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann. Debatten um Kunst hätte es schon immer gegeben, aber diese Übergriffe seien neu, unterstrich er. Besonders in ländlichen Regionen würden kulturelle Einrichtungen immer stärker von Rechten bedrängt. Durch parlamentarische Anfragen zu missliebigen Projekten und Veranstaltungen versuche die Partei, Druck auf Künstler auszuüben. Zudem habe sie das rechte Milieu salonfähig gemacht.
Zimmermann sagte, keine Partei setze sich in ihrem Programm so sehr mit Kultur auseinander wie die AfD. Parteiangehörige würden zudem gezielt versuchen, wichtige Positionen im Kulturbereich zu besetzen.

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