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Tonart | Beitrag vom 26.02.2018

Wiener Band-BoomKlassische Musiker auf Abwegen?

Von Paul Lohberger

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Ein junger Musiker mit Strickjacke spielt auf einer Geige. (Unsplash /  Clem Onojeghuo)
Ein junger Musiker mit Strickjacke spielt auf einer Geige. (Unsplash / Clem Onojeghuo)

Statt Kammermusik-Ensembles gründen sie Bands: Viele junge Musikerinnen und Musiker wollen nach der klassischen Ausbildung nicht im Orchester sitzen – und suchen lieber nach etwas Eigenem. In der Musikstadt Wien ist dieser Trend besonders augenfällig.

Mit der sogenannten "Neoklassik" ist das so eine Sache. Auf jeden Fall wird dieser arg in Mode gekommene Begriff kontrovers diskutiert - auch bei uns in der Tonart. Und ob man es nun Neoklassik nennt oder nicht: Auf jeden Fall sind die Zeiten, als Klassik eine Musik im Elfenbeinturm war, ebenso vorbei, wie jene, als Klassik-Pop-Crossover noch krampfig aufgesetzt wirkten.

Auf der Suche nach dem Neuen

Switched On Bach, David Garrett und Klassik DJs schön und gut, aber immer mehr, vor allem junge Musikerinnen und Musiker wollen nach der klassischen Ausbildung weder klassische Meisterwerke noch Popsongs nachspielen oder gar im Orchester sitzen. Sie suchen nach etwas Eigenem, wollen auf dem Fundament ihrer klassischen Ausbildung tatsächlich oder vermeintlich Neues schaffen.

Anstatt Kammermusik-Ensembles gründen sie Bands. Besonders auffällig ist das derzeit in der Musikstadt Wien, wo es bekanntlich viele musikalische Ausbildungsstätten gibt. Paul Lohberger hat sich für die Tonart in der Klassikmetropole umgehört.

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