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Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.09.2012

Unterhaltungskino mit Tiefgang

Die serbische Schwulen-Komödie "Parada"

Von Jörg Taszman

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Ausgerechnet im schwulenfeindlichen Serbien soll eine "Gay Pride"-Parade abgehalten werden. Schon im Vorfeld randalieren rechte Faschos und schlagen alles zusammen, was sich ihnen in den Weg stellt.

Der schwule Aktivist Mirko, ein Theaterregisseur, der quasi unter Berufsverbot steht, will jedoch nicht aufgeben. Er hält sich als Hochzeitsplaner über Wasser und lernt so den ehemaligen Kriminellen Micky Limun kennen, einen echten serbischen Nationalisten und Schwulenhasser.

Micky liebt nur seine Verlobte Pearl und seinen Hund Sugar. Widerwillig lässt er sich darauf ein, die Gay-Parade zu beschützen. Doch nun fangen die richtigen Probleme an. Keiner aus der kriminellen Szene ist bereit, Schwule zu beschützen. Studenten zusammenschlagen oder zickige Top Models zu bewachen, mag ja noch angehen, aber Schwuchteln, niemals ...

Mit typisch serbisch-deftigem Humor und für westliche Augen und Ohren politisch total unkorrekt, inszeniert Regisseur Srdjan Dragogojevic eine rasante, komische, rührende und bitterböse Komödie, die viel über Serbien, die Mentalität in Ex-Jugoslawien verrät. Mit wunderbaren Schauspielern gelingt so populäres Unterhaltungskino mit Tiefgang. In Serbien wurde "Parada" 2011 der erfolgreichste Film des Jahres.

Serbien / Kroatien / Mazedonien / Slowenien 2011; Regie: Srdjan Dragojevic; Darsteller: Nikola Kojo, Miloš Samolov, Hristina Popovic, Goran Jevtic, Goran Navojec, Dejan Acimovic, Toni Mihajlovski, Nataša Markovic; Länge: 115 Minuten

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