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Kulturnachrichten

Freitag, 21. März 2014

Raubkunst: Norwegisches Museum gibt Matisse zurück

Das Gemälde "Dame in Blau vor einem Kamin" von Henri Matisse kehrt zu seinen rechtmäßigen Besitzern zurück.

Bis jetzt war es das Hauptausstellungsstück des "Henie Onstad Art Centers" in der Nähe von Oslo. Jetzt will das Museum das Bild an die Nachkommen des Kunstsammlers Paul Rosenberg übergeben. Seine Erben hatten im Juni 2012 Besitzansprüche angemeldet. Das Museum stellte daraufhin Nachforschungen an. Dabei stellte sich heraus: Hermann Göring hatte das Bild im Zweiten Weltkrieg von Rosenberg konfisziert und dann an einen Kunsthändler in Paris verkauft. In einer Mitteilung des Museums heißt es, man habe das Bild in gutem Glauben gekauft. Jetzt wolle man sich aber an internationale Übereinkommen halten und es zurückgeben.

Ungarn: Yad Vashem sagt bei Holocaust-Gedenkprojekt ab

Der Name Yad Vashem soll mit diesem Projekt nicht mehr in Verbindung gebracht werden.

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte hat ihre Mitarbeit an einem Holocaust-Informationszentrum in Budapest abgesagt. In einem Schreiben an die ungarische Projektleitung hieß es, die Planer arbeiteten einseitig, ohne die jüdischen Gemeinden Ungarns mit einzubeziehen. Auch internationale Stellen würden nicht angehört. Ungarns Regierung will in der Hauptstadt ein Informationszentrum unter dem Namen "Haus der Schicksale" errichten. Yad Vashem war Mitglied im Berater-Kuratorium. Die ungarische Projektleiterin Maria Schmidt ist wegen ihrer Haltung zum Holocaust umstritten.

Neustart der Islamkonferenz mit Islamrat

Innenminister Thomas de Maiziere will einen Neustart der Islamkonferenz - und zwar mit dem Islamrat.

Wie der Minister mitteilte, ist der Islamrat gemeinsam mit anderen Verbänden am Montag zu einem Treffen geladen. Dort soll über die Zukunft der Islamkonferenz beraten werden. Vor vier Jahren hatte das Bundesinnenministerium den Islamrat von den Gesprächen ausgeschlossen. Hintergrund waren Ermittlungen gegen die Organisation Mili Görüs, die Mitglied im Islamrat ist. Laut Bundesinnenministerium hat Mili Görüs den Vorstand aber mittlerweile komplett ausgetauscht. Kein Beschuldigter des damaligen Strafverfahrens sei noch im Amt.

"Reporter ohne Grenzen" kritisiert Twitter-Sperre in der Türkei

"Das ist die falsche Reaktion auf Korruptionsvorwürfe und Proteste."

Mit diesen Worten kritisiert die Organisation "Reporter ohne Grenzen" die Blockade des Kurznachrichtendienstes Twitter in der Türkei. Geschäftsführer Christian Mihr forderte, dass die Nutzer auch weiterhin ungehinderten Zugang zu den sozialen Netzwerken erhalten. Auch die Bundesregierung und die EU kritisierten die Sperrung. Eine Regierungssprecherin sagte, die Blockade entspreche nicht dem, was Deutschland unter freier Kommunikation und Meinungsfreiheit verstehe. Ähnlich äußerte sich EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle. Die türkische Telekommunikationsbehörde teilte mit, Twitter sei gesperrt worden, weil der Dienst Persönlichkeitsrechte von Bürgern verletzt habe.

Gestern hatte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gedroht, Twitter auszulöschen. Über Twitter wurden Links zu Telefonmitschnitten veröffentlicht, die Erdogans Verwicklung in Korruptionsfälle belegen sollen. Außerdem organisieren sich die türkischen Regierungsgegner über den Kurznachrichtendienst.

