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Kulturnachrichten

Freitag, 1. September 2017

Uni Hildesheim wird zum "sicheren Hafen"

Andere Universitäten sollten dem Beispiel folgen

Die Universität Hildesheim wird zum sicheren Hafen für verfolgte Schriftsteller und Künstler. Neben der Einstellung des in der Türkei geschassten Philosophiedozenten Mesut Keskin wird man im kommenden Jahr außerdem eine Künstlerresidenz einrichten, um einem verfolgten Künstler einen temporären Zufluchtsort zu bieten. Das Institut für Kulturpolitik der Uni Hildesheim möchte damit einen Stein ins Rollen bringen. Es gebe mehr als 400 Hochschulen in Deutschland, die alle zu sicheren Häfen für Künstler und Wissenschaftler in Not werden könnten.

Joko Winterscheidt soll neues Magazin schmücken

Gruner und Jahr setzt erneut auf bekanntes Fernsehgesicht

Die Schauspielerin und Moderatorin Barbara Schöneberger hat mit "Barbara" bereits ein eigenes Magazin im Verlagshaus Gruner + Jahr, jetzt soll ihr Kollege Joko Winterscheidt folgen, wie verschiedene Mediendienste berichten. Unter dem Titel "Joko" kommt im nächsten Frühjahr eine neue Lifestyle-Zeitschrift in den Handel. Der Verlag will offenbar den Erfolg wiederholen und setzt deshalb auf den Schauspieler und Moderator. Zusammen mit Klaas Heufer-Umlauf (33) hatte Winterscheidt bis Juni 2017 die ProSieben-Show "Circus HalliGalli" moderiert und große Popularität erreicht. Verantwortet wird das Heft von einem Team rund um "Stern"-Chefredakteur Christian Krug.

Filmklassiker kostenlos im Internet

UFA feiert hundertjähriges Jubiläum

Anlässlich ihres hundertjährigen Bestehens stellt die Babelsberger Filmproduktion Ufa ihre Filmklassiker ins Internet. Von Freitag an seien jeden Monat 30 Filme zu sehen, teilte das Unternehmen mit. Zum Start wurden unter anderem "Der Mustergatte" (1937) und "Der brave Sünder" (1931) mit Heinz Rühmann und der Mehrteiler "Der Tunnel" (2000) ins Netz gestellt. Das Angebot werde jeden Tag um einen weiteren Film erweitert, der 30 Tage lang abgerufen werden kann. Das Abonnement ist für die ersten 30 unentgeltlich.

Mehr Moderne für die Kunstsammlung NRW

Neue Direktorin Susanne Gaensheimer tritt ihr Amt an

Die neue Direktorin der Kunstsammlung NRW, Susanne Gaensheimer, will die renommierte Landesgalerie in Düsseldorf modernisieren. Susanne Gaensheimer hat am 1. September offiziell die Leitung der Landesgalerie übernommen. Die erste Ausstellung unter ihrer Ägide wird ab Dezember eine große Retrospektive der 102 Jahre alten kubanisch-amerikanischen Künstlerin Carmen Herrera sein. Die 1915 geborene Herrera zählt zu den Pionierinnen des abstrakten Expressionismus in Amerika, wurde aber ähnlich wie Agnes Martin (1911-2014) und andere Frauen in der Kunst lange Zeit kaum wahrgenommen. Erst mit 89 Jahren verkaufte Herrera ihr erstes Bild. Flankiert werden soll die Ausstellung durch aktuelle Performances der zypriotischen Choreographin Maria Hassabi. Damit öffnet sich die Landesgalerie mit ihrer hochkarätigen Sammlung von Kunst der Avantgarde des 20. Jahrhunderts neuen Kunstformen.

Neue Leitung für Kunsthistorisches Museum in Wien

Entscheidung für deutschen Kunsthistoriker Eike Schmidt

Der deutsche Kunsthistoriker Eike Schmidt wird die Leitung des Kunsthistorischen Museums (KHM) in Wien übernehmen. Der 49-Jährige werde das Haus bereit für das 21. Jahrhundert machen, sagte Kulturminister Thomas Drozda. Im zweiten Halbjahr 2019 tritt Schmidt seine neue Position als Chef des größten österreichischen Museums an. Schmidt steht seit 2015 den Uffizien in Florenz vor, in denen Meisterwerke wie Botticellis Venus zu sehen sind. Das KHM ist eines der zehn bedeutendsten Museen der Welt. Es ist vor allem für seine Gemälde der Alten Meister wie Albrecht Dürer, Tizian oder Peter Paul Rubens bekannt.

