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Hörspiel / Archiv | Beitrag vom 20.01.2013

Vor 50 Jahren: Rolf Hochhuths "Der Stellvertreter"

(Ursendung)

Hörcollage von Marianne Wendt und Christian Schiller

Der Schriftsteller Rolf Hochhuth in der Akademie der Künste in Berlin. (AP)
Der Schriftsteller Rolf Hochhuth in der Akademie der Künste in Berlin. (AP)

Vor 50 Jahren stellte Rolf Hochhuth in seinem Stück "Der Stellvertreter" eine Frage, die das Nachkriegsdeutschland der 60er-Jahre erschütterte: Warum schwieg Papst Pius XII. zu den Judendeportationen? Darf der Stellvertreter Gottes nur seinem politischen Kalkül folgen?

Die Theateruraufführung am 20. Februar 1963 führte zum größten Theaterskandal der BRD, und die bloße Ankündigung der Radiofassung provozierte eine Bombendrohung im Rundfunksender.

Der Skandal reicht bis in die Gegenwart: Ein ehemaliger Securitate-General gibt 2007 an, der KGB hätte den Autor Hochhuth instrumentalisiert, um den Ruf Pius XII. zu schädigen. Der Vatikan ist gleichzeitig um die Seligsprechung eben dieses Papstes bemüht.

Die Hörcollage verwendet Auszüge aus der Hörspielinszenierung Erwin Piscators von 1963 und überschreibt diese mit ihrer eigenen Rezeptionsgeschichte.

Regie: Marianne Wendt
Ton: Andreas Narr
DKultur 2013/ca. 74’
(Ursendung)


Marianne Wendt und Christian Schiller leben als Radio-, Film- und Theaterautoren in Berlin.

Hörspiel

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