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Dienstag, 20.02.2018
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 19. Januar 2018

Fatih Akin gewinnt Bayerischen Filmpreis

Regisseur erhält Auszeichnung für "Aus dem Nichts"

Regisseur Fatih Akin erhält den Bayerischen Filmpreis in der Sparte Regie. Diane Kruger, Hauptdarstellerin in seinem Film "Aus dem Nichts", wurde als beste Schauspielerin geehrt. Akins NSU-Drama gewann kürzlich einen Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film und ist auch der deutsche Oscar-Kandidat. Akin sei ein "Meister seines Faches", teilte die Jury vorab mit. Für den besten Dokumentarfilm, "Die Nacht der Nächte", wurden die Filmemacherinnen Yasemin und Nesrin Samdereli ausgezeichnet. Der Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten ging an Regisseur und Produzent Werner Herzog.

SPD will Bundeskulturministerium schaffen

Partei schliesst sich damit einer Forderung des Kulturrates an

Die SPD unterstützt die Forderung des Deutschen Kulturrates nach einem Bundeskulturministerium. Bislang ist Kulturpolitik Ländersache, der oder die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur- und Medien ist im Kanzleramt angesiedelt. Die SPD will das Thema in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU durchsetzen - falls es zu Koalitionsverhandlungen kommt. Auch die Stiftung Zukunft Berlin hat sich dafür ausgesprochen. Budget und Einfluss der Kulturpolitik des Bundes seien in den letzten Jahren stetig gestiegen. Zum Beispiel durch zahlreiche Bundeskultureinrichtungen oder kulturpolitischen Regelungen wie dem Kulturgutschutzgesetz. Die Aufgaben könnten in einem Bundeskulturministerium besser und effizienter umgesetzt werden, so der Kulturrat.

Britischer Autor Peter Mayle gestorben

Mayle war für seine Provence-Bestseller bekannt

Der britische Autor Peter Mayle ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Bekannt wurde der Schriftsteller vor allem durch seine Romane und Reisebeschreibungen über das Leben in der südfranzösischen Provence. Mayle sei nach kurzer Krankheit in einem französischen Krankenhaus gestorben, teilte der Verlag Alfred A. Knopf im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Mayles 1992 erschienenes Buch "Mein Jahr in der Provence" erreichte eine Millionen-Auflage. Auch sein Roman "Hotel Pastis", eine Liebesgeschichte in der Midlifecrisis, wurde ein Bestseller. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Regina Ziegler erhält Preis für Filmproduzenten

Ziegler war eine der ersten Filmproduzentinnen Deutschlands

Die Berliner Filmproduzentin Regina Ziegler wird mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis ausgezeichnet. Der Preis sei "eine große Verbeugung" vor der Leistung Zieglers, sagte der Juryvorsitzende. Ziegler hat in 45 Jahren rund 500 Filme fürs Fernsehen und Kino produziert - darunter "Ich dachte, ich wäre tot" (1973), "Ein Jahr der ruhenden Sonne" (1984) und "Rückkehr nach Montauk" von Volker Schlöndorff (2017). 2006 widmete das New Yorker Museum of Modern Art ihr eine Retrospektive. Der Carl Laemmle Produzentenpreis ist mit 40 000 Euro dotiert.

Autorin Elena Ferrante wird Kolumnistin beim Guardian

Es ist nicht bekannt, wer hinter dem Pseudonym steckt

Im Wochenendmagazin des britschen "Guardian" erscheint künftig jede Woche ein persönlicher Text von Elena Ferrante. "In ihrer wöchentlichen Kolumne (...) wird Ferrante ihre Gedanken zu einer großen Bandbreite von Themen teilen, unter anderem zu Kindheit, Älterwerden, Gender und - in ihrem Debütartikel - zur ersten Liebe", hieß es von Seiten des Magazins. Sie sei "angezogen von der Möglichkeit, sich selbst zu testen", sagte Ferrante laut der Zeitung. Sie schreibe ihre Artikel auf Italienisch, wie der "Guardian" weiter mitteilte. Eine Mitarbeiterin werde sie dann ins Englische übersetzen. Ferrante wurde mit einer Reihe von Neapel-Romanen weltbekannt. Die ersten drei Bände "Meine geniale Freundin", "Die Geschichte eines neuen Namens" und "Die Geschichte der getrennten Wege" wurden in Deutschland zu Bestsellern.

Schauspielerin Angelika Meissner gestorben

"Mädel vom Immenhof" starb bereits am 10.Januar

Sie war eines der berühmten "Mädels vom Immenhof": Angelika Meissner ist tot. Sie starb am 10. Januar im Alter von 77 Jahren in einem Berliner Pflegeheim, wie die Agentur Wort und Kunst unter Hinweis auf Familienangehörige mitteilte. Meissner spielte in der schleswig-holsteinischen Ponyhof-Saga die Rolle der Dick, Heidi Brühl war in den Filmen ihre Schwester Dalli. Meissner drehte noch einige weitere Filme, darunter "Witwer mit fünf Töchtern" und "Hubertusjagd". In den 60er Jahren zog sie sich aus dem Showgeschäft zurück und arbeitete als Architektin.

Japanische Hügelgräber sollen Weltkulturerbe werden

Regierung kündigt Bewerbung bei Unesco an

Japanische Hügelgräber in Schlüssellochform sollen nach Wunsch der Regierung Unesco-Weltkulturerbe werden. Tokio kündigte nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo an, die zu Hügeln aufgeschichteten Grabstätten für die Bewerberliste einzigartiger Bauwerke vorschlagen zu wollen. Von oben betrachtet erinnert die Form der von Wassergräben umgebenen Grabanlagen an ein Schlüsselloch. Weshalb die Form gewählt wurde, ist nicht bekannt. Insgesamt geht es um 49 Gräber, die zwischen dem 4. und 5. Jahrhundert erbaut wurden. In den Anlagen wurden vor allem die sterblichen Überreste der Mitglieder der Herrscherfamilien beigesetzt. Erst seit wenigen Jahren werden einige der Gräber erforscht. Die Anlagen gelten als heilig und sind teils im Privateigentum der Kaiserfamilie.

Sängerin O'Riordan wird am Dienstag beigesetzt

Todesursache ist nach wie vor ungeklärt

Die kürzlich verstorbene Sängerin der irischen Rockgruppe The Cranberries, Dolores O'Riordan, soll am kommenden Dienstag in der Nähe der westirischen Hafenstadt Limerick beigesetzt werden. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf einen mit der Familie befreundeten Priester. Auf die öffentliche Trauerfeier in einer örtlichen Kirche solle demnach ein Begräbnis im Familienkreis folgen. Die 46-jährige Musikerin war am Montag in einem Hotelzimmer in London tot aufgefunden worden. Woran O'Riordan gestorben ist, soll nun bei einer amtlichen Untersuchung in der britischen Hauptstadt festgestellt werden.

"Hasty Pudding"-Preis für Paul Rudd

Begehrter Preis der Theatergruppe der Harvard-Universität

Paul Rudd ist für die Theatergruppe der Universität Harvard der "Mann des Jahres" und wird deshalb mit dem "Hasty Pudding"-Preis ausgezeichnet. Neben vielen hervorragenden Leistungen in Film und Fernsehen würdigten sie besonders Rudds Fähigkeit, "seit 1995 nicht gealtert zu sein". Der Preis wird nach alter Tradition in ironischem Rahmen vergeben. Zum Brauch zählt ein bunter Straßen-Umzug und der sogenannte Roast, das ist ein Dinner, bei dem die Preisträger veralbert werden, bevor sie dann den goldenen Puddingtopf erhalten.
Bereits letzte Woche war bekanntgegeben worden, dass Mila Kunis als Frau des Jahres geehrt wird.

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