Seit 17:05 Uhr Studio 9 kompakt
 

Sonntag, 19.11.2017

Lesart | Beitrag vom 14.09.2017

Yaa Gyasi über ihren Roman "Heimkehren""Geschichte folgt uns überall hin"

Moderation: Andrea Gerk

Beitrag hören Podcast abonnieren
Yaa Gyasi (Deutschlandradio / Jana Demnitz)
Die Schriftstellerin Yaa Gyasi zu Gast bei Deutschlandfunk Kultur (Deutschlandradio / Jana Demnitz)

Ein Roman über Sklaverei und anhaltenden Rassismus: Das Debüt von Yaa Gyasi ist beeindruckend aktuell. In "Heimkehren" erzählt die ghanaisch-amerikanische Schriftstellerin den Weg zweier Schwestern und ihrer Nachkommen – vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Die Ereignisse um das Attentat in Charlottesville zeigen, wie präsent der tägliche Rassismus in den USA nach wie vor ist. Der Debütroman "Heimkehren" von Yaa Gyasi ist angesichts dessen beeindruckend politisch aktuell und ein bewegendes Stück Literatur über Sklaverei und anhaltenden Rassismus.

"Die Vorstellung, dass Geschichte uns überall hin folgt"

Die Schriftstellerin wurde in 1989 in Ghana geboren, kam als Kleinkind mit ihrer Familie in die USA. Ausgehend von der Kolonialgeschichte Ende des 18. Jahrhunderts im Gebiet des heutigen Ghana zeichnet Yaa Gyasi in "Heimkehren" die Wege zweier Schwestern und ihrer Nachkommen bis in die Gegenwart hinein.

Warum diese Zeitspanne für sie so wichtig war, erklärte die Autorin im Deutschlandfunk Kultur:

"Als ich das Buch geschrieben habe, war mir sehr wichtig, dass es darin nicht nur um die Zeit von der Sklaverei bis zum Bürgerkrieg geht, sondern wirklich auch die Zeit bis heute mit eingeschlossen ist. Was ich interessant finde, ist die Idee, die Vorstellung, dass Geschichte uns überall hin folgt. Dass Geschichte nicht vorbei ist, sondern immer ein Teil der Gegenwart bleibt."

Yaa Gyasi: Heimkehren
Dumont Verlag, Köln 2017
416 Seiten, 22 Euro

Lesart

Wundermittel oder Krebsgefahr?Der Kampf um Glyphosat & Co.
Ein Traktor fährt bei Göttingen (Niedersachsen) Ende März über ein Feld und bringt mittels einer gezogenen Anhängespritze zur Saatbettbereinigung Glykosphat aus (undatierte Aufnahme). Glyphosat kommt in der Regel als Nacherntebehandlung bzw. vor der Aussaat zum Einsatz. Das Pestizid dient zur Unkrautbekämpfung in der Landwirtschaft. (ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und der vollständigen Nennung der Quelle) - Foto: Steven Lüdtke/Forum Moderne Landwirtschaft/dpa (Steven Lüdtke/Forum Moderne Landwirtschaft/dpa)

Ist Glyphosat ein ungefährliches Wundermittel zur Bekämpfung von Unkraut? Oder schädigt es die DNA und zerstört die Vielfalt unserer Natur? Wir diskutieren mit dem Biochemiker Helmut Burtscher-Schaden und dem Dokumentarfilmer Alexander Schiebel über die leidenschaftlich geführte Debatte. Mehr

weitere Beiträge

Buchkritik

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur