Seit 00:05 Uhr Feature
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 00:05 Uhr Feature
 
 

Studio 9 | Beitrag vom 23.09.2016

Unwahrscheinlichen Nobelpreise 2016Preisgekrönter Abgasschwindel von Volkswagen

Von Sabrina Fritz / mia

Podcast abonnieren
Eine Hand wischt mit einem Tuch über den Rand des VW-Logos an einem Auto. (imago / Susanne Hübner)
Der Ig-Nobelpreis in Chemie für VW ist ein Spaßpreis (imago / Susanne Hübner)

Dass ein deutsches Unternehmen ausgezeichnet wird, das gab es selbst bei den verrückten Nobelpreisen noch nie. Doch das Preisgeld von 10 Billionen Simbabwe-Dollar dürfte VW bei den Entschädigungsforderungen im Abgasskandal wenig weiterhelfen.

Eine besondere Ehrung kommt dem Volkswagen-Konzern nun in den USA zuteil. Der deutsche Autohersteller wird mit einem unwahrscheinlichen Nobelpreis ausgezeichnet. Der Spaßpreis in der Kategorie Chemie wurde VW an der US-amerikanischen Elite-Universität Harvard zuerkannt, was nach dem Abgasskandal des deutschen Unternehmens aber kaum zu einem Imagewechsel verhelfen dürfte. Der Moderator der Preisvergabe Marc Abrahams bedachte VW mit einigem Spott: "Der Gewinner konnte oder wollte heute Abend nicht bei uns sein".

Zur Begründung hieß es: "Volkswagen wurde mit dem unwahrscheinlichen Preis für Chemie geehrt, weil sie das Problem hoher Abgaswerte gelöst haben. Wenn das Auto getestet wurde, hat es immer weniger verbraucht."

Jeder Gewinner habe etwas erfunden, was die Menschen erst zum Lachen und dann zum Nachdenken bringe, sagte der Moderator, der selbst Herausgeber einer wissenschaftlichen Zeitschrift zu kurioser Forschung ist. Die unwahrscheinlichen Nobelpreise wurden zum 26. Mal verliehen.

In der Kategorie Biologie wurde Thomas Thwaites ausgezeichnet, der sich für seine Forschungen als Ziege verkleidete. 

Alle Preisträger erhielten eine Trophäe sowie Bargeld im Wert von zehn Billionen Simbabwe-Dollar. 

Mehr zum Thema

VW-Abgasskandal - Wie hat Dieselgate die Region verändert?
(Deutschlandradio Kultur, Länderreport, 16.09.2016)

Ein Jahr Volkswagen-Skandal - Wie moderne Strukturen aus der Krise helfen könnten
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 15.09.2016)

Interview

Mount Everest Der Mythos des abgebrochenen Hillary Step
Der Bergsteiger Hans Kammerlander. (imago/Klaus Martin Höfer)

Es war wohl das Erdbeben in Nepal 2015 das den Mount Everest eine berühmte Felsstufe kostete. Extrembergsteiger Hans Kammerlander spricht über den Mythos rund um den legendären Hillary Step und verweist darauf, dass Berge sich ständig verändern. Mehr

weitere Beiträge

Frühkritik

Neue Staffel "Twin Peaks"Ein filmästhetischer Vorreiter
Wandbemalung in einem Café in Twin Peaks mit aufgemaltem Ortsschild (Deutschlandradio / Juliane Schiemenz)

Gute Nachricht für "Twin Peaks"-Fans: Nach fast 27 Jahren Pause startet in dieser Woche die dritte Staffel der Kultserie. Hendrik Efert hat sich die ersten Folgen angesehen und ist beeindruckt. Vor allem vom Sound Design: "Das ist wirklich bemerkenswert."Mehr

weitere Beiträge

Buchkritik

Carsten Jensen: "Der erste Stein" Die Hölle auf Erden
Buchcover "Der erste Stein" von Carsten Jensen (Albrecht Knaus Verlag/imago/Kyodo News)

Dänische Nato-Soldaten kämpfen in Afghanistan, bis sie von ihrem Zugführer verraten werden. Doch wer ist Verräter, wer gehört zu Taliban und wer ist Warlord? "Der erste Stein" von Carsten Jensen entwickelt sich vom Kriegsroman nach und nach zu einem bösen Polit-Thriller.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur