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Donnerstag, 21.06.2018
 
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Kulturnachrichten

Montag, 4. Juni 2018

Verbände fordern Stop von Hartz-IV-Sanktionen

Zehntausende Kinder und Jugendliche seien davon betroffen

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat ein Ende der Hartz-IV-Sanktionen gegen Familien mit minderjährigen Kindern gefordert. Von den Kürzungen seien jeden Monat zehntausende Kinder und Jugendliche betroffen, was gegen das in der UN-Kinderrechtskonvention normierte Recht auf soziale Sicherheit und angemessene Lebensbedingungen verstoße. Das Kinderhilfswerk plädierte dafür, dass die Abschaffung der Sanktionen mit einem umfassenden, ressortübergreifenden Aktionsplan zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland einhergeht. Je länger Kinder in Armut aufwüchsen und unter Teilhabe- und Bildungsverlusten leiden, desto weitreichender seien die Langzeitfolgen für ihre Entwicklung und beruflichen Perspektiven, so das Hilfswerk. Anlässlich einer Anhörung im Bundestag zu den Sanktionen plädierte auch der Paritätische Wohlfahrtsverband für deren Abschaffung und kritisierte die Sanktionen als "kaltherzig, wirkungslos und verfassungswidrig".

Grütters gegen Gratis-Journalismus im Netz

"Redaktionen dürfen nicht journalistischen Legebatterien gleichen"

"Qualitätsjournalismus gibt es weder zum Nulltarif noch in Echtzeit. Und Journalismus, der nichts kosten darf, macht sich selbst überflüssig", sagte Kulturstaatsministerin Grütters bei der Verleihung des Wächterpreises der Tagespresse 2018 am Montagabend in Frankfurt. Journalistische Kardinaltugenden wie Neugier, Sorgfalt, Ausgewogenheit und Differenziertheit blieben auf der Strecke, "wenn traditionelle Medien sich am rasanten Takt der Liveticker ausrichten, sich also dem Wettbewerb in Kategorien stellen, in denen sie nur verlieren können". Statt der im Netz verbreiteten Gratismentalität nachzugeben, sollten Medienunternehmen ihre Leser "auch im Internet selbstbewusst zur Kasse bitten", betonte die Ministerin in ihrer Festrede. Zugleich wandte Grütters sich dagegen, aus Kostengründen Redaktionen zu verkleinern, Print- und Onlineredaktionen zusammenzulegen oder auf aufwändige Recherchen zu verzichten. Wenn Redaktionen "irgendwann journalistischen Legebatterien gleichen, in denen geistige Fließbandarbeiter ihren Bürostuhl nicht mehr verlassen", dürfe man sich über einen Leserschwund nicht wundern, sagte Grütters.

Trauer um Hilmar Hoffmann

Politiker und Weggefährten würdigen den bedeutenden Kulturpolitiker

Trauer um Hilmar Hoffmann. Einer der bedeutendsten Kulturpolitiker Deutschlands ist am Freitag im Alter von 92 Jahren gestorben. Kulturstaatsministerin Monika Grütters würdigte Hoffmann mit den Worten, die Bundesrepublik verliere „einen ihrer prägendsten und erfolgreichsten Kulturpolitiker". Eine „Legende" nannte ihn der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann bezeichnete Hoffmanns Tod als "einen sehr großen Verlust für die Stadt". Der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sagte, Hoffmann habe visionäre Vorstellungskraft mit zielgerichtetem pragmatischem Handeln verbunden. Der Vorsitzende der hessischen CDU-Landtagsfraktion Michael Boddenberg sagte: "Hilmar Hoffmann hat über Parteigrenzen hinweg großen Respekt und hohe Anerkennung genossen." Omid Nouripour, Bundestagsabgeordneter der Grünen aus Frankfurt, äußerte sich über Twitter: "Hilmar Hoffmann hat Frankfurt schöner, besser und großartiger gemacht. Eine Institution ist von uns gegangen. Ruhe er in Frieden." Für die Schriftstellerin Eva Demski war er „die sonnige Art eines Alpha-Männchens. Ein großer Stratege, der auch Lust auf Gegnerschaft hatte, und Lust diese auch zu zeigen." Ministerpräsident Volker Bouffier sagte: "Hilmar Hoffmann lebte und atmete Kunst. Er war Streiter und Kämpfer in ihrem Namen und damit ein Glücksfall für die Stadt Frankfurt und unser Land. Das Land verliert eine große Persönlichkeit, einen Visionär und Wegweiser der Kunst." Nikolaus Hensel, Vorstand des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums, sagte: "Ein großartiger Mann. Wie viele haben von "Kultur für alle" geredet, er hat es getan und ermöglicht." Und Grimme-Preisträger Peter Zingler: "Ich lernte Hilmar Hoffmann nach meiner Knast-Entlassung kennen. Was ich mir wünsche, ist, dass das Museumsufer in Hilmar-Hoffmann-Ufer umgetauft wird."