Echo: Frei.Wild sagt Teilnahme am Musikpreis ab

Letztes Jahr ist "Frei.Wild" beim Echo ausgeladen worden - dieses Jahr haben die Musiker ihre Teilnahme abgesagt.

Die Band teilte mit, der Ausschluss vom Echo im vergangenen Jahr habe die Musiker und ihre Fans diffamiert und geschädigt. Deshalb wolle man einen solchen Preis nicht. Frei.Wild war bereits 2013 für den Echo nominiert. Andere Künstler hatten aber mit Boykott gedroht, weil sie der Band nationalistische Tendenzen vorwarfen. Frei.Wild wurde daraufhin von der Nominiertenliste gestrichen. Außerdem setzten die Veranstalter des Echo einen unabhängigen Beirat ein. Dieser soll in Zweifelsfällen bei der Nominierung von Künstlern eingeschaltet werden. Das Gremium entschied, das aktuelle Frei.Wild-Album "Still" nicht von der Nominierung auszuschließen.

Die Nominierung für die Echos richtet sich nach den Verkaufszahlen der Media-Control-Charts.

Türkischer Staatspräsident kritisert Twitter-Blockade des Landes

Es ist nicht akzeptabel, Zugangsverbote für soziale Medien zu erlassen.

Das hat der türkische Staatspräsident Abdullah Gül erklärt und protestiert damit gegen eine Blockade des Kurznachrichtendienst in seinem Land. Auch EU-Erweiterungskommissar Štefan Fuele äußerte sich besorgt. Twitter war nach Angaben der Regulierungsbehörde gesperrt worden, weil Nutzer Persönlichkeitsrechte verletzt hätten. Gestern hatter der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, die Regierung werde etwas gegen Twitter und andere soziale Medien unternehmen. - Über Twitter wurden Links zu Telefonmitschnitten veröffentlicht, die Erdogans Verwicklung in Korruptionsfälle belegen sollen. Außerdem organisieren sich die türkischen Regierungsgegner über den Kurznachrichtendienst.

In wenigen Tagen wird in der Türkei gewählt. - Twitter veröffentlichte eine Nachricht an türkische Nutzer, wie sie per SMS weiter twittern können.

Aung San Suu Kyi erhält Willy-Brandt-Preis

Sie hat sich herausragend für Demokratie, Freiheit und die Menschenrechte eingesetzt.

Deshalb soll Aung San Suu Kyi den Internationalen Willy-Brandt-Preis 2014 bekommen. Das hat die SPD bestätigt, die die Auszeichnung seit 2011 vergibt. Ins Leben gerufen wurde der Preis anlässlich des 40. Jahrestages von Willy Brandts Kniefall in Warschau. Die SPD erklärte weiter, in Zeiten der Unterdrückung und Unfreiheit in Myanmar habe Aung San Suu Kyi den Menschen als Oppositionspolitikerin Hoffnung und Mut gegeben. Weltweit gelten ihr gewaltloser Widerstand und ziviler Ungehorsam für Freiheit und Demokratie als Vorbild und Inspiration. - Aung San Suu Kyi stand in ihrer Heimat, dem früheren Birma, insgesamt 15 Jahre unter Hausarrest.

1991 wurde sie mit dem Friedensnobelpreisträgerin ausgezeichnet. Der Willy-Brandt-Preis wird am 11. April in Berlin verliehen.

Schiefes Minarett von Mossul: Experten sehen erhöhte Einsturzgefahr

Mossul bangt um sein historisches Wahrzeichen.

Das schiefe Minarett in der nordirakischen Stadt ist laut Experten hochgradig einsturzgefährdet, Der Leiter der Altertümerbehörde der Provinz Ninive, Wamidh al-Omari, sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Bauwerk müsse zumindest gesichert werden. Besser sei es aber, wegen des hohen Grundwasserspiegels, den Turm abzutragen und an einer anderen Stelle wieder aufzubauen. Die Unesco hatte mit der irakischen Regierung bereits 2012 eine Rettungsaktion für das Bauwerk vereinbart. Das Projekt wurde jedoch nicht umgesetzt, weil die Terrorgefahr zu hoch war. - Das Minarett stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist rund 50 Meter hoch.

