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Fazit / Archiv | Beitrag vom 25.10.2009

Worte der Wende: Neue Bundesländer

Von Ulrike Draesner

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In Hundesland ist jeder wieder gleich neu. (AP)
In Hundesland ist jeder wieder gleich neu. (AP)

Die neuen Bundesländer machten die alten Bundesländer zu dem, was sie heute sind, nämlich alt. Solange sie zu elft waren, waren sie als Bundesländer in sich ganz neu geblieben, denn nach neu oder alt krähte kein Hahn, fragte kein Hund.

Als die fünf hinzukamen, was nur aus Verlegenheit geschah, denn man hatte keine Idee, wie man sie sonst nennen sollte, hatten die anderen naturgemäß sofort Angst, alt auszusehen, obwohl auch die neuen Bundesländer rapide veralteten, siehe Bevölkerungsstatistik. Was für eine Einheit: nun kam man gemeinsam im Bund auf den Hund, was die Ober-Benenner der Republik endlich auf den Gedanken brachte, alles zusammen noch einmal umzutaufen.

Jetzt erst wurde die Einheit wirklich hergestellt: Seit neuem heißen alle Bundesländer gleichermaßen Hundesländer, als Hundesland ist jeder wieder gleich neu und zugleich wahr. Jedes Bundesland ist als Hundesland in der Hundesrepublik gefragt. Hätte man das nur früher entdeckt! Dann wäre man auch nicht gemeinsam in die Schuldenfalle getappt, denn Hunde tappen nicht blöd in Fallen.

Es geht ihnen immer und gezielt um die Wurst, die im frischen, von der Metzgerinnung gefeierten Hundesbund von der Hundeskanzlerin, die aus einem neuen Hundesland stammt, als es noch anders hieß, mithilfe des Bundeshundes hundegemäß verteilt werden wird.

Höchste Zeit also für die Anschaffung eines schwarzen, allergiefreien Hundeskanzleramthundes, der mit gelben Streifen besprüht, die selbstverständlich leicht abwaschbar sein müssen (Tierschutz), an langer Leine für jeden Hundesbürger die Wurst der Zukunft jagen geht!

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