Malcolm Morley ist tot

Begründer des Fotorealismus im Alter von 86 Jahren gestorben

Vergangenen Samstag (2. Juni 2018) ist der erste Preisträger des renommierten Turner Prize im Alter von 86 Jahren gestorben. Malcolm Morley hat den Fotorealismus begründet. Er malte Postkarten und Fotos ab, übertrug im Rasterverfahren akribisch jedes Detail auf die Leinwand: Damit wurde er bekannt. Als seine Bilder mit der Pop-Art-Bewegung immer mehr Anerkennung erfuhren, beschloss er auszusteigen und malte fortan Aquarelle. Der Titel „Begründer des Fotorealismus hätte ihm aber wahrscheinlich nicht gefallen, wie der Kunstkritiker Sebastian Frenzel im Deutschlandfunk Kultur anlässlich seines Todes erklärte: "Jede Form von Kategoriendenken war ihm völlig fremd. Er hat auch den Begriff fotorealistische Malerei abgelehnt und er war ein totaler Freigeist." Und weiter: „Er ist einer der letzten großen Maler. Das sind Menschen, die sich 60 Jahre mit der Frage beschäftigen, male ich jetzt abstrakt oder figurativ. Und die dadurch und auch durch die Konsequenz in ihr Werk eine unglaubliche Autonomie und Größe bekommen."

Entwurf für Kiosk am Bauhaus Museum steht

Gewonnen haben zwei Leipziger Architekten

Den ersten Preis im Wettbewerb "Kiosk am Bauhaus Museum Weimar" haben zwei Leipziger Architekten gewonnen. Der Entwurf eines mobilen Kiosks mit Lamellenhaube von Romy Heiland und Christian Pfeifer werde bis zum Bauhaus-Jubiläum 2019 auf dem Vorplatz des neuen Museums realisiert, teilte die Stiftung Weimarer Klassik mit. Die obere Lamellenhaube mit Schriftzug kann beim Transport mechanisch abgesenkt und bei Öffnung des Kiosks wieder angehoben werden. Vier weitere der insgesamt 15 bewerteten Entwürfe erhielten Auszeichnungen. Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet. Nach Umzügen zunächst nach Dessau und dann nach Berlin wurde es 1933 unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen. Es gilt als bedeutendste Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert mit Auswirkungen bis heute.

Enwezor nicht länger Direktor im Haus der Kunst

Er nannte gesundheitliche Gründe

Der künstlerische Leiter im Haus der Kunst in München, Okwui Enwezor, hat sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Sein Vertrag sei zum 1. Juni aufgelöst worden, teilte das Kunstministerium mit. "Es gibt nie den idealen Zeitpunkt für einen Abschied, aber ich trete zu einem Zeitpunkt zurück, an dem das Haus der Kunst eine künstlerische Position der Stärke erreicht hat", sagte der 54-Jährige, der 2002 die documenta 11 in Kassel leitete, 2015 dann die 56. Biennale von Venedig. Enwezor stand seit 2011 an der Spitze des renommierten Münchner Ausstellungshauses, zuletzt gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Bernhard Spies. Die Gesellschafterversammlung und der Aufsichtsrat der Stiftung Haus der Kunst dankten Enwezor für seine herausragenden Verdienste um die künstlerische Entwicklung des Hauses.

