Seit 05:07 Uhr Studio 9
 
  • facebook
  •  
  • twitter
  •  
  • instagram
  •  
  • spotify
 
Seit 05:07 Uhr Studio 9
 
 

Länderreport | Beitrag vom 10.04.2017

Ungewöhnliches MarketingWie Biberach Exil-Schwaben aus Berlin anlockt

Von Thomas Wagner

Beitrag hören Podcast abonnieren
Malerisches Biberach: Keine Schulden und jede Menge Arbeit (picture alliance / dpa / Stefan Puchner)
Malerisches Biberach: Keine Schulden und jede Menge Arbeit (picture alliance / dpa / Stefan Puchner)

Die kleine Stadt Biberach hat mit einem schrägen Werbespot einen viralen Hit gelandet. Die schwäbische Gemeinde bietet ländliche Idylle, Arbeitsplätze und Schuldenfreiheit: Ihr Oberbürgermeister will damit die Exil-Schwaben aus Berlin in die Heimat locken.

Etwas über vier Jahre ist es her, dass der damalige Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse für reichlich Schlagzeilen sorgte: Der SPD-Politiker hatte sich damals über die zahlreichen Exil-Schwaben in Berlin mokiert, die zunehmend schwäbische Lebensweise und Lebensweiheiten in der Bundeshauptstadt salonfähig gemacht hatten. Aus Schrippen wurden plötzlich Weckle. Und in so manchem Wohnblock auf dem Prenzlauer Berg, der Berliner Hochburg der Exil-Schwaben, gab es plötzlich die Kehrwoche, genauso wie in Stuttgart, Ulm und Biberach.

Biberach! In der Stadt im Oberschwäbischen, mit 32.000 Einwohnern unwesentlich kleiner als Berlin, sorgt jetzt ein anderer für Schlagzeilen – es ist der Biberacher Oberbürgermeister. Norbert Zeidler nämlich will die Exil-Schwaben aus der Bundeshauptstadt wieder zurückholen. Und hat deswegen einen Werbespot drehen lassen.

Wie erfolgreich war ihr Werben, Herr Zeidler? Der Oberbürgermeister von Biberach im Länderreport-Interview.
Mehr zum Thema:

Hauptstadt der "Reingeschmeckten"
(Deutschlandradio Kultur, Länderreport, 24.9.2013)

Nachbarschaft im Kiez - Wie Berliner die Anonymität der Großstadt überwinden
(Deutschlandradio Kultur, Länderreport, 19.12.2016)

Landflucht - Vom Schrecken der Provinz
(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 10.8.2015)

Länderreport

Rechtsrockkonzerte Musikfestivals locken Neonazis nach Thüringen
Besucher des Rechtsrockkonzert in Themar.  (Deutschlandradio / Henry Bernhard )

Das thüringische Themar ist ganz unverschuldet ein Ort geworden, wo sich Neonazis auf einem Rechtsrockfestival vergnügen. Um Verboten zu entgehen, werden diese Events als politische Veranstaltung angemeldet. Die Gefahr bei solchen Konzerten: Hier wird der Nachwuchs rekrutiert. Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur