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Konzert / Archiv | Beitrag vom 13.07.2017

Vladimir Ashkenazy beim Deutschen Symphonie-OrchesterGern gesehener Gast

Aufzeichnung aus der Philharmonie Berlin

Der 1963 ausgebürgerte russische Pianist, Kammermusiker und Dirigent Vladimir Ashkenazy dirigiert 1999 das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin im Forum Leverkusen. (picture alliance / dpa / Hermann Wöstmann)
Der Pianist und Dirigent Vladimir Ashkenazy (picture alliance / dpa / Hermann Wöstmann)

Einst war Vladimir Ashkenazy Chefdirigent des DSO Berlin. Inzwischen kommt er regelmäßig als Gast zurück, auch im vergangenen Mai kurz vor seinem 80. Geburtstag mit Musik von Gabriel Fauré, Frédéric Chopin und Edward Elgar.

Vladimir Ashkenazys Diskographie als Solist und Dirigent ist beeindruckend groß. Am 6. Juli 2017 ist er 80 Jahre alt geworden, und die Kritiker bescheinigen ihm nachwievor "mitreißende Virtuosität als gelassene Selbstverständlichkeit" und eine "kristallin konturenscharfe Leidenschaft". Vielleicht offenbaren sich solche Qualitäten an den Tasten noch leichter als am Pult, aber in einem Stück wie Edward Elgars witzig-hintergründigen "Enigma-Variationen" kann sie auch der Dirigent Ashkenazy beweisen. Den Abend eröffnete er mit Gabriel Faurés Orchestersuite zu dem seinerzeit heiß diskutierten und vielvertonten Theaterstück "Pelléas et Mélisande" von Maurice Maeterlinck.

Eine intime Beziehung hat Vladimir Ashkenazy zu Frédéric Chopins Klavierkonzert in f-Moll. Mit diesem Solo-Konzert (und der Musik Chopins im allgemeinen) startete der junge Ashkenazy seinerzeit seine pianistische Weltkarriere. Das Dirigieren entdeckte er erst wesentlich später für sich.

Nun begleitete er in diesem Werk mit "seinem ehemaligen" Deutschen Symphonie-Orchester einen zwei Generationen jüngeren Kollegen. Nobuyuki Tsuji stammt aus Japan, gilt als eines der großen Nachwuchstalente aus dem immer noch "klassik-begeisterten" Land und hat schon mit vielen renommierten Orchestern zusammen gespielt. Auch beim DSO Berlin war er bereits zu Gast. Tsuji ist nicht nur Pianist, sondern komponiert auch.

Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 15. Mai 2017

Gabriel Fauré
"Pelléas et Mélisande", Suite für Orchester op. 80

Frédéric Chopin
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21

Edward Elgar
Variationen über ein Originalthema für Orchester op. 36 "Enigma-Variationen"

Nobuyuki Tsuji, Klavier
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Vladimir Ashkenazy

Konzert

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