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Tonart | Beitrag vom 12.02.2018

Ulrike Haage über ihr WundernetzWie klingen Fische?

Moderation: Carsten Beyer

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Ulrike Haage, Pianistin, Klangkünstlerin, Komponistin und Hörspielautorin (Thomas Nitz)
Ulrike Haage, Pianistin, Klangkünstlerin, Komponistin und Hörspielautorin (Thomas Nitz)

Die Komponistin Ulrike Haage hat einen ungewöhnlichen Ort für ihre Mini-Oper "Wundernetz" ausgewählt: die Nass-Sammlung im Berliner Naturkundemuseum. Mit ihren Klängen verwebt Haage die Kunst der Musik mit den Naturwissenschaften.

"Zuerst hatte ich gedacht, ich gehe in die Nass-Sammlung und schreibe ein Requiem für die Fische", sagt Ulrike Haage im Interview mit Carsten Beyer. Dann sei ihr die Idee gekommen,die Gläser der Nass-Sammlung selbst zum Leben zu erwecken. Der Raum steht voll mit meterhohen Regalen voll gläserner Zylinder. In den Gläsern schwimmen in Alkohol eingelegte Fische, Schlangen und Amphibien – ein stummes Kuriositäten-Kabinett.

Die Ichthyologische Sammlung des Naturkundemuseums in Berlin enthält 130.000 in Alkohol eingelegte Fische. (dpa / M. C. Hurek)Die Ichthyologische Sammlung im Berliner Naturkundemuseum (dpa / M. C. Hurek)

Das Naturkundemuseum hat gemeinsam mit der Kulturstiftung des Bundes eine "künstlerische Intervention" ins Leben gerufen und Künstler aufgefordert, sich kreativ mit den eigelegten Tierpräparaten zu beschäftigen. Die Berliner Komponistin Haage hat gemeinsam mit Librettist Mark Ravenhill ein poetisches Singspiel in zehn Akten als mobile Wanderbühne für das Museum geschrieben. Es sei geplant, mit Naturkundemuseen weltweit Kontakt aufzunehmen und das Projekt anzubieten, sagt Haage im Interview. 

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