Maya-Königinnen waren auch Kriegerinnen

Die Maya-Königinnen waren offenbar genauso brutal wie ihre Männer.

Wissenschaftler der Universität Calgary untersuchten die Überreste von vier Grabungsstätten in Guatemala und Mexiko. Dabei fanden sie zahlreiche Porträts königlicher Frauen als Kriegerinnen. Laut den Forschern sind die Frauen in speziellem Ornat mit Schild und Kriegsemblem dargestellt. Außerdem ist zu sehen, wie sie ihre Feinde mit Füßen treten. - Die Maya-Kultur erlebte ihre Blütezeit von 600 bis 900 nach Christus.

Durs Grünbein zum Welttag der Poesie

Dichten ist ein positiver Zwang.

So empfindet es der Lyriker Durs Grünbein. Anlässlich des Welttages der Poesie sagte Grünbein dem Deutschlandradio Kultur, wahrscheinlich suchten sich Dichter das Schreiben nicht selbst aus, sondern die Poesie suche vielmehr die Autoren aus. Zum Beispiel habe sich Rilke "quasi zum Medium gemacht", denn er habe dichten müssen. Heute würden die Autoren eher versuchen, den Prozess aktiv zu steuern - durch Experimente mit der Sprache oder die Suche nach neuen Formen. Grünbein betonte außerdem, kühne Dichterträume hätten "uns schon oft die Zukunft gezeigt".

Sein neuer Gedichtzyklus, "Cyrano oder Die Rückkehr vom Mond" erscheint am Montag.
Der Welttag der Poesie wird seit dem Jahr 2000 immer am 21. März gefeiert. Die zentrale deutsche Veranstaltung dazu findet in Berlin statt: Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat internationale Dichter geladen, darunter András Gerevich aus Ungarn und Dorothea Rosa Herliany aus Indonesien. - Das Interview mit Durs Grünbein können Sie hier nachhören. Eine UNESCO-Erklärung lesen Sie hier.

Unbekannte stehlen Stolpersteine

Die Steine lagen erst seit ein paar Stunden.

Unbekannte haben im brandenburgischen Beeskow zwei Stolpersteine gestohlen, die an Opfer des Nazi-Regimes erinnern. Laut Polizei haben die Diebe die in den Boden eingelassenen Metallplatten ausgegraben. Die Steine erinnerten an das Ehepaar Rosa und Ludwig Warschauer. Sie waren 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet worden. Sei 1992 erinnert der Künstler Gunter Demnig mit kleinen Gedenktafeln im Straßenpflaster an Opfer der Nationalsozialisten. Mittlerweile wurden schon rund 45.000 Stolpersteine verlegt.

Twitter-Zugang in Türkei blockiert

Türkische Twitter-Nutzer haben Persönlichkeitsrechte verletzt.

Mit dieser Begründung ist der Kurznachrichtendienst in der Türkei gesperrt worden. Das hat die Regulierungsbehörde des Landes erklärt. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte gestern angekündigt, die Regierung werde etwas gegen Twitter und andere soziale Medien unternehmen. Sie sollten "mit der Wurzel ausgerissen" werden. Was die internationale Gemeinschaft dazu sage, sei ihm egal, so Erdogan. - Über Twitter wurden Links zu Telefonmitschnitten veröffentlicht, die Erdogans Verwicklung in Korruptionsfälle belegen sollen. Außerdem organisieren sich die türkischen Regierungsgegner über den Kurznachrichtendienst.

In wenigen Tagen wird in der Türkei gewählt. - Twitter veröffentlichte eine Nachricht an türkische Nutzer, wie sie per SMS weiter twittern können.

Deutsche Afrika Stiftung begrüßt neue Sicht der Politik auf Afrika

Wenn es um Afrika geht, ist nicht nur das Entwicklungsministerium gefragt.

Das betont Uschi Eid, die Vizepräsidentin der Deutschen Afrika Stiftung. Eid sagte im Deutschlandradio Kultur, sie begrüße die neue ressortübergreifende Sichtweise der Politik auf den Kontinent. Es gehe nicht darum, dass Deutschland "etwas für Afrika tue und meine, Hunger und Armut bekämpfen zu müssen" - dafür seien die afrikanischen Staaten selbst verantwortlich. Es gebe gemeinsame Probleme, die zusammen angepackt werden müssten, erklärte die Grünen-Politikerin. Dazu zählten die Migration, der Erhalt der Biodiversität sowie Drogen-, Waffen- und Menschenschmuggel.

Das Interview können Sie hier nachlesen und nachhören.

"New York Times" über Kunstraub in Ägypten

Das ägyptische Erbe wird weiterhin geplündert.

Darüber berichtet die "New York Times". Sie schreibt, seit dem politischen Umbruch im Jahr 2011 würden historische Stätten und Schätze "in rasendem Tempo" von organisierten Banden und geschäftstüchtigen Anwohnern ausgeraubt und gestohlen. Deshalb hätten ägyptische Behörden die US-Regierung in der vergangenen Woche um Hilfe gebeten: Sie solle verhindern, dass die Schätze weiter in den USA verkauft werden. Nun dürften US-Zollbeamte auch ohne konkreten Verdacht nach illegal eingeführten Gegenständen suchen.

20 Jahre nach Cobains Tod veröffentlicht Polizei neue Fotos

Sein früher Tod sorgt noch heute für Spekulationen.

Vor rund 20 Jahren starb der US-Rockmusiker Kurt Cobain. Nun hat die Polizei von Seattle bislang unbekannte Fotos vom Tatort veröffentlicht. Sie zeigen außer Alltagsgegenständen wie Geldbörse und Sonnenbrille auch eine Schachtel mit Drogenzubehör. Die Polizei teilte auf ihrer Homepage mit, sie habe Cobains Tod wegen des anstehenden Jahrestages erneut überprüft, da immer wieder spekuliert werde, der Nirvana-Frontmann sei ermordet worden. Es bleibe aber beim Ermittlungsergebnis Selbstmord. - Kurt Cobain hatte sich am 5. April 1994 im Alter von 27 Jahren mit einer Schrotflinte erschossen. Davor hatte er sich eine hohe Dosis Heroin gespritzt.

Hier geht es zum Bericht der Polizei von Seattle

Twitter-Zugang in Türkei blockiert

Die türkische Regierung stört offenbar die Online-Kommunikation.

Beim Öffnen der Internetseite des Kurznachrichtendiensts Twitter stoßen Nutzer auf eine Mitteilung, die offenbar von den Regulierungsbehörden stammt. Die Seite sei auf gerichtliche Verfügung hin blockiert worden, heißt es. Twitter teilte mit, den Berichten nachzugehen. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte gestern angekündigt, die Regierung werde etwas gegen Twitter und andere soziale Medien unternehmen. Sie sollten "mit der Wurzel ausgerissen" werden. Was die internationale Gemeinschaft dazu sage, sei ihm egal, so Erdogan. - Über Twitter organisieren sich die türkischen Regierungsgegner. Außerdem wurden dort Links zu Telefonmitschnitten veröffentlicht, die Erdogans Verwicklung in Korruptionsfälle belegen sollen.

Russische Justiz geht wegen Satire gegen Journalist vor

Über diese Satire zum Krim-Konflikt konnte nicht jeder lachen.

Die russische Justiz hat Ermittlungen gegen einen Journalisten eingeleitet, der Staatschef Wladimir Putin spaßeshalber aufgefordert hatte, Soldaten in seine Heimatregion Wologda zu entsenden - zum Schutz vor korrupten Behörden. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat der Gouverneur der Region Wologda den Ermittlungsantrag bei der örtlichen Staatsanwaltschaft gestellt. Das satirische Schreiben war vom Chefredakteur einer örtlichen Zeitung auf Facebook veröffentlicht worden. Es verbreitete sich rasant im Internet und erschien auch auf der Website der bekannten russischen Oppositionszeitung "Nowaja Gaseta".

Der Journalist sagte AFP, Ermittler hätten ihn am Montag befragt. Die Unterhaltung sei eher "ungemütlich" gewesen - etwa so "wie der Versuch, jemandem einen Witz zu erklären, der keinen Sinn für Humor hat". - Die Region Wologda liegt 500 Kilometer nordöstlich von Moskau.

Archäologe: Pompeji braucht einen neuen Amedeo Maiuri

Nur ein charismatischer Archäologe von Weltrang kann Pompeji noch vor dem Verfall retten.

Dieser Meinung ist Louis Godart, einer der führenden Konservatoren Italiens, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Der Wissenschaftler sagte, um die Probleme in Pompeji zu lösen, sei ein neuer Amedeo Maiuri von Nöten. Der hatte von 1924 bis 1961 die Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum geleitet. Er schaffte es, die historischen Stätten vor Kunstdieben, Vandalen und Weltkriegsbomben zu schützen. Nur ein Mann seines Formats könne das Welterbe noch bewahren, meint Godart. Vor einigen Tagen hatten Diebe in Pompeji Teile eines Freskos gestohlen, das die griechische Jagdgöttin Artemis mit Apoll zeigt. Daraufhin kündigte die italienische Regierung stärkere Sicherheitsmaßnahmen in der Welterbestätte an.

Millionenteures Fabergé-Ei zum Spottpreis

Auf dem Flohmarkt gibt es immer wieder Schnäppchen zu ergattern.

Großes Glück hatte dabei ein Schrotthändler in den USA. Britischen Medienberichten zufolge kaufte er auf einem Trödelmarkt ein wertvolles Fabergé-Ei zum Spottpreis. Umgerechnet knapp 10.000 Euro habe der Mann für das goldene Ei mit einer Uhr im Inneren bezahlt. Dann wollte der Schrotthändler es zum Materialwert weiterverkaufen und stellte beim Googeln des Uhrenfabrikats fest, dass das Luxuswerk viel kostbarer ist. Der Londonern Kunstexperte Kieran McCarthy schätzt den Wert des kunstvollen Fabergé-Eis auf umgerechnet rund 24 Millionen Euro und kaufte es für einen privaten Sammler.

Das Werk soll Mitte April für einige Tage in London ausgestellt werden. Zar Alexander III. hatte das goldene Ei im Jahr 1887 seiner Gemahlin Maria Fjodorovna zu Ostern geschenkt.
Bilder von dem Fabergé-Ei finden Sie unter anderem in einem Artikel des "Independent".

Welttag der Poesie mit internationalen Dichtern in Berlin

Lyrik soll in der Literaturförderung des Bundes deutlicher sichtbar werden.

Dafür will sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters einsetzen, wie sie anlässlich des heutigen Welttages der Poesie erklärt hat. Zur zentralen Veranstaltung hierzulande hat Grütters internationale Dichter nach Berlin eingeladen, darunter András Gerevich aus Ungarn und Dorothea Rosa Herliany aus Indonesien. Der Generalsekretär der deutschen UNESCO-Kommission, Roland Bernecker, betonte zum Welttag der Poesie, wie keine andere Literaturform könne sie die Auseinandersetzung mit der Sprache vertiefen. Poesie fände auch längst nicht mehr nur zwischen Buchdeckeln statt, sondern entstehe in modernen Formaten wie Twitternachrichten oder SMS.

Die UNESCO hat Verlage, Medien und Institutionen dazu aufgerufen, lyrische Werke stärker zu fördern. - Der Welttag der Poesie wird seit dem Jahr 2000 immer am 21. März gefeiert. Die aktuelle UNESCO-Erklärung dazu lesen Sie hier.

Erzbischof Romero Namensgeber des Flughafens San Salvador

Er setzte sich für Arme ein und wehrte sich gegen die Militärdiktatur in El Salvador: der Erzbischof Oscar Romero.

Nun wird der internationale Flughafen von San Salvador nach dem 1980 ermordeten Geistlichen benannt. Das hat das Parlament von El Salvador beschlossen, wie die Tageszeitung "La Prensa Grafica" berichtet. Romero wurde 1977 Erzbischof von San Salvador. Am 24. März 1980 erschossen ihn Unbekannte während eines Gottesdienstes. Die Hintergründe der Tat sind bis heute nicht vollständig geklärt.

Eine nach Romero benannte Stiftung vermutet, dass Romero 2017 von Papst Franziskus seliggesprochen werden könnte. Dann wäre der 100. Geburtstag des Erzbischofs. Der Vatikan hatte 1996 ein Seligsprechungsverfahren für Oscar Romero eröffnet.

Erster digitaler Kirchenatlas in Vorbereitung

Egal ob kleine Kapelle oder großer Dom - bald soll es einen Überblick über alle Kirchengebäude in Deutschland geben.

Daran arbeitet die Weimarer Bauhaus-Universität, wie sie der Nachrichtenagentur epd sagte. Erstmals werde ein Gesamtkatalog erfasst und im "Digitalen Sakralbauatlas" präsentiert, sagte die Architektin Barbara Schmid vom Bereich Baumanagement/Bauwirtschaft. Damit solle einerseits der Bestand gesichert und andererseits gezeigt werden, welchen Wert und welches Potenzial Kirchenbauten als städtebauliche Wahrzeichen in einer Kultur- und Stadtlandschaft hätten. - Heute findet zur Vorbereitung des Projekts eine Tagung von Fachleuten in Weimar statt.

Dort geht es unter anderem auch darum, nach welchen Kriterien Gebäude abgerissen, neu gebaut, umgenutzt oder instand gesetzt werden.
Hier gibt es das Tagungsprogramm als pdf-Datei.

ARD organisiert den Vorabend neu - weniger Krimis

Viel zu viele Krimis - so lautete ein häufig genannter Vorwurf an die ARD zu ihrem Vorabendprogramm.

Das wird nun umgestaltet, so dass Krimi-Serien künftig eine geringere Rolle spielen. Ein Sprecher der Programmdirektion in München sagte der Deutschen Presse-Agentur, die regionalen Serien unter der Dachmarke "Heiter bis tödlich" sollten ab Herbst nur noch dienstags und mittwochs laufen; außerdem bleibe das "Großstadtrevier" montags erhalten. An den anderen Tagen wolle die ARD nun Familienserien und Comedy-Sendungen erproben.

Afrikanische Künstler interpretieren Dante

Wie interpretieren Künstler aus Afrika Dantes "Göttliche Komödie"?

Das können Besucher des Frankfurter Museum für Moderne Kunst bis Ende Juli feststellen. Dort ist zu sehen, wie sich 50 Künstler auf Basis des Textes aus dem 14. Jahrhundert mit Jenseitsvorstellungen in verschiedenen Kulturen und Religionen auseinandersetzen. Ihre Werke umfassen sowohl Malerei, Fotografie und Skulpturen als auch Installationen. Für eine Performance hat eine marokkanische Künstlerin Frauen in Frankfurt gesucht, die als paradiesische Jungfrauen auftreten.

Geruchssinn: Menschen können 1 Billion verschiedene Aromen erkennen

Der Mensch hat eine viel bessere Nase als bisher angenommen.

In den 20er Jahren hieß es noch, wir könnten 10.000 Gerüche unterscheiden - jetzt ist klar: Es sind mindestens eine Billion verschiedener Gerüche. Zu diesem Ergebnis kommt die Rockefeller-Universität in New York nach Testreihen mit Probanden. Die leitende Expertin Leslie Vosshall erklärt in der Fachzeitschrift "Science", Gerüche seien sehr komplex und bestünden aus Mischungen von verschiedenen Molekülen. Allein der charakteristische Duft einer Rose bestehe aus 275 verschiedenen Komponenten.

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