Steinmeier enthüllt Gedenktafel an Dienstvilla

Jüdische Vorbesitzer hatten Haus nach Nazi-Machtübernahme verkauft

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an seiner Dienstvilla in Berlin eine Gedenktafel für die jüdischen Vorbesitzer enthüllt, die ihr Haus 1933 unter dem Druck der Machtübernahme durch die Nazis verkauften. "Als Hugo und Maria Heymann diesen Ort verlassen mussten, wurde ihr Glück zerstört", sagte Steinmeier bei der Zeremonie. Das Schicksal der Heymanns erinnere zugleich an die "ungezählten" Geschichten von Familien, die unter dem Rassenhass und dem Terror des NS-Regimes gelitten hätten, betonte Steinmeier. Vor dieser Vergangenheit dürfe niemand die Augen verschließen. Es gebe dabei schlicht "keinen Platz für Bagatellisierung oder Verdruckstheit". Antisemitismus sei nicht überwunden, "auch nicht in unserem Land". Die Heymanns lebten in der Villa im Berliner Stadtteil Dahlem, bis sie 1938 vergeblich zu fliehen versuchten. Hugo Heymann starb wenige Tage nach der Freilassung aus der Haft, wo er schwer misshandelt worden war. Seine Frau überlebte den Krieg. Der Bund erwarb das Gebäude 1962. Es diente danach verschiedenen Zwecken, bevor es 2014 zur offiziellen Dienstvilla des deutschen Staatschefs wurde.

Spanischer Rapper will in Belgien aussagen

Valtònyc hatte sich nach seiner Verurteilung ins Ausland abgesetzt

Der wegen seiner umstrittenen Liedtexte zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte und nach Belgien geflohene spanische Rapper Valtònyc ist offenbar bereit, vor der dortigen Justiz zu erscheinen. Wenn er von den belgischen Behörden vorgeladen werde, werde der Musiker vor Gericht aussagen, berichtete der katalanische Sender TV3 unter Berufung auf den Anwalt des Musikers. Die Frist zum Haftantritt in Spanien war für den Künstler am 24.Mai abgelaufen, jedoch hatte er sich vorher ins Ausland abgesetzt. Dass er in Belgien ist, hatten zuvor Angehörige des 24-Jährigen bestätigt. Das zuständige Gericht in Spanien erließ einen internationalen Haftbefehl. Valtònyc war vom Landgericht der Balearen 2017 für schuldig befunden worden, in seinen Texten Terrorismus verherrlicht, die Krone bedroht und beleidigt sowie Politiker mit dem Tod bedroht zu haben. Das Oberste Gericht hatte das Urteil im Februar trotz landesweiter Proteste bestätigt. Mehrfach fanden auf Mallorca und in anderen Landesteilen Solidaritätsbekundungen für den Rap-Musiker statt.

Ingeborg-Bachmann-Preis: Neun Deutsche dabei

Das Wettlesen im österreichischen Klagenfurt beginnt am 4.Juli

Um den mit 25 000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis im österreichischen Klagenfurt lesen in diesem Jahr 14 Autoren um die Wette, darunter neun aus Deutschland. Daneben auch Autoren aus Österreich, der Schweiz, der Türkei und der Ukraine. Die 42. Tage der deutschsprachigen Literatur werden am 4. Juli mit einer Rede des türkischstämmigen Autors Feridun Zaimoglu unter dem Motto "Wert der Worte" eröffnet. Die Autoren stellen bis zum Samstag, 7. Juli, ihre eigens für den Wettbewerb geschriebenen Texte vor. Die Preisvergabe erfolgt am 8. Juli. Neben dem Hauptpreis sind der Deutschlandfunk-Preis (12 500 Euro), der Kelag-Preis (10 000 Euro), der 3sat-Preis (7500 Euro) und der BKS-Bank-Publikumspreis (7000 Euro) zu gewinnen. 2017 hatte der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz den renommierten Preis gewonnen, der in Erinnerung an die Lyrikerin Ingeborg Bachmann vergeben wird.