Enteignung von Kulturgütern in der DDR wird erforscht

Weg beschlagnahmter Kunstwerke soll geklärt werden

Das Deutsche Zentrum für Kulturgutverluste wird die Enteignungen von Kulturgütern nach dem Zweiten Weltkrieg in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR erforschen. Mit Unterstützung der TU Dresden werden zwei Pilotprojekte gestartet, teilte die Stiftung mit. Damit soll geklärt werden, warum und wie das Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) 1962 mit der "Aktion Licht" Tresore und Keller von Banken und anderer nichtprivater Liegenschaften öffnen ließ. Und es soll aufgedeckt werden, was mit deren Inhalt, darunter Schmuck, Münzen, Wertpapieren und Kunst aller Art, passierte. Ein Ziel ist auch, den Herkunftsverlauf von beschlagnahmten Kulturgütern zu ermitteln. Zudem ist eine spezielle Inventarisierung wichtiger Aktenbestände des MfS durch ein "Findbuch" geplant, um die Erforschung der Enteignung von Kulturgütern in der DDR für Wissenschaftler zu erleichtern.

Martina Gedeck erhält "Preis für Schauspielkunst"

Auch Matthias Brandt wurde ausgezeichnet

Die Schauspielerin Martina Gedeck ist vom Festival des deutschen Films in Ludwigshafen mit dem "Preis für Schauspielkunst" geehrt worden. Die nicht dotierte Auszeichnung wurde der 55-Jährigen ("Das Leben der Anderen", "Elementarteilchen", "Die Wand") in Ludwigshafen überreicht. Der Preis geht in diesem Jahr auch an Gedecks Kollegen Matthias Brandt. Er wird am 9. September ausgezeichnet. Bei der Bekanntgabe der Preisträger hatte Festivaldirektor Michael Kötz Gedeck als "Ausnahmeerscheinung" auf der Leinwand gewürdigt. Ihre besondere Stärke liege in der Genauigkeit, mit der sie die Figuren porträtiere. "Sie weiß, wie man versteckte Charaktereigenschaften schon mitspielt, wenn sie zunächst noch gar nicht zum Tragen kommen." Mit ihrem oft sehr reduzierten, aber sehr charakteristischen Mienenspiel habe sie sich mit bislang mehr als 80 Filmen in die Herzen des deutschen Publikums gespielt.

dpa-Reporterin Kristina Dunz wird ausgezeichnet

Den Preis der Bundespressekonferenz bekommt sie im November überreicht

Den diesjährigen Preis der Bundespressekonferenz erhält Kristina Dunz, die Kanzleramts-Korrespondentin der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie erhalte den Preis nicht nur für ihre kritischen Fragen in Washington, ihre journalistisch sorgfältige Arbeit in Berlin und im Alltag der Bundespresskonferenz, sondern auch als Zeichen der Solidarität mit den vielen Journalisten in Ländern, in denen Politiker Journalisten ausgrenzten, ausschalteten und diffamierten. "Kristina Dunz hat im März im Weißen Haus in Washington ein weltweites Publikum auf die Vorzüge des Prinzips der Bundespressekonferenz aufmerksam gemacht, wonach nicht Politiker bestimmen, wer sie befragen darf, sondern die Journalisten das selbst entscheiden", sagte der Vorsitzende der Bundespressekonferenz, Gregor Mayntz, zur Begründung. Die Auszeichnung wird am 24. November 2017 im Rahmen des 66.Bundespresseballs in Berlin überreicht. Kristina Dunz arbeitet seit 26 Jahren für die Nachrichtenagentur dpa. Seit 2000 im Bundeskorrespondenten-Team in Berlin. Über das Kanzleramt und die Union berichtet sie seit 2009.

Kugelkaryatide N.Y. an 9/11-Gedenkort aufgestellt

Skulptur von Fritz Koenig konnte früher umgesiedelt werden, als geplant

Die weltberühmte Plastik "Kugelkaryatide N.Y." des Landshuter Bildhauers Fritz Koenig ist in New York im Liberty Park unweit der 9/11-Gedenkstätte aufgestellt worden. Das monumentale Kunstwerk stand einst zwischen den Wolkenkratzern des World Trade Centers. Nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 wurde die Skulptur weitgehend unbeschädigt aus den Trümmern geborgen. Ein Jahr später wurde sie im nahe gelegenen Battery Park als Mahnmal aufgestellt und sollte dort an die Opfer des Anschlages erinnern. Statt - wie ursprünglich geplant - erst 2018 umzuziehen sei sie schon in diesem Jahr umplatziert worden - rechtzeitig vor dem Jahrestag in der kommenden Woche. Fritz Koenig war im Februar in Altdorf bei Landshut im Alter von 92 Jahren gestorben. Er galt als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit. Seine Kunst findet sich im Park von Schloss Bellevue in Berlin oder vor der deutschen Botschaft in Madrid. Nach dem Olympia-Terroranschlag von 1972 fertigte er einen Granit-Klagebalken für das Münchner Olympiagelände.

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