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Lesart / Archiv | Beitrag vom 07.02.2015

Vorurteile Das Ende der politischen Gewissheiten

Moderation: Christian Rabhansl

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Straßenbild in Havanna: Konterfeis unter anderem von Fidel castro und Ernesto "Che" Guevara.  (dpa / picture alliance / Fredrik von Erichsen)
Linke Ikonen: Konterfeis unter anderem von Fidel castro und Ernesto "Che" Guevara in Havanna. (dpa / picture alliance / Fredrik von Erichsen)

Reden wir links und leben rechts? In der "Lesart" diskutieren der Soziologe Armin Nassehi, der Historiker Götz Aly und der Journalist Stephan Hebel. Dabei widerlegen sie so manchen Selbstbetrug der Deutschen.

Die Deutschen sind Aufarbeitungsweltmeister? Falsch: Fast jede Familie in Deutschland glaubt, sie selbst habe im Dritten Reich zu den Opfern gehört. Gegen dumpfe Ressentiments helfen Fakten? Von wegen: Wer mit guten Argumenten kommt, verstärkt die Vorurteile. Aufgeklärte Bildungsbürger sind weniger anfällig für Rassismus? Mitnichten: Auch liberale Linke achten darauf, ihre Kinder bloß nicht in Schulen mit Migranten zu schicken.

Reden wir links und leben rechts? In der Lesart diskutieren der Soziologe Armin Nassehi ("Die letzte Stunde der Wahrheit"), der Historiker Götz Aly ("Volk ohne Mitte") und der Journalist Stephan Hebel, wie wir in einer unübersichtlicher gewordenen Welt noch Politik gestalten wollen. Denn eins scheint in dieser Lesart sicher: Mit dem bisherigen Schubladendenken kommen wir nicht weiter, weil sich viel zu viele politische Gewissheiten als falsch erweisen.

Aufzeichnung vom 3.2. 2015 im Café Central, Grillo-Theater Essen

Cover Armin Nassehi: "Die letzte Stunde der Wahrheit" (Murmann Verlag)Cover Armin Nassehi: "Die letzte Stunde der Wahrheit" (Murmann Verlag)Armin Nassehi: "Die letzte Stunde der Wahrheit. Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss", Murmann Verlag 2015

 

 

 

 

 

Cover Götz Aly: "Volk ohne Mitte" (S. Fischer Verlag)Cover Götz Aly: "Volk ohne Mitte" (S. Fischer Verlag)Götz Aly: "Volk ohne Mitte. Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus", S. Fischer 2015

 

 

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