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Mittwoch, 13.12.2017

Klangkunst / Archiv | Beitrag vom 13.06.2014

Ursendung Dedications

Von José Iges

José Iges in den Gärten des Generalife (Granada) bei Aufnahmen mit einem Mikrofon und Kopfhörern. (Concha Jerez)
Der Klangkünstler José Iges in den Gärten des Generalife (Granada). (Concha Jerez)

Mal Liebeserklärung, mal Statement, mal Relikt - in „Dedications“ (engl. Widmungen) entfaltet der Klangkünstler José Iges das Geflecht für ihn bedeutsamer Personen. Eine Hommage an die Verästelungen des Lebens.

Dreiundvierzig einminütige Klangminiaturen erzählen von Musen, Wegbereitern und Wegbegleitern, bekannten Künstlern, nahen Freunden, Kollegen und Familienmitgliedern.

"Es ist eine Serie von 1-minütigen Stücken, die den Personen gewidmet sind, die in meinem Leben aus verschiedenen Gründen wichtig waren oder sind. Die Liste dieser Widmungen ist weder ausreichend noch kann sie den Anspruch haben, es zu sein. Es ist subjektive Kunst, die nicht nur auf verschiedenste Technik, Einflüsse und Materialien aufbaut, in ihrer Funktionsweise dem Zitat ähnlich, sondern sich darüber hinaus auch den puren post-modernen Geist aneignet. Es sind Klangüberreste, die durch Auseinandersetzung, Metamorphose und Vermischung zum Leben erweckt wurden und die das Drama der Datenträger und Medien wieder aufwerfen und in Frage stellen.

Innerhalb dieser Medien fungiert das Radio als wesentlicher Bezugspunkt, nicht nur aus autobiografischen Gründen.

In den Werken ist Platz für Humor, Ironie, Abstraktion, Entwicklung, Spiel, Unerwartetes sowie für die Melancholie, die sich nahezu aufzwingt aus einer Erinnerung, die gerade erst wieder aufgetaucht ist." José Iges

Autorenproduktion 2014
Länge: ca. 50'00

José Iges, geboren 1951 in Madrid, ist Radiomacher und Klangkünstler. Arbeiten u.a. für den spanischen, italienischen, französischen, tschechischen und österreichischen Rundfunk. Von 1985-2008 Leitung der Redaktion "Ars Sonora" beim Spanischen Radio Clásica. Zuletzt für DKultur: "Islas Resonantes" (2010).

Öffentliche Vorführung beim Festival FASE 2014 im Instituto Cervantes Berlin am 12. Juni um 20 Uhr. Im Anschluß Podiumsgespräch mit Deutschlandradio Kultur Klangkunst Redakteur Marcus Gammel.

Bereits ab 17 Uhr ist die Klanginstallation "Das Pfeifen des Stahlpferdes, dass die Schwelle zum Paradies überschreitet" von José Iges und Concha Jerez zu erleben.

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