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Wortwechsel | Beitrag vom 15.09.2017

Wirbelstürme, Gletscherschmelze, StarkregenWas können wir tun?

Moderation: Monika van Bebber

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Die beiden stehen im knietiefen und vom Wind bewegten Wasser. Man sieht sie von hinten. Einer hält eine Art Telefon, der andere spricht in einen Hörer. Das Bild ist umrahmt vom den Ästen zweier Bäume. (Wilfredo Lee/AP/dpa)
Was können wir Menschen gegen Naturgewalten tun? (Wilfredo Lee/AP/dpa)

Die Zahl der "Starkwetterereignisse" hat zugenommen, ihre Intensität auch. Das hat Folgen – im Zweifel für die ganze Menschheit. Wäre es nicht besser, jetzt Geld einzusetzen, um solche Ereignisse zu vermeiden, als hinterher für Wiederaufbau?

"Harvey" und "Irma": Tropische Wirbelstürme verwüsten Teile der Karibik und den Süden der USA. Riesige Gletscher in der Arktis brechen ab, allein in den Alpen sind bereits 100 Gletscher geschmolzen. Und große Gebiete in Europa leiden so lange unter Dürre und Trockenheit, bis auf einmal alles vom Himmel zu fallen scheint: Hagel, Graupel, Sturzregen.

Sind wir mitten drin im Klimawandel?

Die Zahl der "Starkwetterereignisse" hat zugenommen, ihre Intensität auch. Das hat Folgen – im Zweifel für die ganze Menschheit. Die Schäden sind immens. Wäre es nicht besser, jetzt Geld einzusetzen, um solche Ereignisse zu vermeiden, als hinterher für Reparatur und Wiederaufbau?

Aber was können wir Menschen wirklich gegen Naturgewalten tun? Sind wir mitten drin im Klimawandel? Und welche Möglichkeiten hat Deutschland als Akteur in einer globalisierten Politik? Über diese und andere Fragen diskutieren im Wortwechsel.


Auf dem Podium:

- Claudia Kemfert, Energie-Expertin beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung

"Wenn Sie nach Peking reisen, sehen Sie häufig die Hand vor Augen nicht. China investiert massiv in die Elektro-Mobilität und das tun sie nicht aus Klimaschutzgründen, sondern weil sie endlich auch Luft haben wollen, wo sie atmen können."


- Mojib Latif, Klimaforscher am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

"Selbst wenn die Emissionen auf dem heutigen Stand verharren dann würde das trotzdem bedeuten, dass der CO2-Gehalt der Luft weiter steigt und dann würden wir eine Erderwärmung von mindestens drei Grad bekommen – das wäre keine lebenswerte Welt mehr."


- Hans von Storch, Professor am Institut für Meteorologie der Universität Hamburg

"Dies Handlungsvorschläge kommen aus jenen Ländern, die seinerzeit den Kolonialismus betrieben haben. Wir sind wieder dabei, dass wir der 3. Welt sagen, was sie tun soll um sich zu retten; dass diejenigen, die das Problem geschaffen haben, meinen jetzt wieder meinen dem Rest der Welt erzählen zu müssen, wie man das Problem löst!"


- Harald Welzer, Sozialpsychologe, Direktor der Stiftung "Futurzwei"

"Es ist bislang ziemlich unklar, welches attraktive Gegenangebot man dem machen kann. Das heißt, die Leute wissen über den Klimawandel besser bescheid als jemals zuvor, kriegen aber ein Lebensstil-Modell vorgeführt, das für sie hochattraktiv ist."

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