Journalistinnenbund ehrt Mercedes Riederer

Ehemalige Hörfunkchefin des BR wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Der Journalistinnenbund zeichnet Mercedes Riederer für ihr Lebenswerk mit der Hedwig-Dohm-Urkunde aus. Riederer leitete als erste Frau von 1994 bis 2002 die Deutsche Journalisten Schule in München. Danach wurde sie Chefredakteurin Hörfunk beim Bayerischen Rundfunk. Im März 2017 ging sie in den Ruhestand. Den Courage-Preis für aktuelle Berichterstattung bekommt die Journalistin Jenni Roth für ihren Text "Eine Stadt sucht einen Mörder" aus dem "Zeit-Magazin", wie der Journalistinnenbund mitteilte. Den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis bekommt Barbara Bachmann für ihre Reportage "Sex, Lügen und Youtube" im Magazin "Reportagen #20". Die Auszeichnungen werden am 30. Juni während der Tagung des Journalistinnenbundes in Berlin verliehen. Der Journalistinnenbund ist ein bundesweites Netzwerk für Frauen, der sich für engagierten Qualitätsjournalismus, Menschen- sowie Frauenrechte einsetzt.

"Vorsicht Volksbühne!"

In Berlin findet ein Kongress zur Zukunft des Theaters statt

Unter dem Motto "Vorsicht Volksbühne!" soll in der Berliner Akademie der Künste über die Zukunft des Theaters diskutiert werden. Am 15. und 16. Juni gebe es einen "Kongress aus gegebenem Anlass", so die Akademie. Dabei wird es nach dem Rücktritt von Chris Dercon auch um "das Theater, die Stadt und das Publikum" gehen. Der von Teilen der Berliner Kulturszene massiv abgelehnte und angefeindete Belgier hatte seinen Intendantenposten im April noch vor Ende seiner ersten Spielzeit wieder aufgegeben. Erwartet werden zu den Diskussionen und Publikumsdebatten unter anderem Bühnenvereins-Präsident Ulrich Khuon, Schauspieler Christian Grashof, Kampnagel-Chefin Amelie Deuflhard, Festspiel-Intendant Thomas Oberender und Volksbühnen-Interimschef Klaus Dörr. Auch das Kollektiv Staub zu Glitzer, das im vergangenen Herbst die Volksbühne knapp einer Woche besetzte, ist eingeladen. Gesprochen werden solle über "Erwartungen und Wünsche an eine Volks-Bühne in der Hauptstadt".

Barley kritisiert Facebook

Bislang wurden zu wenig Konsequenzen nach dem Datenskandal gezogen

Bundesjustizministerin Katarina Barley hat das soziale Netzwerk Facebook für sein Verhalten nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica kritisiert. "Wir sehen, dass die Konsequenzen daraus noch nicht genügend gezogen worden sind", sagte die SPD-Politikerin vor einem Treffen der EU-Justizminister in Luxemburg. "Dass jetzt zum Beispiel wieder Gesichtserkennung eingeführt wird, ist nicht gerade eine vertrauensbildende Maßnahme." Zudem sei noch immer unklar, inwieweit europäische und deutsche Nutzer von dem Datenleck mit Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern betroffen seien. Der Facebook-Datenskandal war auf Betreiben der deutschen Ministerin auf die Tagesordnung der Justizminister gekommen.

"Rock am Ring" ohne größere Zwischenfälle

Weniger Zuschauer als im Vorjahr besuchen das Festival

Mit weniger Zuschauern als im Vorjahr aber ohne größere Zwischenfälle ist am Wochenende das „Rock am Ring-Festival über die Bühne gegangen. Rund 70.000 Fans bejubelten die Auftritte von Muse, den Gorillaz und den Foo Fighters – das sind fast 20.000 weniger als 2017. Positiv fiel dagegen das Fazit der Polizei und der Sanitäter aus. Demnach kam es am Nürburgring und beim Zwillingsfestival „Rock im Park" in Nürnberg zu keinen größeren Problemen. Im vergangenen Jahr hatte ein irrtümlicher Terrorverdacht für Aufregung gesorgt, in den Jahren davor gab es schwere Unwetter und mehrere Verletzte.

Bundespräsident warnt vor NS-Verharmlosung

Steinmeier geht indirekt auf AfD-Chef ein

Bundespräsident Steinmeier hat die bis in die 1960er-Jahre hinein verfolgten Homosexuellen um Vergebung gebeten - "für all das geschehene Leid und Unrecht, und für das lange Schweigen, das darauf folgte." Bei einem Festakt in Berlin zum 10. Jahrestag der Einweihung des zentralen Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen erinnerte Steinmeier daran, dass Schwule und Lesben auch in der Bundesrepublik und der DDR verfolgt worden seien. So seien unter dem Grundgesetz zehntausende Männer nach dem Paragraphen 175 verhaftet, verurteilt und eingesperrt worden. Der SPD-Politiker warnte grundsätzlich davor, die Verbrechen der Nationalsozialisten zu verharmlosen: "Wer heute den einzigartigen Bruch mit der Zivilisation leugnet, kleinredet oder relativiert, der verhöhnt nicht nur die Millionen Opfer, sondern der will ganz bewusst alte Wunden aufreißen und sät neuen Hass." Damit reagierte Steinmeier indirekt auf auf eine relativierende Aussage von Alexander Gauland. Der AfD-Vorsitzende hatte am Wochenende behauptet, Hitler und die Nazis seien „nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte".

Mittelrheintal: Weltkulturerbe-Status ist gefährdet

Kritik am geplanten Brückenbau

Dem Oberen Mittelrheintal droht - nach Angaben des Tagesspiegel - der Verlust des Status als Unesco-Weltkulturerbe. Das gehe aus dem World Heritage Watch Report 2018 hervor. Kritisiert werde die Überbauung des Loreleyfelsens, der ständig wachsende Bahnlärm und der geplante Bau einer Brücke zwischen St. Goar und St. Goarshausen. Stephan Dömpke, der Vorsitzende des Berliner Vereins World Heritage Watch, kritisierte den mangelnden Willen deutscher Politiker, sich an die Verpflichtung zum Erhalt des Mittelrheintals zu halten.

Erstes Mahnmal für Fluchtopfer enthüllt

"Ort der Trauer und des Mitgefühls" in Bremen

In Bremen ist das bundesweit erste Mahnmal enthüllt worden, das an ertrunkene Flüchtlinge erinnert. Die Gedenkplatte befindet sich an einer frei zugänglichen Stelle auf dem Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde Bremen-Arsten. Es handelt sich um eine Bronzeskulptur des Bremer Künstlers Klaus Effern. Sie ist wellenförmig und soll Meer und Wüstensand symbolisieren. Die Skulptur trägt die biblische Inschrift "Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen". Gemeindepastor Schulken sagte, das Mahnmal sei ein Ort der Trauer und des Mitgefühls. Es könne die Opfer im öffentlichen Bewusstsein halten und die Verantwortung der Aufnahmeländer hinterfragen. Das Denkmal wurde aus Spenden finanziert. Es entstand neben einem Mahnmal, das an die Opfer der beiden Weltkriege erinnert. "So soll zugleich das traditionelle Totengedenken in eine neue zeitgemäße Dimension hinein geöffnet werden", so Schulken weiter.

Kurzfilmfestival in Hamburg

Mehr als 300 Filme aus rund 40 Ländern

Bis zum 11. Juni soll Hamburg wieder zum Treffpunkt der Kurzfilmszene werden. Das Internationale Kurzfilmfestival und das gleichzeitig stattfindende Kinderkurzfilmfestival rechnen mit insgesamt 15.000 Besuchern in Kinos, bei Open-Air-Vorführungen und im Festivalzentrum. Die Programme reichen vom Internationalen, dem Deutschen und dem Hamburger Wettbewerb bis zum Arte-Kurzfilmpreis. Etwa 15 000 Euro an Preisgeldern werden vergeben. Für ihre Auswahl sichteten die Veranstalter insgesamt rund 5000 Beiträge aus aller Welt.

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