Seit 15:05 Uhr Interpretationen
 

Sonntag, 21.01.2018

Aus den Archiven / Archiv | Beitrag vom 10.06.2012

"Wer nie lacht, ist irgendwo nicht normal"

Kabarettist Werner Finck im RIAS-Schulklassengespräch von 1958

Von Margarete Wohlan

Podcast abonnieren
Der deutsche Kabarettist Werner Finck im Mai 1953 in einer Frankfurter Apfelweinwirtschaft bei Handkäs mit Musik (picture alliance / dpa / Horst Ossinger)
Der deutsche Kabarettist Werner Finck im Mai 1953 in einer Frankfurter Apfelweinwirtschaft bei Handkäs mit Musik (picture alliance / dpa / Horst Ossinger)

Ein Kabarettist, der noch vor dem Zweiten Weltkrieg groß geworden ist: Werner Finck. 1958 sprach er mit Schülern über die Entwicklung des Humors und des Kabaretts nach dem Krieg.

Es war letztlich die politische Situation während des Nationalsozialismus, durch die er zu dem bedeutenden Kabarettisten wurde, der noch heute bekannt ist. 1902 in Görlitz geboren, kam er mit 27 Jahren nach Berlin und leitete bis 1935 das neugegründete Kabarett "Katakombe". In dieser Zeit perfektionierte er seine Technik der nicht zu Ende gesprochenen Sätze und Doppeldeutigkeiten. "Kommen Sie mit? Oder muss ich mitkommen?" fragte er beispielsweise die Gestapobeamten, die sich in seinen Programmen Notizen machten. Über diese Zeit, aber auch über den Wandel des Kabaretts und des Humors nach dem Zweiten Weltkrieg, spricht er im Oktober 1958 mit Berliner Schülern. Sein Resümee: "Wenn ich mir einen Menschen vorstelle, der nie lacht, dann muss ich sagen, er ist krank oder irgendwo nicht normal, weil das Lachen zum Leben gehört."

Aus den Archiven

Requiem in RockVom frühen Tod in der Musik
Aufnahme der Sängerin Janis Joplin. (dpa / picture alliance)

Janis Joplin, die am 19.01.2018 ihren 75. Geburtstag gefeiert hätte, Otis Redding, Jimi Hendrix, Jim Morrison – nur eine kleine Auswahl von Rockmusikern, die viel zu früh verstarben. Ein Feature von 1977 erinnert an sie.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur